Titelaufnahme

Titel
I want to break free - Die Spirale aus Gewalt, Trauma und Abhängigkeit
Weitere Titel
I want to break free - The spiral of violence, trauma and addiction
VerfasserSperl-Wegerth, Sabine
GutachterPfeisinger-Riedl, Angelika
Erschienen2012
Datum der AbgabeApril 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Substanzabhängigkeit / Gewalt / Trauma / Abhängigkeit / Resilienz / Illegale Substanzen / Drogen / Offene Drogenstraßenszene / Retraumatisierung
Schlagwörter (EN)substance addiction / violence / trauma / addiction / resilience / illegal substances / drugs / open drug scene / re-traumatization
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen dieser Bachelor-Arbeit werden die Zusammenhänge zwischen der Traumatisierung durch Gewalterfahrungen in Kindheit und Jugend, und der Entstehung einer Abhängigkeit von illegalen Substanzen beleuchtet. Die Zielgruppe der Betrachtung sind Menschen, die von illegalen Substanzen abhängig sind, sich hauptsächlich in der Drogenstraßenszene aufhalten und vorwiegend problematische Konsummuster aufweisen. Es soll aufgezeigt werden, dass die Betroffenen in der Vergangenheit häufig mit Gewalterfahrungen konfrontiert waren und dass es im Verlauf der Substanzabhängigkeit zu weiteren traumatischen Ereignissen kommen kann, die zu einer Retraumatisierung und damit zur Entstehung eines Teufelskreises aus Gewalt – Trauma – Substanzabhängigkeit führen können.

Besonderes Augenmerk wird auf die Auswirkungen von Traumata auf die persönliche Entwicklung der Betroffenen gelegt, um daraus Schlüsse auf die Entstehung der Abhängigkeit ziehen zu können. Neben einer Darstellung der Problemlagen der Zielgruppe erfolgt eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Thesen, die erklären können, warum traumatisierte Menschen verstärkt gefährdet sind, eine Substanzabhängigkeit zu entwickeln. Es werden mögliche Quellen von Gewalt im Zuge der Abhängigkeit aufgezeigt, wobei szeneinterne Gewalt, Prostitution, Kriminalität und Haft, aber auch strukturelle Gewalt näher betrachtet werden.

Abschließend wird erläutert, welche Anforderungen an die Sozialarbeit sich aus den gewonnenen Erkenntnissen ergeben, und wie SozialarbeiterInnen betroffene KlientInnen wirkungsvoll unterstützen können.

Die Arbeit beruht auf Recherche aus Fachliteratur sowie auf Erkenntnissen aus wissenschaftlichen Studien und Forschungsberichten.

Zusammenfassung (Englisch)

This bachelor´s thesis examines the coherence between traumatic experiences of violence during childhood and adolescence and the development of illegal substance addictions. The paper targets persons addicted to illegal substances with prevalent problematic drug use patterns who mainly stay in open drug scenes. It is to be shown that the persons concerned were faced with multiple experiences of violence in their past and that, in the course of their substance addiction, further traumatic events may occur which can lead to the emergence of a vicious circle of violence – trauma – substance addiction.

Particular attention is paid to the impact of traumata on personality development in order to be able to draw conclusions for the formation of an addiction. In addition to describing the problems of the target group, various theses are being discussed which explain why traumatized persons are at increased risk of developing an addiction. Possible sources of violence connected to substance dependency are pointed out and a closer look is cast at violence within the drug scene, prostitution, delinquency and detention, and also structural violence.

Finally, requirements for social work resulting from the insights gained are being discussed and it is explored how social workers can effectively support clients concerned.

The paper is based on research of relevant specialist literature as well as insights gained from scientific studies and research reports.