Titelaufnahme

Titel
Anerkennung von Berufen und Fachkenntnissen sowie grenzüberschreitender Einsatz von Maschinen und Geräten im Bauwesen innerhalb der Europäischen Union
Weitere Titel
Acknowledgement of professions and expertise within the European Union as well as transnational employment of machinery in the building industry
VerfasserTemmel, Daniela
GutachterPestal, Johannes
Erschienen2012
Datum der AbgabeNovember 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Anerkennungsrichtlinie / Arbeitssicherheit / Bauunternehmen / CE-Kennzeichen / Dienstleistungsrichtlinie / Fachkenntnisse / Maschinen / Maschinenrichtlinie / Reglementierter Beruf / Sicherheits- und Gesundheitsschutz
Schlagwörter (EN)Directive on the Recognition of Professional Qualification / Safety at work / Contractor / CE marking / Service Directive / Knowledge / Construction equipment / Machinery Directive / Regulated profession / Occupational Safety and Health
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Anerkennung von Berufen und Fachkenntnissen sowie

grenzüberschreitender Einsatz von Maschinen und

Geräten im Bauwesen innerhalb der EU

Das Baugewerbe, als eines der größten Wirtschaftssektoren in der Europäischen Union, weist eine hohe Unfallrate auf und gilt daher als besonders gefährdet im Hinblick auf den Gesundheits- und Sicherheitsschutz von Arbeitskräften. Zudem verstärkten viele Bauunternehmen seit dem Beitritt zur europäischen Union ihre Tätigkeiten im europäischen Raum und operieren grenzüberschreitend. Unterschiedlich hohe Niveaus in der Arbeitssicherheit und uneinheitliche Bestimmungen in den Mitgliedsstaaten erschweren dies jedoch. Bauunternehmen haben beim Erbringen einer Leistung in einem fremden Staat selten Rechtssicherheit. Beim Einsatz von Arbeitskräften im Ausland herrschen große Unsicherheiten, ob die erworbenen Fachkenntnisse auch in fremden Staaten ausreichen. Dasselbe Problem ergibt sich mit Maschinen und Baugeräten, die in den EU-Staaten unterschiedlichen Benutzungsvorschriften unterliegen können.

Zuerst werden aktuelle Unfallstatistiken analysiert, die besonders gefährdete Tätigkeiten erkennen lassen.

Der Hauptteil der Arbeit erläutert relevante europäische Richtlinien und ihre Umsetzung in nationales Recht. Bei grenzüberschreitender Tätigkeit kommen vorwiegend die Dienstleistungsrichtlinie, Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikation und die Maschinenrichtlinie zur Anwendung. Darüber hinaus war es notwendig mit nationalen und internationalen Behörden und Interessensvertretungen Kontakt aufzunehmen, um detailliertere Informationen zu erhalten. Aber auch hier waren die Unsicherheiten bedingt durch mangelnde Transparenz ersichtlich. Im Rahmen dieser Arbeit konnte festgestellt werden, dass gemeinschaftliche Bestimmungen bereits Vereinfachungen gebracht haben, es aber dennoch zu viele Hürden für Bauunternehmen gibt. Aufwändige Recherchen haben ergeben, dass die Praxis in den Mitgliedsstaaten, die speziell den Gesundheits- und Arbeitsschutz betrifft, sehr stark variiert und daher unbedingt mehr Transparenz geschaffen werden muss.

Eine Steigerung der Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten zur Vereinfachung der Verwaltung und Gesetzgebung hat in der Europäischen Kommission bereits oberste Priorität. Diese Thematik unterliegt einem starken Wandel, weshalb davon ausgegangen werden darf, dass in den kommenden Jahren seitens der Europäischen Union noch einige Neuerungen zum Vorteil der Unternehmen eingeführt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Acknowledgement of professions and expertise

within the European Union as well as

transnational employment of machinery in the building industry

The building sector is one of the biggest in the European Union, and more and more building companies operate transnationally. Distinct requirements in each EU member state make it difficult for companies to find out which provisions have to be applied when working in a foreign country. Especially the necessary professional qualification regarding occupational security and health of employees is a big issue, as the requirements and trainings are not at the same level in every country. The contractor often doesn’t know if the employee is adequately qualified to practice the profession in a certain member state if knowledge is acquired in another state. Furthermore, there is often unclear wheter machine should be used in another member state because there might be different demands on the use of work equipment. The main problem is that companies do not have legal certainty when providing a service in another member state.

On the one hand this thesis points out the difficulties and explains where companies can get help. On the other hand this paper should give an overview of procedures companies have to go through when providing their services in a foreign country.

First the accident statistics relating to construction department are analyzed and as a result the main risks are identified as well as areas where efforts should be increased.

The main focus is to get a close up of the relevant EU Directives. The implementation into national law is also analyzed in detail. Furthermore, it was necessary to contact national and international public authorities (particularly Points of Single Contact of the European Commission) and several offices for information. Moreover, a preview of the Europeans Commission’s work is given.

The research shows that a lot of work has been done to implement improvements in the past years but it is still rather burdensome for contractors to work transnationally. First and foremost professions which deal with occupational safety and health need to get regulated on the same level; the current provisions leave too many uncertainties. The procedures are too complex and this calls for more transparency in administration and legislation in the EU. Furthermore, a simplification should be aimed for; a first step would be more standardization within the European Union.