Titelaufnahme

Titel
Umbau eines denkmalgeschützten Wohnhauses anhand des Beispiels Arsenal Objekt 12
Weitere Titel
The conversion of a monument listed for preservation, based on the example of the 12th residential unit of the Wiener Arsenal
AutorInnenEnz, Miriam
GutachterSchermann, Wilfried M.
Erschienen2012
Datum der AbgabeNovember 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Denkmalschutz / Bundesdenkmalamt / Wiener Arsenal / Dachgeschoßausbau / Gewölbedecke / Tramdecke
Schlagwörter (EN)monument protection / Federal Office for Monument Protection / Wiener Arsenal / attic extension / arched ceiling / timbered ceiling
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Umbau eines denkmalgeschützten Wohnhauses anhand des Beispiels Arsenal Objekt 12

Ein Denkmal ist ein schützenswertes Gut von historischer, künstlerischer oder kultureller Bedeutung. Es repräsentiert die Geschichte unseres Landes. Denkmalschutz hat den Zweck Denkmale zu erhalten und vor Zerstörung zu schützen. In Österreich ist Denkmalschutz Bundessache und wird vom Bundesdenkmalamt durchgeführt.

Das Wiener Arsenal wurde nach Ende der Märzrevolution 1848 von den berühmtesten Architekten der damaligen Zeit errichtet und war Teil des Festungsdreiecks, bestehend aus Rossauer Kaserne, Franz-Joseph-Kaserne und dem Arsenal. Der Arsenalkomplex wurde als Waffenlager und Produktionsstätte errichtet und über die Jahre laufend ausgebaut. Trotz der Bombardements während des 2. Weltkrieges, ist der Großteil des historischen Kerns erhalten.

Seit den 1950er Jahren wird das Arsenal für Wohnzwecke genutzt. Heute zählt es zu den größten städtebaulich geschlossenen Gebieten Wiens und wird von rund 1200 Personen bewohnt. Mit dem Verkauf einiger Bundesimmobilien durch die Bundesimmobiliengesellschaft, kurz BIG, im Jahr 2003, gelangte das Arsenal in Privatbesitz.

Ein Großteil dieser Arbeit beschäftigt sich mit dem Dachgeschoßausbau im Objekt 12. Das Projekt umfasst die Erweiterung des denkmalgeschützten Gebäudes um 2 Geschoße, wobei 31 Wohnungen entstehen. Durch die Einhaltung des Denkmalschutzes und laufende Schadensfälle wurden die Ausbauarbeiten erschwert, beziehungsweise verzögert.

Doch das Projekt stößt auf große Gegenwehr. Der Großteil der Bewohner des Arsenals spricht sich gegen den Dachgeschoßausbau aus. Fraglich ist, warum das Bundesdenkmalamt den Umbau eines Gebäudes von historischer Bedeutung zugelassen hat. Die Notwendigkeit der Wohnraumschaffung ist jedenfalls, durch die bevorstehende Stadtentwicklung im angrenzenden Südbahnhofareal, nicht gegeben. Des Weiteren erweckt es den Anschein, dass es sich um ein rein profitorientiertes Projekt handelt, da kaum jemand einen Nutzen daraus trägt.

Zusammenfassung (Englisch)

The conversion of a monument listed for preservation, based on the example of the 12th residential unit of the Wiener Arsenal

A monument is a property with not only a historical, but also with an artistic and cultural meaning, therefore it has to be protected. The purpose of monument protection is to preserve the properties and prevent their destruction. In Austria, a federal office is in charge of monument protection.

The Wiener Arsenal was built after the Marchrevolution in 1848 as a part of the viennese fortress triangle by the most famous architects of that time. The triangle consisted of the Rossauer Kaserne and the Franz-Joseph-Kaserne. Originally the Arsenal complex was used as a weapons storage and production site. Over the following years the Arsenal was gradually built up and although during the World War ll it was bombed, its historical core remained preserved.

Since the 1950s the Arsenal has been used for residential purposes. Presently it is one of the biggest urban closed areas in Vienna with approximately 1200 inhabitants. In 2003 the BIG (BundesImmobilienGesellschaft – Federal real estate company) sold it, hence the Arsenal is today completely privately owned.

An important part of this thesis deals with the conversion of the Arsenal’s 12th residential complex´s top floor. The project comprises the two floor extension of the listed building, which generates 31 more flats. The construction works were complicated by monument protection regulations and collateral damage events.

However the project meets with resistance. Most actual Arsenal residents oppose against the top floor conversion. It is questionable why the Federal Office for Monument Protection authorized the extension project in the first place. Urban development on the bordering Südbahnhof area cannot be a reason for this authorization, as there is no urgent need for creating new residential property in this city area. As there is barely somebody who benefits from the Arsenal conversion, it is seemingly a profit-oriented project.