Titelaufnahme

Titel
Enterovirale Situation in Österreich
Weitere Titel
Enteroviral situation in Austria
AutorInnenHerold, Stefanie
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Enterovirus / Poliovirus / Poliomyelitis-Eradikationsprogramm / Acute Flaccid Paralysis / Enterovirusüberwachung
Schlagwörter (EN)enterovirus / poliovirus / polio eradication initiative / acute flaccid paralysis / enterovirus surveillance
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit Enteroviren, den verschiedenen Krankheitbildern, die sie verursachen, deren Bedeutung in Österreich im Vergleich zur globalen epidemiologischen Situation und ausgewählten Nachweisverfahren. Die Virusgattung Enterovirus umfasst eine große Anzahl an Serotypen, welche eine Reihe unterschiedlicher Erkrankungen hervorrufen. Daher gibt diese Arbeit einen Überblick über die humanpathogenen Vertreter der Enteroviren, die klinischen Erscheinungsbilder, die sie verursachen und gibt einen Einblick in die Pathogenese. Da das schwerste durch Enteroviren verursachte Krankheitsbild die Poliomyelitis ist, wird auf das Poliomyelitis-Eradikationsprogramm der WHO Bezug genommen. Trotz der Zertifizierung Europas als poliofrei besteht für Österreich die Gefahr einer Einschleppung, weshalb die Vorgaben des WHO-Polioeradikationsprogrammes flächendeckend erfüllt werden sollten. Die Identifikation von Enteroviren ist von großer Bedeutung, um Polioviren von Nonpolio-Enteroviren zu unterscheiden, um Enteroviren bestimmten Krankheiten zuordnen zu können, neue Enteroviren zu erkennen und zu identifizieren und eine epidemiologische Überwachung zu gewährleisten. Da kulturelle Verfahren arbeitsintensiv sind und einige Wochen bis zur Diagnosestellung vergehen, wurde in den letzten Jahren im Bereich der Molekularbiologie an der Entwicklung schnellerer Nachweisverfahren gearbeitet. Mit der Verwendung von molekularbiologischen Nachweisverfahren besteht nicht nur die Möglichkeit Enterovirus-Infektionen schnell und exakt zu diagnostizieren, sondern es wird dadurch den Patienten und Patientinnen eine möglichst adäquate Therapie gewährleistet. Molekularbiologische Methoden wurden zu einem unverzichtbaren Instrument im Rahmen epidemiologischer Forschung mit dem Ziel der weltweiten Eliminierung dieser Krankheitserreger.

Zusammenfassung (Englisch)

This bachelor thesis deals with enteroviruses, the diseases caused by enteroviruses, their relevance in Austria in comparison to the global epidemiological situation and selected detection methods. This virus genus includes a large number of serotypes, which cause a number of different diseases. Therefore this thesis gives an overview of the human pathogenic enteroviruses and the clinical manifestations and gives an insight into the pathogenesis. Since poliomyelitis is the most serious disease caused by enteroviruses, the Global Polio Eradication Initiative will be discussed. Despite of the certification of Europe as polio-free there is still a risk for Austria of introduction of polioviruses, therefore the guidelines of the WHO Polio Eradication Initiative should be fulfilled nationwide. The identification of enterovirus serotypes is important to differentiate polioviruses from nonpolio-enteroviruses, to study the association of enterovirus types with certain diseases, to identify newer enteroviruses and for epidemiological surveillance. Since conventional methods are labor-intensive and time-consuming, more rapid methods have been developed in the molecular biology sector. With the use of molecular detection methods it is possible to diagnose enterovirus infections rapid and accurately, to assure patients an adequate treatment. Molecular biological methods have become an indispensable tool in epidemiological research with the goal of global elimination of these pathogens.

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