Titelaufnahme

Titel
„Lustig ist das Zigeunerleben…“?! : Dimensionen des Antiziganismus und die Bedeutung für die Soziale Arbeit
Weitere Titel
"Merrily the Gypsy Dances..."?! Dimentions of Antiziganism and the Relevance for Social Work
VerfasserStiglechner, Leonore
Betreuer / BetreuerinStoik, Christoph
Erschienen2012
Datum der AbgabeApril 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Antiziganismus / Roma und Sinti / Rassismus / Stereotypisierung / Sozialer Ausschluss
Schlagwörter (EN)Antiziganism / Romani people / racism / stereotyping / social exclusion
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Antiziganismus. Zunächst wird ein histo-rischer Abriss nachgezeichnet, der zeigt, wie Roma und Sinti seit Ende des 15. Jahrhunderts kontinuierlichen Ressentiments durch die Mehrheitsgesellschaft ausgesetzt sind. Diese er-reichten im Nationalsozialismus ihren Höhepunkt, sind jedoch nach wie vor allgegenwärtig.

Antiziganismus ist ein Geflecht aus Vorurteilen und Stereotypen gegen als „Zigeuner“ wahr-genommene Menschen, das von einer grundsätzlichen Andersartigkeit derselben ausgeht. Themen, wie Ethnie, Ethnisierung und Ethnizität spielen daher eine ebenso wichtige Rolle wie Rassismus und Stereotypisierung. Antiziganismus führt zu Kriminalisierung, Stigmatisierung und zu sozialem Ausschluss und hat daher massive Auswirkungen auf seine AdressatInnen.

Antiziganismus ist aus mehreren Gründen ein Thema mit dem sich die Soziale Arbeit ausei-nandersetzen muss. Ihre Professionsgeschichte eng mit dieser Thematik verwoben, weil sie immer wieder an Ausschlussmechanismen von Roma und Sinti beteiligt war. Außerdem muss sie als Profession die mit Menschen arbeitet, denen der Zugang zu gesellschaftlicher Partizipation verwehrt ist, Mechanismen, Prozesse und Strukturen analysieren, welche dies verursachen.

Zusammenfassung (Englisch)

The bachelor thesis exposes the issue of antiziganism. At first, a historical outline is traced showing how the Romani people have been exposed since the end of the 15th Century to continuing resentment by mainstream society. This climaxed during National Socialism but continues to exist.

Antiziganism is a web of prejudices and stereotypes against people perceived as "gypsies". It acts upon the assumption, that they are fundamentally different. Issues such as ethnic group, ethnicity and ethnicization therefore play as important a role so as racism and stereotyping do. Antiziganism leads to criminalization, stigmatization and social exclusion and therefore has massive impacts on Romani people.

Antiziganism is a relevant topic for social work. The profession's history is closely intertwined with the issue of antiziganism because it was repeatedly involved in mechanisms of exclusion of Romani people. As a profession which deals with people whose access to social par-ticipation is denied, it has to analyze mechanisms, processes and structures which cause such situations.