Titelaufnahme

Titel
Diätologie in der Nachsorge gastrektomierter Magenkarzinompatienten
Weitere Titel
Dietology in the follow up of gastrectomised Patient with gastric cancer
VerfasserSchütz, Marlene
Betreuer / BetreuerinRichter, Silvia
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diätologie / Gastrektomie / Magenkarzinom / Nachsorge
Schlagwörter (EN)Dietetik / Gastrectomy / Gastric cancer / Follow up
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Nachsorge von Patienten, welche aufgrund eines Magenkarzinoms gastrektomiert wurden. Es wird die Bedeutung und Funktion der Diätologie in Nachsorgeprogrammen aus der Praxis erforscht. In Österreich kann für Tumore, die im Magen lokalisiert sind, ein deutlicher Rückgang an Neuerkrankungen aufgezeigt werden. Die Prognose ist jedoch weiterhin ungünstig. Als entscheidendes Verfahren zur kurativen Behandlung des Magenkarzinoms ist die operative Entfernung des Tumors angezeigt. Dadurch kommt es zu bedeutenden anatomischen und physiologischen Veränderungen im Verdauungstrakt, die Einfluss auf den Ernährungsstatus der PatientInnen nehmen. Ein schlechter Ernährungsstatus, der sich durch hohen Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen äußern kann, ist mit reduzierter Lebensqualität und Überlebensrate assoziiert. In der Nachsorge sollen operationsbedingte Beschwerden und Mangelerscheinungen erkannt und behandelt werden. Empfohlen werden vor allem die Durchführung einer Anamnese, sowie Beratungen, klinische Untersuchungen und die Bestimmung von Laborparametern. Mittels leitfadengestützter Expertinneninterviews, die durch qualitative Inhaltsanalyse ausgewertet werden, wird die Einbindung und Funktion von DiätologInnen in der Nachsorge dieser PatientInnengruppe veranschaulicht. Dies wird in Hinblick auf literaturgestützte Empfehlungen interpretiert und diskutiert. Ob und inwieweit DiätologInnen in die Nachsorge mit einbezogen sind, ist von den behandelnden ChirurgInnen abhängig. Misst der/die ChirurgIn der Ernährung einen hohen Stellenwert bei und findet intensive Zusammenarbeit mit den DiätologInnen statt, kann eine individuelle und nachhaltige Betreuung gewährleistet werden. Das Aufgabenfeld der DiätologInnen kann sich dabei auf die Durchführung von Ernährungsanamnesen, Ernährungstherapien und Ernährungsberatungen beziehen. Dies könnte zu einer Verbesserung des Ernährungsstatus der PatientInnen führen, wodurch die Lebensqualität und Langzeitüberlebensrate positiv beeinflusst wird. Um die optimale Positionierung der Diätologie in der Nachsorge herausarbeiten zu können sind weitere Forschungsarbeiten notwendig.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the follow up of gastrectomised patients after gastric cancer. The interest and function of the dietology in follow up programs out of the practise is investigated. In Austria it is shown that there is a significant incidence reduction for tumours that are located in the stomach. The prognosis is still inappropriate. As a defining method for the curative treatment of the gastric cancer it is necessary to extirpate the tumour. As a result important anatomical and physiological modifications in the digestive tract arise. This influences the patient’s nutritional status. A reduced life quality and survival rate is associated by a bad nutritional status which can be noticed by weight loss and deficiency symptoms. Surgery depended symptoms and deficiency symptoms should be indentified and treated in the follow up. Especially recommended are the procedure of anamnesis, consultations, clinical examinations and determination of laboratory parameters. The role and integration of dieticians in the follow up is proved by guided interviews with experts which are analysed trough qualitative contend analysis. The interviews are discussed and interpreted in reference to recommendations based on literature. It depends on the treating surgeon if and up to what extent dieticians are included in the follow up. An individualized and constant maintenance is possible if the surgeon is aware of the importance of nutrition and is in intense contact with the dietician. The tasks in this context could be the procedures of nutrition anamnesis, nutrition therapies and nutrition consultations. This might lead to an improvement of the patient’s nutritional status which affects life quality and long term survival rate in a positive way. Further investigations are necessary to elaborate the optimal position of the dietology in the follow up.