Titelaufnahme

Titel
Schädel-Hirn-Trauma - alles wird anders: Eine empirische Untersuchung zu möglichen Persönlichkeitsveränderungen in Folge eines Schädel-Hirn-Traumas
Weitere Titel
Traumatic Brain Injury – everything changes: An empirical research of potential personality changes after a traumatic brain injury
VerfasserPrechtl, Doris
Erschienen2015
Datum der AbgabeFebruar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Schädel-Hirn-Trauma / Organisches Psychosyndrom / Persönlichkeitsveränderungen / Occupational Performance Model (Australia) / Ergotherapie
Schlagwörter (EN)Traumatic Brain Injury / Postconcussional syndrome / Personality changes / Occupational Performance Model (Australia) / Occupational Therapy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der ergotherapeutischen Sichtweise von Persönlichkeitsveränderungen nach einem Schädel-Hirn-Trauma (SHT). Die beiden Fragestellungen, die dieser Arbeit zugrunde liegen, lauten: „Inwieweit wirken sich die Persönlichkeitsveränderungen: Enthemmung, Aggression und gesteigerter bzw. verminderter Antrieb von Schädel-Hirn-Trauma-PatientInnen auf die Handlungsbereiche - Selbsterhaltung, Produktivität, Erholung und Freizeit aus?“ sowie „Welche Maßnahmen und Strategien im Umgang mit PatientInnen können ErgotherapeutInnen einsetzen, um diese dabei zu unterstützen mit jenen Persönlichkeitsveränderungen besser umzugehen bzw. diese zu kompensieren?“

Die Ergebnisse werden einerseits durch eine Literaturrecherche sowie durch die Befragung dreier Ergotherapeutinnen zusammengetragen.

Zur besseren Übersicht über die Auswirkungen der einzelnen Persönlichkeitsveränderungen auf die vier Handlungsbereiche wurde eine Matrix entwickelt, mit Hilfe derer man einen Überblick über die möglichen Auswirkungen bekommt. Hierbei wurde zunächst eine Matrix für die Ergebnisse der Literaturrecherche angefertigt sowie eine zweite Matrix, die die Ergebnisse aus den drei durchgeführten Interviews enthält. Zweitere ergänzt die zum Teil lückenhaften Erkenntnisse der bisherigen Forschung und stellt somit einen ersten Beitrag dar, detaillierter in diese Richtung zu forschen.

Auch zur Beantwortung der zweiten Forschungsfrage wurden zuerst die Maßnahmen und Strategien aus bereits vorhandener Literatur zusammengetragen und dann jene, die die befragten Ergotherapeutinnen nannten. In einer anschließenden Diskussion wurden diese dann einander gegenübergestellt, um zu sehen, ob die in der Literatur genannten Ergebnisse von den Ergotherapeutinnen bestätigt wurden. Dabei war auffallend, dass viele Strategien und Maßnahmen, die in ergotherapeutischer Literatur empfohlen wurden, in der Praxis nicht angewandt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the occupational therapists’ view of personality changes after a traumatic brain injury. The two underlying questions of this thesis are as follows: “To what extent are the personality changes disinhibition, aggression, reduced and increased drive of traumatic brain injury patients affecting the performance areas self maintenance. Productivity, rest and leisure?” and „Which measures and strategies can occupational therapists apply handling traumatic brain injury patients in order to support them to better cope with their personality changes as well as to compensate them?”.

The findings are compiled through both literature research and the interviews of three occupational therapists.

In order to provide a better overview of the impacts of personality changes on the four performance areas, a matrix was developed giving an outline of those potential impacts. For this purpose, initially one matrix was created to demonstrate the findings of the literature research and afterwards a second matrix shows the findings of the three conducted interviews. The latter complements the incomplete findings of previous research and hence represents a first contribution to research in this direction.

The same method of first compiling data from previous research and then interviewing the three occupational therapists, was used to gather the above mentioned measures and strategies and therefore answering the second research question. In the course of a subsequent discussion those findings were compared in order to see if the literature research based findings matched those compiled from the occupational therapists. Remarkably, most measures and strategies suggested by occupational therapeutic literature were not applied in practice.