Titelaufnahme

Titel
Ernährungssicherheit statt Hungerkrisen. Eine Analyse von Perspektiven und Konzepten zu den Themen Hungersnot, Hungerkrise und Ernährungssicherheit
Weitere Titel
Food security instead of food crisis! - An analysis of perspectives and concepts on the subject famine and food security.
VerfasserMeidl, Christina
Betreuer / BetreuerinKlawatsch-Treitl, Eva
Erschienen2013
Datum der AbgabeApril 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ernährungssicherheit / Hungerkrisen / Hungersnot / Ernährungssouveränität
Schlagwörter (EN)Food Security / Famine / Food Sovereignty
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage nach Ernährungssicherheit und Hungerkrisen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Analyse von Perspektiven zu den Themen Hungersnot, Hungerkrisen und Ernährungssicherheit gelegt. Anhand ausgewählter Theorien und Beispielen wird das komplexe System der Welternährung dargestellt. Das herrschende Ernährungs- und Pro-duktionssystem ist geprägt vom global dominierenden Neoliberalismus und kapitalistischen Wirt-schaftsweisen. ProduzentInnen, VerbraucherInnen, Konzerne, wirtschaftliche und politische Kräfte stehen in hegemonialen Abhängigkeits- und Machtverhältnissen zueinander. Institutionen wie die Weltbank, der Internationale Währungsfond (IWF) und die Welthandelsorganisation handeln weit-gehend im Interesse von Konzernen und Industrieländern und perpetuieren damit den Hunger. Kleinere AkteurInnen, die in dem Feld der Ernährungssicherung tätig sind, wie La Via Campesina, FIAN und andere NGOs fordern vermehrt das Recht auf Nahrung, Ernährungssouveränität, Selbstbestimmtheit und Autonomie. Divergierende Ansichten der AkteurInnen bestehen bezüglich der Umsetzung des Rechts auf Nahrung zur Hungerbekämpfung, der vorherrschenden Makroöko-nomie und der globalen Politik, dem konventionellen Agrarindustriemodell und alternativen, biologischen Produktionsweisen. GlobalisierungskritikerInnen fordern das Primat der Politik über die Wirtschaft, die Demokratisierung und Re-Politisierung der Lebensmittelproduktion und Ernährungsmuster. Im speziellen werden dazu das Konzept der Ernährungssouveränität und der Livelihood- Ansatz analysiert, die alternative Lösungsstrategien zu Hunger- und Ernährungskrisen bieten.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper deals with the issue of food safety and hunger crises. In particular, strategies regarding famine and food security are analyzed. Based on selected theories and examples the complex system of global food is illustrated. The prevailing nutritional and production system is character-ized by globally dominant neo-liberalism and capitalist ways. Producers, consumers, corporations, economic and political forces relate to each other within hegemonic dependency and power rela-tions. Institutions such as the World Bank, the International Monetary Fund (IMF) and the World Trade Organizations largely act in the interest of corporations and industrialized countries perpetu-ating the hunger. Smaller actors who are active in the field of food security namely La Via Campesina, FIAN und other NGOs are increasingly demanding the right to nutriment, food sover-eignty, self-determination and autonomy. There exist divergent views of the actors regarding the implementation of the right to food to combat hunger, the prevailing macroeconomic and global politics, the conventional agribusiness model and alternative, biological production methods. Critics of the globalization movement demand the primacy of politics over the economy, democratization and the re-politicization of the food production and dietary patterns. In particular the concept of food sovereignty and the Livelihood approach, which both address alternative strategies to hunger and food crises, are introduced and further analyzed.