Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss unterschiedlicher Geschwindigkeiten auf die Gangsymmetrie beim Gehen junger, gesunder ProbandInnen auf dem Laufband
Weitere Titel
The influence of varied walking speed on gait symmetry in young able-bodied probands
VerfasserRebhan, Victor
GutachterWidhalm, Klaus
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)spatio-temporale Parameter / kinematische Parameter / Gehgeschwindigkeit / Asymmetrien / Variationskoeffizient
Schlagwörter (EN)spatio-temporal parameters / kinematic parameters / gait speed / asymmetries / coefficient of variation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

ZIEL: Das physiologische menschliche Gangbild auf ebenem Untergrund stellt bei gesunden Personen einen konstanten Bewegungsablauf mit bedingter spatio-temporaler Variabilität dar und ist durch Symmetrie charakterisiert. Kommt es aufgrund unterschiedlichster Dysfunktionen zu einer Änderung des Gangbildes, ist dies in erster Linie an den spatio-temporalen Parametern zu erkennen. Bei gesunden Personen ist gerade die Veränderung und Anpassung der Gehgeschwindigkeit eine notwendige Eigenschaft des täglichen Lebens. Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, welchen Einfluss unterschiedliche Gehgeschwindigkeiten auf spatio – temporale Parameter in Bezug auf die Variabilität der Gangsymmetrien bei jungen, gesunden ProbandInnen haben. STUDIENDESIGN und METHODIK: Zugrunde liegendes Studiendesign war eine observative Einzelfallstudie, bei der spatio-temporale bzw. bewegungskinematische Parameter während des Gehens auf dem Laufband bei unterschiedlich hohen Gehgeschwindigkeiten erhoben wurden. Zum Zeitpunkt der Versuchsdurchführung war der männliche Proband 23 Jahre alt und frei von gesundheitlichen Beeinträchtigungen. HAUPTERGEBNISSE: Für die Standphasendauer, Schwungphasendauer und Schrittlänge konnte bei höheren Gehgeschwindigkeiten beobachtet werden, dass es zwar zu deutlichen Veränderungen kommt, wobei diese weitgehend symmetrisch auftreten. Somit ist eine Beeinflussung der spatio – temporalen Parameter mit zunehmender Geschwindigkeit festzustellen, jedoch in keinem statistisch signifikanten Ausmaß. DISKUSSION und CONCLUSIO: Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse lässt sich beweisen, dass das Gangbild, entgegen den Erwartungen, sehr konstant bleibt, auch wenn die Gehgeschwindigkeit zunimmt. Daraus lässt sich folgern, dass die erzielten Ergebnisse auch bei Wiederholung im selben Rahmen blieben. Auch wenn keine statistisch signifikanten Asymmetrien gefunden werden konnten, lassen sich jedoch anhand der gesammelten Daten entsprechende Tendenzen erkennen. Sowohl während der Erfassung bzw. Analyse traten methodische Limitationen auf. Um bessere Validität für die Ergebnisse gewährleisten zu können, besteht der Bedarf an weiteren Studien auf diesem Gebiet unter kritischer Berücksichtigung der methodischen Limitationen dieser Studie.

Zusammenfassung (Englisch)

OBJECTIVE: The physiological human gait on plane ground demonstrates a constant course of motion with limited spatio-temporal variability. It is characterised by symmetry. A change of gait caused by any kind of dysfunction will primarily be recognised by the spatio-temporal parameters. The change and adaptation of gait speed is a necessary quality in the daily life of healthy young people. The aim of this study was to investigate the effects of varied walking speed on spatio-temporal parameters concerning the variability of gait symmetry in young able-bodied probands. STUDY DESIGN and METHODS: The underlying study design was an observatory single case study. Spatio-temporal and kinematic parameters were analysed while walking on a treadmill moving at varied walking speed. This study was performed by a twenty year old and healthy male MAINRESULTS: All variables were speed-dependant, especially stance phase, swing phase and step length which showed remarkable changes. These alterations occurred symmetrically and did not present statistic significance. DISCUSSION and CONCLUSION: These results prove that – against all expectations – the natural gait of the proband in this study remained constant at high walking speed. Although no significant signs of asymmetries could be recognised there were appropriate tendencies in this direction. Both during the recording of data and data analysis methodological limitations emerged. To ensure the validity of these results there is a need for further studies in this area together with a critical consideration of the limitations of this study.