Titelaufnahme

Titel
Der Vergleich von Normalbetonen und Betonen mit SLAGSTAR als Bindemittel
Weitere Titel
The Comparison of standard concrete and concrete with SLAGSTAR as a binder
VerfasserGreimel, Michael
GutachterPotucek, Walter
Erschienen2012
Datum der AbgabeNovember 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Beton / geringe CO2-Emissionen / geringe Wärmeentwicklung / hohe Endfestigkeit / Global Cement Award / hohe Sulfatbeständigkeit / hoher Säurewiderstand / Hüttensand / Niederösterreichischer Innovationspreis / ÖkoBeton / Ökologie / Ökonomie / ÖNORM B 4710-1 / ÖNORM EN 197-1 / Schlacke / Slagstar / Slagstar 42 / 5 N C3A-frei / Sulfathüttenzement / Zement
Schlagwörter (EN)concrete / reduced environmental impact / low hydration heat / high ultimate strength / Global Cement Award / high sulphate resistance / increased acid resistance / granulated slag / Niederösterreichischer Innovationspreis / ecological concrete / ecology / economy / ÖNORM B 4710-1 / ÖNORM EN 197-1 / slag / Slagstar / Slagstar 42 / 5 N C3A-frei / sulphate slag cement / cement
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich zweier verschiedener Baustoffe, welche dem gleichen Zweck dienen. Zum einen mit konventionellem Zement bzw. Beton und zum anderen mit dem Bindemittel Slagstar 42,5 N C3A-frei und dem ÖkoBeton, welcher mit Slagstar erzeugt wird.

Slagstar wurde von der Firma Wopfinger Baustoffindustrie GmbH im Jahr 2003 am öster-reichischen und später am weltweiten Markt erfolgreich eingeführt. Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich Slagstar in der Wirtschaft und ist heutzutage aus der Baubranche nicht mehr wegzudenken. Dies hat mehrere Gründe. Der Spezialzement Slagstar hat aufgrund seiner besonderen Eigenschaften viele Vorteile gegenüber herkömmlichem Zement. Er überzeugt durch besonders hohe Endfestigkeit, geringe Hydratationswärme bzw. Wär-meentwicklung, erhöhten Säurewiderstand, höchste Sulfatbeständigkeit und trägt zu einer wesentlichen Verringerung der Umweltbelastungen bei. Slagstar besteht zum größten Teil aus Hüttensand, einem Nebenprodukt der Roheisenerzeugung. Somit fallen im Gegensatz zu normalem Zement viele Arbeitsschritte weg, welche den hohen CO2-Ausstoß verursachen.

Aufgrund der hohen CO2-Vermeidung und der besonderen Eigenschaften wurde Slagstar bereits mehrmals ausgezeichnet. Einmal bekam er den Global Cement Award und einmal den Niederösterreichischen Innovationspreis. Slagstar trägt außerdem das IBO-Gütezeichen, was ihn zu einem Produkt macht, welches geprüft wurde und ohne Beden-ken verwendet werden kann.

Beide Baustoffe wurden mehrmals miteinander verglichen, und in Bezug auf die Verar-beitbarkeit konnten einige interessante Merkmale festgestellt werden. Die Verarbeitung von Slagstar funktioniert im Sommer tadellos, sogar noch besser als bei herkömmlichem Zement, während er im Winter nicht optimal eingesetzt werden kann. Auch der hohe Preis von Slagstar, egal ob in Säcken oder lose, schreckt viele vom Kauf ab. Er ist im Durchschnitt um 20 % teurer als handelsüblicher Zement. Auf Kleinbaustellen findet er aufgrund seines hohen Preises auch keine optimale Nutzung. Hier sprechen nur die be-sonderen Eigenschaften für ihn.

Slagstar ist vielseitig einsetzbar, er hat bereits jetzt weitreichende Referenzen, die vom Gebrauch überzeugen. Egal ob als Weiße Wanne, als Biogasanlage, als hochfester & Hochleistungsbeton oder für Bohrpfähle und Schlitzwände, es gibt keinen Einsatzbereich für welchen Slagstar nicht geeignet wäre.

Slagstar hat neben seinen betontechnischen Vorteilen auch Vorteile in Bezug auf Ökologie und Ökonomie. Der ÖkoBeton bedeutet für die Umwelt eine Verbesserung, da Slagstar weit weniger CO2-Emissionen während der Herstellung verursacht als herkömmlicher Zement.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Schonung der fossilen Brennstoffe und der natürlichen Rohstoffe.

Der wichtigste Punkt ist allerdings, dass Slagstar bzw. Slagstar ÖkoBeton genau wie her-kömmlicher Zement bzw. Beton laut ÖNORM EN 197-1 und ÖNORM B 4710-1 verwen-det werden kann. Der Vergleich hat also ergeben, dass Slagstar Portlandzement um nichts nachsteht und seine Berechtigung in der Bauwelt hat.

Zusammenfassung (Englisch)

These thesis aims to find out the differences between two building materials. Both mate-rials are used in the same way. The first material is cement or standard concrete and the second is cement called “Slagstar 42,5 N C3A-frei” and concrete called “ÖkoBeton” which is obtained with Slagstar.

Slagstar was invented and is produced by a company called “Wopfinger Baustoffindustrie GmbH” and was first successfully introduced on the Austrian market in 2003. After a few years Slagstar was also present on the worldwide building material market and in the building business. Slagstar is a special kind of cement and due to its properties it has a lot of benefits.

Slagstar is a byproduct of the pig iron production and thus the major invention was not regarding it as a byproduct but using it as a proper ecological building material instead.

The benefits of Slagstar are: high ultimate strength, low hydration heat, increased acid resistance, high sulphate resistance and reduced environmental impact. Slagstar largely consists of slag which is the byproduct of pig iron production. Therefore a lot of production steps can be omitted, which are required for the manufacture of conventional cement and cause high CO2-emissions.

Due to the considerable CO2-reduction and its benefits compared to conventional cement, Slagstar has received a few awards. One of the awards was the Global Cement Awards and another was the “Niederösterreichischer Innovationspreis”. Slagstar also has the IBO quality Mark which designates safe products of high quality.

Both materials were compared a few times, and with respect to the processability some interesting features were revealed. The workability of Slagstar in summer is flawless – even better than with conventional cement. In winter Slagstar cannot be used optimally because of the low hydration heat. Another disadvantage is the high price which prevents many from buying. Slagstar is approximately about 20% more expensive than conven-tional cement. On small construction sites there is also no optimal use due to its high price. In this respect only its special properties speak for Slagstar.

Slagstar is versatile in its application and even though it is so new, it has extensive con-vincing references. Whether you use it for a white tank, for a biogas plant, for high-strength & high performance concrete or for bored piles and diaphragm walls, there is no field of application Slagstar would not be appropriate for.

In addition, Slagstar also has advantages in terms of ecology and economy. The produc-tion of “ÖkoBeton” means an improvement to the environmental because it produces far fewer CO2-emissoins during production than conventional cement.

Another very important point is the conservation of fossil fuels and natural resources

The most important issue is that Slagstar or “ÖkoBeton” can be used in the same way as conventional cement or concrete according to ÖNORM EN 197-1 and ÖNORM B 4710-1.

The result of the comparison has thus shown that Slagstar is almost equal to Portland cement and has its place in the construction industry.

In future we will hear much more about Slagstar because the tendency is going more towards ecological and sustainable buildings.