Titelaufnahme

Titel
WI-DER-STAND?! : oder: Welches Selbstverständnis hat die Soziale Arbeit in Bezug auf ihr politisches Mandat?
Weitere Titel
RESISTANCE?! Or: How does social work perceive itself in terms of its political mandate?
VerfasserDrexler, Clara
Betreuer / BetreuerinStoik, Christoph
Erschienen2012
Datum der AbgabeMärz 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)politisch / Soziale Arbeit / Doppel-Mandat / Mehrfach-Mandat / Profession
Schlagwörter (EN)political / social work / mandate / profession
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Soziale Arbeit bewegt sich aufgrund struktureller Gegebenheiten seit jeher im Spannungsfeld individuell sichtbar gewordenen Leids einerseits und ordnungspolitischer Vereinnahmung durch den Staat andererseits. Angesichts neoliberaler Wirtschaftslogik, welcher auch der Sektor sozialer Dienstleistungen unterliegt, sieht sie sich außerdem einem immer größer werdenden Druck ausgesetzt, auf dem von (teils privater) Konkurrenz umworbenen Markt zu überleben. In Anbetracht dieser Rahmenbedingungen stellt sich die Frage, welches Selbstverständnis die Soziale Arbeit in Bezug auf ihr politisches Mandat hat.

Sowohl die Berufsverbände, wie auch die analysierten professionstheoretischen Konzepte, weisen im Allgemeinen einen hohen politischen – sprich gesellschaftsverändernden – Anspruch auf. Genauer betrachtet wird aber deutlich, dass aufgrund der Funktion, welche der Sozialen Arbeit im modernen Wohlfahrtsstaat zugewiesen ist, das Wahrnehmen eines solchen Mandats nicht möglich ist – außer der Samen für ein solches Berufs-Verständnis würde schon in den Ausbildungsstätten für Soziale Arbeit gesät.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to structural circumstances, social work has always found itself between the two poles of individually visible suffering, on the one hand, and regulatory assimilation by the state, on the other. In the light of neoliberal economic logic, to which the social services sector is also subject, it also finds itself under ever-growing pressure to survive in a market wooed by (sometimes private) competitors. In view of these conditions, the question is how social work perceives itself with reference to its political mandate.

Both the professional associations and the theory of profession concepts analysed generally betoken strong political aspirations, i.e. the aim of changing society. Under closer observation, however, it becomes clear that due to the function allocated to social work in the modern welfare state it is not possible for it to fulfil such a mandate – except the seed for such a professional understanding would be sown in the educational institutions for social work.