Titelaufnahme

Titel
Verlegen von großformatigen Fliesen und Platten mit zementären Klebemörteln
Weitere Titel
Laying large tiles with adhesive mortars
VerfasserTürk, Stefan
GutachterZach, Franz
Erschienen2012
Datum der AbgabeMärz 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Fliesen und Platten / Geschichtliche Entwicklung / Mörtel und Klebstoffe / Klassifizierung und Bezeichnung / Bestimmung der Verformung zementhaltiger Mörtel / Fugenmörtel / Haftzugwerte / Verlegung großformatiger Fliesen und Platten
Schlagwörter (EN)Tiles and plates / Historical development of tiles / Tile adhesives / Classification and designation / Determination of transverse deformation for cementitious mortars / Joint mortar / Adhesion strength / Laying large-size tiles
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Verlegen von großformatigen Fliesen und

Platten mit zementären Klebemörteln

Kurzfassung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Verlegung von großformatigen Feinsteinzeugfliesen mit zementären Fliesenklebern. Die zunehmende Zahl an Schadensfällen erfordert neue Testmethoden, um das reale System besser verstehen zu können.

Aufgrund der heutigen Technik ist es möglich, immer größere Fliesen und Platten zu produzieren. Bedingt durch den Herstellungsprozess zeigen diese Belagsmaterialien eine Glasartigkeit, die dem in der Regel zur Verwendung kommenden zementären Fliesenkleber keine mechanische Verkrallung an der Verbundstelle Fliese/Mörtel erlaubt. Das bringt diese Klebemörtel an die Grenzen ihrer Materialtechnischen Eigenschaften.

Erwartungsgemäß wird der Marktanteil dieser großformatiger Fliesen und Platten zukünftig weiter ansteigen. In Bereichen wie dem Gewerbebau sowie bei repräsentativen Projekten aller Art gehören diese Beläge aus Auftraggebersicht mittlerweile zum Standard.

Ein mit der örtlichen Bauaufsicht beauftragter Bauingenieur hat die Aufgabe den Wand- und Deckenaufbau immer ganzheitlich zu bewerten und für optimale Bauabläufe zu sorgen. Eine entsprechende Bewertung der Untergründe im Bezug auf Oberflächenbeschaffenheit und Restfeuchtigkeitsgehalt in Abhängigkeit des vom Auftraggeber gewünschten Bodenbelages muß möglich sein.

Im ersten Schritt beschäftigt sich diese Arbeit mit den Definitionen und der Klassifikation der Fliesen und Platten sowie den Verlege- und Verfugungsmaterialien entsprechend der geltenden Normen.

Der Hauptteil der Arbeit besteht aus einer Versuchsreihe zur Messung der ortsaufgelösten Haftzugfestigkeiten von Feinsteinzeugfliesen. Aus diesen Testergebnissen lässt sich ableiten, dass eine großformatige Fliese oder Platte nicht problemlos auf den vorzufindenden Estrich- und Putzflächen verlegt werden kann, auch dann nicht, wenn die von der Norm geforderten Toleranzen eingehalten wurden. Unter dem verlegten Belagsmaterial eventuell vorhandene Restfeuchtigkeit aus Betonkörper, Estrichen und Verlegemörtel, kann nur sehr langsam auf Grund der wenigen Fugen austrocknen. Dies kann bei feuchtigkeitsempfindlichem Untergrund zu Schäden führen. Auch stellen großformatige Fliesen eine starre Belagsschicht dar, die Scherkräfte auf Grund von unterschiedlichen thermischen Längenänderungen zwischen Untergrund und Belagsschicht auftreten lassen.

Die aus den Versuchsreihen gewonnenen Erkenntnisse sowie andere für die Verlegung notwendige und zu beachtende Parameter werden dann zusammengefasst und resultieren in einer Empfehlung, die definiert, wie großformatige Fliesen und Platten unter bestimmten Voraussetzungen mit zementhaltigen Klebemörteln schadensfrei verlegt werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

Laying large tiles with adhesive mortars.

Abstract

This thesis deals with the installation of large porcelain tiles with cement based tile adhesives. The increasing number and variety of failures will require new test methods to better understand the real system.

Due to today's technology it is possible to produce even larger tiles. Because of the manufacturing process and the high sintering temperature, the glassy character of the porcelain tiles backside causes a reduced adhesion of the underlying mortar. This brings the adhesive mortar to the technical limitations of their material properties.

As expected, the market share of these large-format tiles in the future will continue to rise. In all areas of commercial construction projects as well as in representative buildings these floor coverings have become standard.

A with the local construction instructed civil engineer has to ensure optimal construction processes. A holistic assessment of the substrates relate to the surface texture and residual moisture content as a function of the client desired floor covering must be possible.

In the first step, this thesis deals with the definitions and the classification of the tiles and the tile adhesives and grouts accordance with applicable standards.

The majority of this thesis deals with a series of experiments to measure the spatially resolved tensile bond strengths of porcelain tiles. These test results suggest that a large-format tile or plate cannot be laid easily to the screed and plaster surface, even if the standard tolerances are maintained. Under the covering material are residual moisture from concrete body, screeds and mortar, which can dry out very slowly due to a few joints. This can cause damage to moisture sensitive surfaces. Furthermore large format tiles are a rigid surface layer. Shear forces can occur due to different thermal length changes between the substrate and coating layer.

The knowledge gained from the test series, findings and others for the installation of floor coverings necessary and to be observed parameters are then combined. They result in a recommendation for floor coverings with large-format tiles without damage, using cement based adhesive mortars under certain conditions.