Titelaufnahme

Titel
Gangbildveränderungen eines gesunden jungen Erwachsenen nach kurzzeitiger Teilimmobilisierung des oberen Sprunggelenks
Weitere Titel
Gait adaptations of a healthy young adult after temporary part immobilization of the ankle
AutorInnenPabisch, Carina
GutachterWidhalm, Klaus
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)kurzzeitige / Teilimmobilisierung / Gangbildveränderungen / oberes Sprunggelenk / motorisches / Lernen
Schlagwörter (EN)temporary / part immobilization / gait adaptation / ankle / motor / learning
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung und Ziel: Das Gangbild wird vom Menschen stets an die aktuellen Bedingun-gen angepasst, so auch bei Vorliegen einer Gelenkspathologie. Oftmals persistieren an-gelernte Ausweichbewegungen trotz Behebung des strukturellen Defizits. Zahlreiche Stu-dien untersuchen die Auswirkungen diverser Gelenkspathologien auf das Gangbild. Aller-dings existieren keine Studien, die sich mit dem Readaptationsvorgang von Gesunden beschäftigen. Daher war das Ziel dieser Studie zu untersuchen, ob es nach kurzzeitiger Teilimmobilisierung des oberen Sprunggelenks (OSG) einer gesunden, jungen Person beim Gehen am Laufband zu Gangbildveränderungen kommt. Proband und Methodik: Zugrunde liegendes Studiendesign war eine observative, nicht blindierte Einzelfallstudie. Der männliche Proband war 26 Jahre alt und frei von jeglichen gesundheitlichen Beein-trächtigungen. Mittels eines optoelektronischen Bewegungsanalysesystems und Optogait wurden die Veränderungen der Kinematik im OSG sowie die spatio-temporalen Gangpa-rameter ermittelt. Ergebnisse: Hinsichtlich der sagitalen spatio-temporalen Gangparame-ter verstärkte sich beim Tragen der Orthese die minimale Asymmetrie der Basisdaten. Im Laufe der Readaptation wurde das Gangbild symmetrischer und die Werte näherten sich den Basisdaten an. Seitendifferenzen, die durch die Orthese verursacht wurden, waren zum letzten Messzeitpunkt der Readaptation in abgeschwächter Form allerdings immer noch erkennbar. Im rechten OSG nahm v.a. die maximale Plantarflexion aufgrund der Orthese ab. Der Wert blieb in der weiteren Readaptation unter dem der linken Seite und konnte auch die anfänglich gemessenen 11,5° nicht mehr erreichen. Conclusio: Die Er-gebnisse sprechen andeutungsweise dafür, dass der kurzzeitige Eingriff in das motori-sche Programm Gehen mittels Orthese zu nachhaltigen Veränderungen der Parameter führt. Für die klinische Praxis bedeutet dies, dass es nach Behebung eines strukturellen Defizits zusätzlich einer Modellierung der Bewegung im neuromuskulären Sinn bedarf. Um eine bessere Validität der Ergebnisse gewährleisten zu können sollte diese Studie nach Überarbeitung der Messmethodik und mit größerer Probandenzahl wiederholt wer-den.

Zusammenfassung (Englisch)

Background and Objective: Every individual is able to adapt gait to the particular situa-tion. Therefore gait is also adapted when there is a joint pathology. As an injured individu-al attempts to maintain the ability to walk, the person will have to develop new gait strate-gies that often persist although the joint pathology does not exist anymore. Many studies analyze the effects of a joint pathology on gait but so far there are no studies that investi-gate the process of readaptation in healthy people. Therefore the goal of this study is to analyze if there occur gait adaptations after temporary part immobilization of the ankle of a young healthy adult. Subject and Methods: Study design was an observational non-blinded single-case study. A 26-year-old male and healthy subject was recruited. The kin-ematic of the ankle was recorded by an optoelectronic motion analysis system. The spatio-temporal gait parameters were measured by the system Optogait. Results: Con-cerning the sagital spatio-temporal gait parameters there was an increased asymmetry when wearing the ankle brace compared to basis data. During the readaptation symmetry increased. Although data adapted to the initial value, differences between left and right side that occurred in the braced condition were still apparent in the last measured readap-tation phase. Concerning the kinematics of the ankle there was a decrease in the maxi-mum plantarflexion on the right side due to the brace. During readaptation the maximum plantarflexion was always smaller on the right side and also below the right initial value of 11,5°. Conclusion: The results show that temporary part immobilization of the ankle has a lasting effect on the spatio-temporal gait parameters. The conclusion is that it is neces-sary to change movement in a neuromuscular way in order to reeducate gait. To ensure validity of the results the study should be conducted again with more subjects and after reviewing the instrumental methodology.

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