Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss der Halbseitensymptomatik nach einem zerebralen Insult auf die Anforderungen des Rumpfes während des „Sit-to-stand“ Überganges
Weitere Titel
The Influence of Hemiplegia and Hemiparesis after a Stroke on the Requirements of the Trunk during Sit-to-stand Performance
VerfasserScharner, Sarah
GutachterSadovnik, Katarina
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Schlaganfall / Rumpfkontrolle / Sit-to-stand Übergang
Schlagwörter (EN)stroke / trunk control / sit-to-stand performance
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Halbseitenlähmung nach einem Schlaganfall beeinträchtigt die posturale Kontrolle des Rumpfes. Diese wird jedoch gezielt für das Aufstehen erfordert. Da das Sit-to-stand Trai-ning eine wichtige Maßnahme zur Wiederherstellung der posturalen Kontrolle darstellt, analysiert die vorliegende Arbeit die Anforderungen des Rumpfes bei der posturalen Kon-trolle während des Sit-to-stand Überganges und inwiefern sich die mangelnde Rumpfkon-trolle darauf auswirkt. Hierfür wurden im Rahmen einer qualitativen Literaturstudie Lehr- und Fachbücher, Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Interventions- und Beobach-tungsstudien, deren Veröffentlichung nicht länger als 11 Jahre zurückliegt, verwendet. Die Studien wurden den Datenbanken „Science Direct“, „Pub Med“, „American Stroke Association“ und „The Cochrane Library“ unter den Suchbegriffen „postural control“, „trunk (control)“, „sit-to-stand (task)“ und „(post)stroke“ entnommen.

Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass eine stabile und symmetrische Rumpfaufrichtung während des Sit-to-stand Überganges für die Erhaltung des Gleichgewichtes verantwort-lich ist. Tritt aber infolge einer Halbseitenlähmung nach einem Schlaganfall eine mangeln-de Rumpfkontrolle auf, kann der Oberkörper während des Aufstehens nicht ausreichend stabilisiert werden. Zudem verursacht die asymmetrische und krumme Rumpfhaltung eine ungleiche Gewichtsverlagerung, die mit einer erhöhten Gefahr des Gleichgewichtsverlus-tes einhergeht. Letztendlich bestätigen die Ergebnisse, dass eine mangelnde Rumpfkon-trolle zu einer Reduzierung der Aufstehsicherheit führt.

Zusammenfassung (Englisch)

Hemiparesis and hemiplegia after stroke affects the postural control of the trunk. However, trunk control is specifically required for performing the sit-to-stand transfer. Considering the fact that the sit-to-stand training represents a crucial measure for the recovery of the postural control, the present paper analyses the role of the trunk in the required postural control during the sit-to-stand performance in general and in the special case of a reduced trunk control. The research is based on a literature survey which included specialist books, professional journals and scientific experimental and observational studies published in the last 11 years. The study search was performed by using the keywords „postural control“, „trunk (control)“, „sit-to-stand (task)“ and „(post)stroke“ were used for the study search in the following databases: „Science Direct“, „Pub Med“, „American Stroke Association“ and „The Cochrane Library“.

The results of the research show that a stable, symmetrical and upright trunk posture maintains balance during the sit-to-stand performance. A reduced trunk control due to hemiparesis and hemiplegia after stroke prevents a sufficient stabilisation of the upper body when standing up from a sitting position. In addition, the resulting asymmetrical and stooped trunk posture provokes an asymmetrical weight distribution during the transfer which finally leads to higher risk of losing balance. In conclusion, the results verify that a reduced trunk control decreases safety during the sit-to-stand performance.