Titelaufnahme

Titel
S.O.S. Karlsplatz… Sauberkeit und Ordnung ist Sicherheit?!
Weitere Titel
S.O.S Karlsplatz... Cleanliness and Order is Security?!
VerfasserArhant, Yann
Betreuer / BetreuerinDiebäcker, Marc
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuli 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Sicherheitspolitik / Aufsuchende Soziale Arbeit / Karlsplatz / Sicherheitsstaat
Schlagwörter (EN)Security Policey / Streetwork / Karlsplatz / Law and Order State
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den gesellschaftlichen Entwicklungen und den veränderten Bedingungen für Soziale Kontrolle. Es zeigt sich das der Wohlfahrtsstaat weitgehend durch einen neuen kontrollierenden und strafenden Staat abgelöst wurde. Soziale Probleme werden zunehmend nicht mehr durch gesellschaftliche Lösungsstrategien bearbeitet, sondern in die Verantwortung der einzelnen Individuen gelegt. Damit einher geht, dass marginalisierte Personen zunehmend selbst für ihre Situation verantwortlich gemacht werden und damit ausschließende Praktiken legitimiert werden können. Für den städtischen Raum bedeutet dies einen Ausschluss von Randgruppen aus Orten die einen hohen symbolischen und ökonomischen Wert haben. Die Anwesenheit in diesen Räumen reicht dabei meist schon aus um als störend zu gelten. Legitimiert wird dies durch das subjektive gestörte Sicherheitsgefühl von „normalen“ Nutzer_innen des städtischen Raumes. Der Zweck solcher Maßnahmen ist ein anderer. Er dient der Verwertung des Raumes für ökonomische Interessen und um sich im internationalen Standortwettbewerb zu positionieren. Für die Politik bedeutet die Umsetzung von sicherheitspolitischen Maßnahmen die Demonstration eigener Handlungsstärke. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Diskurs auch schon in Österreich angekommen ist. Dies soll exemplarisch am Beispiel des Wiener Karlsplatz dargelegt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The following paper deals with societal transformations and changing conditions for social control. It becomes evident that the welfare state is gradually replaced by a new controlling and punitive state. Social problems are not dealt with societal solutions anymore, responsibility is put in the hands of each individual. As a result, marginalized people are made responsible for their own situation and exclusionary practices are being legitimized. In the cities, disadvantaged groups are excluded from sybolically and economically important spaces. Their mere presence is regarded as disruptive, which is further legitimized by the feeling of a lack of safety for 'normal' users of these spaces. Conversely, such measures are being taken to make use of these spaces economically, and to improve their international competiveness. Politically, security measures are being taken, leading to a demonstration of their own power and control. By using the Wiener Karlsplatz as an example, this paper shows how these strategies are visible in Austria.