Titelaufnahme

Titel
Der Gly388Arg Polymorphismus im Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptor 4 (FGFR4) in Krebs
Weitere Titel
The Fibroblast Growth Factor Receptor 4 (FGFR4) Gly388Arg Polymorphism in Human Cancer
VerfasserBaliko, Esther
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)FGFR4 / Gly388Arg Polymorphism
Schlagwörter (EN)FGFR4 / Gly388Arg Polymorphismus
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGFs) und ihre Rezeptoren (FGFRs) aktivieren verschiedene Signaltransduktionswege, welche von großer Bedeutung für die Embryonalentwicklung, Angiogenese, Wundheilung, und die Beweglichkeit von Zellen sind. Sie stehen unter Einfluss von vielen Regulationsmechanismen, um sicherzustellen, dass sie nur im korrekten physiologischen Kontext aktiv sind. In mehreren Studien wurde berichtet, dass ein Polymorphismus an Position 388 des FGFR4 zu der Entstehung von Krebs beiträgt.

Das Ziel dieses Bachelor-Projektes ist die Darstellung der unterschiedlichen Signalwege welche mit dem Polymorphismus in Zusammenhang stehen und ihr Einfluss auf Tumorgenese. Es stellte sich heraus, dass der Austausch des hydrophoben Glycin mit einem positiv geladenen Arginin zu einer erhöhten Stabilität des Rezeptors führt, was wiederum eine verstärkte Signalweiterleitung zur Folge hat. Das erhöhte Signal trägt über mehrere Signalwege zur Hochregulation von mehreren Genen bei, wie beispielsweise uPAR und Ehm2. Für beide Gene wurde beschrieben, dass sie Invasion und Metastasierung von Tumorzellen fördern.

Therapeutische Strategien gegen Krebs, die auf eine Hemmung von FGF und FGFR, sind bereits in Entwicklung. Jedoch werden noch zusätzlich Beobachtungen und klinische Studien benötigt.

Zusammenfassung (Englisch)

Fibroblast growth factors (FGFs) and their receptors (FGFRs) trigger various signal transduction pathways which are important for embryonic development, angiogenesis, wound healing, and motility. They are highly regulated to insure that they are only active in physiological context. In the human FGFR4, a germline polymorphism at position 388 has been reported in several studies to contribute to the pathogenesis of cancer.

The purpose of this bachelor project is to work out the different signalling mechanisms that are associated with polymorphism and may influence tumourigenesis. It turned out that the substitution of the hydrophobic glycine with a positively charged arginine leads to increased stability of the receptor. This in turn gives rise to sustained signalling. The elevated signal leads through several signalling pathways to upregulation of multiple genes. Included genes are uPAR and Ehm2, which are known to promote invasion and metastasis.

Therapeutic strategies targeting FGFs and FGFRs in human cancer are already in development but further observations and clinical testing are needed.