Titelaufnahme

Titel
Ausschöpfung von konservativen Therapiemaßnahmen vor adipositaschirurgischen Eingriffen in Wien
Weitere Titel
Exhaustion of conservative therapy concepts before bariatric surgery in Vienna
VerfasserGramer, Katrin
Betreuer / BetreuerinRichter, Silvia
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Adipositaschirurgie / Bariatrische Chirurgie / Ausschöpfung konservative Therapiemaßnahmen / Diätologie / Diaetologie
Schlagwörter (EN)obesity surgery / bariatric surgery / exhaustion conservative treatment / dietetics / exhaustion conservative therapy concepts
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas nimmt international sowie national kontinuierlich zu. Dies stellt für das Gesundheitswesen eine große Belastung dar. Mit dem vermehrten Einsatz von adipositaschirurgischen Eingriffen in den letzten zehn Jahren konnten relativ kostengünstig gute Erfolge bei der Gewichtsreduktion von adipösen Patientinnen und Patienten erzielt werden. Voraussetzung für einen solchen Eingriff ist die vorherige Ausschöpfung aller konservativen Therapiemaßnahmen. 21 Untersuchungsteilnehmerinnen und Untersuchungsteilnehmern wurden zu ihrem Verhalten bezüglich einer Gewichtsreduktion vor ihrem bariatrischen Eingriff schriftlich befragt. Es wurde mittels Fragebogen erhoben, inwieweit dabei konservative Therapiemaßnahmen ausgeschöpft wurden.

Der Bereich Ernährungstherapie wurde dabei im Mittel zu 68% ausgeschöpft. 16% der Befragten haben bereits eine Verhaltenstherapie durchgeführt, und nur 10% der Befragten gaben an mit Hilfe einer Bewegungstherapie versucht zu haben, Gewicht zu reduzieren. Keine der befragten Personen hat alle konservativen Therapiemaßnahmen im Sinne der Leitlinie „Prävention und Therapie der Adipositas“ ausgeschöpft.

Es zeigt sich, dass ein Bedarf an rechtzeitiger und interdisziplinärer Therapie bei der Behandlung von übergewichtigen und adipösen Patientinnen und Patienten gegeben ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The continually rising overweight and obesity levels represent a great strain on national and international health services. The increased use of obesity surgery within the past ten years is a relatively cost effective and successful way of reducing the weight of obese patients. Prerequisite to surgical intervention must however be the prior exhaustion of all conservative treatments. To determine whether this was indeed the case, 21 patients who had already undergone obesity surgery were asked to take part in a written questionnaire regarding their experience with conservative treatments.

The results show, that 68% of the participants have had nutritionally therapy before considering obesity surgery, 16% have taken part in behavioural therapy and only 10% have tried losing weight with the help of physical therapy. None of the patients had exhausted all conservative treatment options in accordance with the guidelines on ‘prevention and treatment of obesity'.

It is shown, that a timely and interdisciplinary therapeutic treatment of overweight and obese patients is therefore essential.