Titelaufnahme

Titel
Jung, männlich, gewalttätig - Migrant, eh klar!?
Weitere Titel
young, male, violent - certainly migrant!?
VerfasserPetschmann-Toumi, Waltraud
GutachterCoulin-Kuglitsch, Johanna
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuli 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Migrant / Gewalt / Jugend / Aggression / Vorurteile / Diskriminierung / Armut / Bildung
Schlagwörter (EN)migrant / violence / youth / aggression / prejudice / discrimination / poverty / education
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Junge Migranten sind eine sehr heterogene Gruppe der österreichischen Bevölkerung. In der

öffentlichen Meinung werden sie oft anpassungsunwillig und unmotiviert aber dafür

gewalttätig dargestellt. Es gibt diesbezüglich keine eindeutigen Zahlen. Wahr ist, dass

Migranten eine höhere Kriminalitätsrate aufweisen. Was sicherlich nicht stimmt ist die

Behauptung, dass alle Menschen eines Landes gewalttätiger als die eines anderen sind. In

der diesbezüglichen Argumentation fehlt die Berücksichtigung der Lebensumstände. Gewalt

zeigt sich auf verschiedene Arten, körperlich oder psychisch, oder beides. In jedem Fall liegt

die Wurzel des Übels in einem Schmerz, verursacht durch die persönliche Biographie,

Gesetze, Behörden, Medien oder die Gesellschaft selbst. Um Gewalttaten verhindern zu

können, ist es nötig die Hintergründe und Ursachen der Gewalt auf den Grund zu gehen, da

andernfalls nur die Symptome nicht, aber das wahre Über bekämpft werden kann.

Schlüsselwörter: Migrant, Gewalt, Jugend, Aggression, Vorurteile, Diskriminierung, Armut,

Bildung

Zusammenfassung (Englisch)

Young migrants form a highly hetereogenous part of the Austrian Population. In the public

opinion they are often said not to be willing to adapt, not to be motivated to learn, but to be

viiolent. The numbers are not clear, due to statistical matters. True is, that migrants show a

higher rate of deviant behaviour. What is certainly untrue is the myth that some people or

nations, collectively, are more violent than others. What is missing in that kind of

argumentation is the consideration of life circumstances. Violence shows different faces,

physical or psychological, or even both. And it is rooted in a sort of pain, which, in many

cases, is generated by personal biography, by laws, authorities, medias or society itself. In

order to prevent violent acts, it is necessary to detect the backgrounds, the source of it.

Otherwise the struggle against violence will remain but a treatment of symptoms instead of

the evil.

Keywords: migrant, violence, youth, aggression, prejudice, discrimination, poverty, education