Bibliographic Metadata

Title
Der Einfluss unterschiedlicher Geschwindigkeiten auf die Gangsymmetrie beim Gehen junger, gesunder ProbandInnen auf dem Laufband
Additional Titles
The influence of varied walking speed on gait symmetry in young able-bodied probands
AuthorRebhan, Victor
Thesis advisorWidhalm, Klaus
Published2012
Date of SubmissionJune 2012
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)-Nicht erforderlich-
Keywords (EN)-Nicht erforderlich-
Restriction-Information
 _
Classification
Abstract (German)

Das Gehen stellt die wichtigste Form der Fortbewegung dar und zählt wohl zu einer der bedeutendsten Aktivitäten des täglichen Lebens. Gehen ist wohl die alltäglichste Fähigkeit der Welt und wird daher oft als selbstverständlich aufgefasst. Doch welche enorme Bedeutung das Gehen für den Menschen hat, wird erst dann offensichtlich, wenn es aus verschiedensten Gründen nicht mehr wie bisher durchgeführt werden kann.

Gehen ist nicht ausschließlich die Aktivität der Beine, sondern stellt eine Antwort des gesamten Körpers auf Umgebung und Zweck dar. So gehen Menschen oft unterschiedlich, da es ständig zu Adaptionen des Gangs an gegebene Verhältnisse kommt.

Das physiologische menschliche Gangbild auf ebenem Untergrund stellt bei gesunden Personen einen konstanten Bewegungsablauf mit bedingter spatio-temporaler Variabilität dar und ist durch Symmetrie charakterisiert. Da jedoch eine Vielzahl an muskuloskeletalen Strukturen bei der Funktion Gehen mitwirken, kommt es bei Dysfunktionen dieser Strukturen zu einer Änderung des Gangbildes, die in erster Linie an den spatio-temporalen Parametern zu erkennen ist. Länger bestehende Veränderungen des Bewegungsablaufes kommen jedoch nicht nur durch Adaptieren der muskuloskeletalen Strukturen an die Funktion sondern auch durch Modulation neuromuskulärer Steuerungsprozesse zustande. Aufgrund der dadurch entstehenden abgeänderten bzw. asymmetrischen Bewegungsabläufe kann es wiederum zu pathologischen Veränderungen der muskuloskeletalen Strukturen kommen.

Es gibt insbesondere einen Faktor, der grundlegend enormen Einfluss auf alle Gangparameter nimmt: die Gehgeschwindigkeit (speed). Bei gesunden Personen ist gerade die Veränderung und Anpassung der Gehgeschwindigkeit – je nach momentanem Bedarf – eine notwendige Eigenschaft des täglichen Lebens. Diese Adaption geschieht sowohl durch Variation der Schrittlänge (step length bzw. stride length) als auch durch Adaptation der Anzahl der Schritte (cadence). Für diese Arbeit stellt sich nun die Frage, wie sich v.a. diese spatio-temporalen Parameter bei unterschiedlich hohen Gehgeschwindigkeiten verändern bzw. an diese anpassen, wobei insbesondere der Symmetrie ein besonderes Augenmerk geschenkt werden soll.

Es wurden bereits zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, die den Einfluss von unterschiedlichen Gehgeschwindigkeiten auf die Gangsymmetrie bei gesunden jungen Menschen genauer erforscht haben. Jedoch wurden bei all diesen Studien Änderungen der spatio – temporalen Gangparameter sehr unklar oder nur beiläufig angegeben. Des Weiteren wurde gerade der Einfluss von hohen Gehgeschwindigkeiten auf die Gangsymmetrie bei gesunden jungen Menschen bisher kaum untersucht.

Im Zuge dieser Arbeit soll untersucht werden, welchen Einfluss höhere Geschwindigkeiten auf die Gangsymmetrie bei jungen gesunden Menschen haben. Zeigen sich dabei deutliche Abweichungen von den essenziellen spatio – temporalen Parametern des Gehens, kann davon ausgegangen werden, dass im Sinne des Motorischen Lernens bei hohen Gehgeschwindigkeiten Asymmetrien erlernt bzw. mit der Zeit automatisiert werden, die früher oder später zu Pathologien führen können. An dieser Stelle kann auch schon bei gesunden jungen Menschen durch physiotherapeutische Maßnahmen Pathologien entgegengewirkt werden. Außerdem liefern die Ergebnisse dieser Arbeit Referenzwerte für normalen bzw. pathologischen Gang bei unterschiedlich hohen Gehgeschwindigkeiten.

Abstract (English)

-Nicht erforderlich-

Stats
The PDF-Document has been downloaded 0 times.