Titelaufnahme

Titel
Erkennung von T-NHL Zellen durch die Anwendung von Vielfarben-Durchflusszytometrie
Weitere Titel
The diagnosis of T-NHL cells based on multicolor flow cytometry
VerfasserGangl, Daniela
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Vielfarbendurchflusszytometrie - T-Non-Hodgkin Lymphom - Immunphänotypisierung - CD99
Schlagwörter (EN)multicolour flow cytometry - T-cell non-Hodgkin lymphoma - immunophenotyping - CD99
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Mit Hilfe der Vielfarbendurchflusszytometrie (FCM) können verschiedene Zellpopulationen erkannt werden. Durch das Vorwärtsstreulichts (FSC), Seitwärtsstreulichts (SSC) und direkt Fluoreszenz konjugierter monoklonaler Antikörper, die sich gegen spezifische Zellstrukturen richten ist dies möglich. Diese Methode wird vor allem zur Typisierung von Leukämien und Lymphomen eingesetzt. Beim T-Non-Hodgkin-Lymphom (T-NHL) handelt es sich um eine maligne lymphoproliferative Erkrankung. Das Spektrum der Krankheit erstreckt sich von undifferenzierten lymphoblastischen T-Vorläuferzell-Formen, bis hin zu maligne entarteten ausdifferenzierten T-Zellen. Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen kann der Phänotyp bei T-NHL als auch bei T-ALL variieren. Vielmehr ist es so, dass unreife T-Zellen im Normalfall weder im Knochenmark (KM) noch im peripheren Blut (PB) nachzuweisen sind. Bei reifen surface CD3 (sCD3) positiven Phänotyp ist die Unterscheidung zu physiologischen reifen T-Zellen sehr schwierig. Für die T-NHL Diagnostik wird das durchflusszytometrische Verfahren verwendet um Aussagen über Stadium, Therapie und Prognose der Krankheit treffen zu können. Die Zuordnung der malignen Zellen wird anhand spezifischer Intrazellulär- oder Oberflächenstrukturen der Zellen bestimmt. Speziell für das T-NHL werden linienspezifische T-Zellmarker wie intrazytoplasmatisch CD3 (iCD3), sCD3, CD5 und CD7 eingesetzt. Mit Reifemarker (CD10, HLA-DR und TdT) kann das Differenzierungsstadium erfasst werden. Zusätzliche Informationen über die maligne Zellpopulation können mit weiteren T-Zell-antigenen wie CD1a, CD2, CD4 und CD8 herausgefunden werden. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf dem Oberflächenprotein CD99. Die dazugehörige Forschungsfrage lautet: „Kann CD99 im Zusammenwirken mit anderen Markern zur Erkennung von T-NHL Zellen bei Kindern herangezogen werden?“ Der Literatur zufolge ist CD99 ein nützlicher Marker zur Diagnostik von T-LBL, da sich gezeigt hat, dass dieses Molekül auf unreifen malignen Zellpopulationen signifikant höher exprimiert ist als auf physiologischen Zellen. Es haben sich nur wenige Studien mit diesem Thema befasst, daher besteht die Notwendigkeit mehr Informationen über diesen Marker herauszufinden, um so Aussagen über die diagnostische Relevanz von CD99 treffen zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

It is possible to classify cells in populations using multicolour flow cytometry. The technique is based on examination of forward scatter (FSC), side scatter (SSC) and fluorescently-labelled monoclonal antibodies that bind on specific cell structures. T-cell non-Hodgkin lymphoma is a malignant lymphoproliferative disorder. The spectrum of the disease ranges from undifferentiated T-cell precursor lymphoblastic forms to mature forms. In T-cell non-Hodgkin lymphoma diagnosis, the flow cytometric process is used to get information about the disease’s stage, treatment and prognosis. The classification of malignant cells is determined by reference to specific intracellular or cell surface structures. T-cell lineage markers such as CD3, CD5 and CD7 are used specifically for the T-lymphoblastic lymphoma (T-LBL). The differentiation stage can be recorded with maturation markers like CD10, HLA-DR and TdT. Additional information about the malignant cell population can be found with other T-cell antigens, such as CD1a, CD2, CD4 and CD8. The work focuses on the surface protein CD99 and asks if it is possible to use CD99 in combination with other markers for the detection of T-NHL cells in childhood. According to the literature, CD99 is a useful marker for diagnosis of T-NHL, as it has been shown that this molecule is expressed at higher levels on the malignant cell population than in physiological cells. There have only been a few studies dealing with this issue: it is, therefore, essential to gain further knowledge about these markers, in order to be able to draw conclusions about the relevance of CD99.