Titelaufnahme

Titel
Ergotherapeutische Gruppen in der Pädiatrie: Situation in Österreich
Weitere Titel
Pediatric Groups in Occupational Therapy: Situation in Austria
VerfasserWeber, Vera
Erschienen2015
Datum der AbgabeFebruar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Gruppentherapie / Gruppen / Kinder / Pädiatrie
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / group therapy / group / children / pediatric / peers
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit ergotherapeutischen Gruppen im Fachbereich Pädiatrie. Es wird dargestellt, welche Gruppentherapien in der internationalen Fachliteratur beschrieben werden und ob es dazu Evidenzen gibt. In weiterer Folge wird auch die Situation in Österreich aufgezeigt und wie österreichische Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen den Einsatz von Gruppentherapie begründen. Dies wurde mittels Online-Fragebogen erhoben. Es zeigte sich, dass 74% der österreichischen Ergotherapeuten bzw. Ergotherapeutinnen mit Gruppen arbeiten, davon 61% wöchentlich. Die Gruppenzusammensetzung ist dabei zu 65% gemischt, das heißt, Kinder mit unterschiedlichen Diagnosen nehmen an einer Gruppe teil. Gruppen werden zu 34% interdisziplinär, 32% alleine und 29% mit ergotherapeutischen Kollegen bzw. Kolleginnen gestaltet. Die Gruppengröße beträgt durchschnittlich drei Kinder pro Betreuungsperson. Am häufigsten werden Gruppen bei Kindern mit ADHS und Problemen im Sozialverhalten eingesetzt. Dies wird meist damit begründet, dass Erlernen der sozialen Kompetenz nur in der Gruppe möglich ist, größere Motivation im Gruppensetting herrscht, Kinder voneinander lernen können und dass Gruppentherapie ergänzend zur Einzeltherapie eingesetzt wird. Die häufigsten Begründungen, gegen die Arbeit mit Gruppen, sind der hohe organisatorische Aufwand, Zeitmangel und zu kleine Räumlichkeiten. In der Literatur wurden Gruppentherapien mit Kindern, die verschiedene Problemstellungen aufweisen, beschrieben. Es konnten in den Studien Evidenzen für Gruppen festgestellt werden, jedoch sind diese auf Grund der kleinen Stichproben nicht generalisierbar. Ein positiver Trend bei der Wirksamkeit von Gruppentherapie ist jedoch erkennbar. Dies spiegelt sich auch in der durchgeführten Befragung wider. Um die Evidenz besser belegen zu können ist es nötig Studien mit größerer Stichprobenzahl durchzuführen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis examines the work of pediatric groups in occupational therapy. For this purpose the position of group therapy within international studies is considered and evidences are investigated. In this process the usage of group therapy among occupational therapists in Austria is observed and analyzed and a nationwide online-survey has been executed. The results show that 74% of all Austrian occupational therapists work with groups, 61% on a weekly routine. Within these group therapies, 65% are conducted in mixed groups, which means that children with different diagnoses are within one group. 34% of the group sessions are held together with interdisciplinary therapists, 32% by one occupational therapist and 29% together with another occupational therapist. Group therapies are most frequently applied for children diagnosed ADHD and those with other problems in social behaviour. The therapeutic basis for doing so is, firstly, that social competences are acquired most effectively in groups. Furthermore the motivation is generally higher in a group setting, children can learn from each other and group therapy, in addition to one-on-one therapy, proves to be highly effective. The main reasons why group therapy is not executed are time-consuming scheduling efforts, lack of time and infrastructural deficits. The analyzed literature dealing with group therapy in a pediatric context cannot be generalized, but a tendency towards a positive tenor concerning efficiency can be substantiated. This trend is also reflected in the surveys run for this paper, but for significant evidence a larger number of surveys and participants is necessary.