Titelaufnahme

Titel
Die postpartale Blutung - unterschiedliche Maßnahmen im Vergleich
Weitere Titel
Postpartum haemorrhage - comparison of different options
VerfasserBrandstetter, Bernadette
GutachterRakos, Elisabeth
Erschienen2015
Datum der AbgabeJanuar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)postpartale Blutung / Therapie der postpartalen Blutung / operative Maßnahmen zur Behandlung der postpartalen Blutung
Schlagwörter (EN)postpartum haemorrhage / prevention of postpartum haemorrhage / estimated blood loss
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die postpartale Blutung ist einer der Hauptgründe für die mütterliche Morbidität und Mortalität sowohl in Entwicklungs- als auch in Industrieländern. Laut Weltgesundheits-organisation spricht man von einer postpartalen Blutung ab einem Blutverlust von > 500 ml aus der Vagina innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt des Kindes. Als schwere postpartale Blutung gilt laut Definition ein Blutverlust von > 1000 ml. Die postpartale Blutung lässt sich in die sogenannte primäre (innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt) und in die sekundäre Blutung (24 Stunden post partum bis sechs Wochen nach der Geburt) einteilen. Diese Arbeit konzentriert sich auf die primäre Blutung. Die Gründe für das Auftreten einer primären postpartalen Blutung können Atonie, Geburts-verletzungen, Uterusruptur, Plazentalösungsstörungen und Gerinnungsstörungen sein.

In dieser Bachelorarbeit will man einerseits die unterschiedlichen Maßnahmen bezie-hungsweise Methoden, welche es zur Behandlung der primären postpartalen Blutung gibt untersuchen und andererseits herausfinden, wie ihre Wirksamkeit in der Literatur beschrieben wird. Zudem konnte in Erfahrung gebracht werden, dass der Blutverlust von ÄrztInnen und Hebammen in der Praxis deutlich unterschätzt wird. Für diese Arbeit wurde auf aktuelle Studien, welche das Thema bearbeiten zurückgegriffen. Die verwendete Literatur wurde aus verschiedenen Fachzeitschriften und Datenbanken entnommen.

Es gibt eine Vielzahl an Maßnahmen und Methoden, die zur Behandlung der postparta-len Blutung verwendet werden können. Welche Methode davon zu wählen ist, hängt von der jeweiligen Situation beziehungsweise von der Blutungsform und Stärke ab. Uterotonika wie zum Beispiel Oxytocin, Carbetocin, Sulproston, Methylergometrin und Misoprostol sind wichtige Präparate zur Behandlung der postpartalen Blutung. Es gibt noch weitere Methoden wie beispielsweise die Anwendung des Bakri-Ballons oder so-genannte Kompressionsnähte (B-Lynch-Nahttechnik), welche man in Betracht zieht, wenn die medikamentöse Therapie keinen Erfolg mit sich bringt. Das sogenannte Mi-soprostol (Cytotec®) wurde zwar vom Markt genommen, wird aber trotzdem noch in einigen Ländern zur Behandlung der postpartalen Blutung eingesetzt. Hierfür ist es notwendig sich über die Anwendungsmöglichkeiten der Präparate zu informieren und auch die Nebenwirkungen zu beachten.

Insgesamt kann man sagen, dass es unterschiedliche Methoden zur Behandlung der postpartalen Blutung gibt und dass ihre Anwendung vom jeweiligen Einzelfall abhängig ist. Dennoch ist es sowohl für Hebammen als auch für die ÄrztInnen von großer Wichtigkeit einen guten Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten zu haben und so viel wie möglich über die postpartale Blutung in Erfahrung zu bringen. Dieses Wissen und ein geeignetes Management zur Behandlung der postpartalen Blutung sind äußerst wichtig und können im Extremfall sogar lebensrettend sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Postpartum haemorrhage is the main factor for maternal morbidity and mortality in non-developed as well as in developed countries all over the world. The World Health Orga-nization defines postpartum haemorrhage as a loss of more than 500 mls of blood from vagina during the first 24 hours after the delivery of the baby. Severe postpartum hae-morrhage is defined as a loss of more than 1000 ml. There are two groups of postpartum haemorrhage. On the one hand there is the primary one (during the first 24 hours after birth) and on the other hand there is the secondary postpartum haemorrhage (includes all cases of postpartum haemorrhage occurring between 24 hours after birth and six weeks postpartum). Causes of primary postpartum haemorrhage are uterine atony, genital trauma, rupture of the uterus, retained placenta and clotting. This thesis examines different treatment methods of primary postpartum haemorrhage and how their efficien-cy is described in literature. Furthermore, an important finding in literature is that blood loss is often underestimated by midwives and doctors.

Research on the prevailing literature concerning this topic has been carried out. The literature was obtained from different journals and databases.

There are many methods you can use for the treatment of postpartum haemorrhage. It depends on the accuracy of bleeding which method you should choose. Uterotonic drugs like oxytocin, carbetocin, sulproston, methylergometrine and misoprostol are very important in the treatment of postpartum haemorrhage. Further important treatment me-thods are usage of the bacri-balloon or the b-lynch suture.

Some drugs like misoprostol (cytotec) should not be used for treatment but are still used in some countries. Therefore it is important to be informed about different applications of the methods and their advantages and dangers.

All in all it can be said that different methods for treatment of postpartum haemorrhage exist and their application depends on the individual case. Nevertheless, it is important for midwives and doctors to know as much as possible about those methods. This can be very important and actually save lives.