Titelaufnahme

Titel
Elektrostimulation zur Stressinkontinenzbehandlung nach radikaler Prostatektomie
Weitere Titel
Electrical stimulation as treatment for urinary stress incontinence after radical prostatectomy
VerfasserLaggner, Stefan
Betreuer / BetreuerinHuemer, Klemens
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)-Nicht erforderlich-
Schlagwörter (EN)-Nicht erforderlich-
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die Stress- bzw. Belastungsinkontinenz tritt mit einer Prävalenz zwischen 2% bis 47% direkt postoperativ bei Patienten nach radikaler Prostatektomie auf. Diese Problematik repräsentiert eine der gefürchtetsten, postoperativen Komplikationen mit starken Auswirkungen auf Lebensqualität und Teilhabe am sozialen Leben der betroffenen Männer. , Die physikalische Therapie – darunter insbesondere die Elektrostimulation - zählt zu einer der wichtigsten Säulen in der Therapie der urinalen Stressinkontinenz. Jedoch besteht bis dato nur sehr geringe Evidenz über die Effektivität der häufig verordneten Maßnahmen, was evidenzbasierte Behandlungsempfehlungen derzeit schwierig gestaltet.

Ziel und Design: Über die Sinnhaftigkeit des Einsatzes von Elektrostimulation in der Therapie der urinalen Stressinkontinenz nach radikaler Prostatektomie soll in dieser Bachelorarbeit mittels Literaturrecherche Aufschluss gegeben werden.

Methoden: Die Literaturrecherche erfolgte in den Datenbanken Pubmed, Science Direct und Google Scholar, sowie im Online-Katalog der Bibliothek der FH-Campus Wien und der Medizinischen Universität Wien. Zur Recherche wurden die Suchbegriffe „incontinence after prostatektomy“, „male stress incontinence“, „electric stimulation after prostatektomy“, „management for male incontinece“ und „pelvic floor rehabilitation for men“ herangezogen. Einschlusskriterien waren Studien, welche die Wirkung der Elektrostimulation auf Stressinkontinenz bei männlichen Patienten nach radikaler Prostatektomie untersuchen, die einen PEDRO-Scale-Wert von mindestens 5 Punkten aufweisen, die nach dem Jahr 2001 erstellt wurden, in den Sprachen Deutsch oder Englisch, mit Männern als Untersuchungsobjekten, in denen ein Fragebogen oder der PAD-Test in den Methoden verwendet wurde und mit Methodentransparenz hinsichtlich der Beschreibung von Zielen, Inter¬ventionen, Patienten und Ergebnissen

Ergebnisse: Moore et al. kamen zum Ergebnis, dass eine 12-wöchige Behandlung 8 Wochen nach radikaler Prostatektomie mit Elektrostimulation und Bio¬feedback zusätzlich zu Becken¬bodenübungen keine früheren Kontinenzraten erzielt.

Yamanashi et al. untersuchten die Effektivität von Elektrostimulation auf Patienten, die 1 Woche nach Katheterentfernung über die Dauer von einem Jahr behandelt wurden. Dabei fanden sie heraus, dass es signifikante Unterschiede in den Kontinenzraten nach 1, 3 und 6 Monaten im Vergleich zu einer Placebobehandlung gab, nicht jedoch nach 12 Monaten.

Weiters stellten sie fest, dass diese Patienten ihre Kontinenz signifikant schneller wiedererlangten, als nicht Behandelte.

Goode et al. entdeckten wiederum, dass ein 8-wöchiges Training mit Elektrostimulation und Biofeedback keine signifikant höhere, durchschnittliche, prozentuelle Reduktion an inkontinenten Episoden pro Woche auf eine urinale Inkontinenz, die länger als 1 Jahr persistiert, erzielt.

Sciarra et al. kamen zur Erkenntnis, dass ein 6-wöchiges Training 1 Woche nach Katheter¬entfernung mit Elektrostimulation und Biofeedback eine signifikante Reduktion des durchschnittlichen Gewichts des Harnverlusts während der Zeit von 4 Wochen bis 6 Monaten nach Studienbeginn erzielte. Außerdem konnte ein signifikanter Unterschied in kontinenten Patienten nach 6 Monaten zwischen den Behandlungsgruppen verzeichnet werden.

1Vgl. Buse et al. 2007 2007; S. 240

2Vgl. Chughtai & Sandhu 2011, S. 237

3Vgl. Simeit et al. 2010, S. 187

4Vgl. Chughtai & Sandhu 2011, S. 237

Zusammenfassung (Englisch)

-Nicht erforderlich-