Titelaufnahme

Titel
„Management von Schwangerschaft und Geburt nach Genitalbeschneidung - Eine Hilfestellung für europäische Hebammen"
Weitere Titel
"Management of pregnancy and childbirth - a guideline for european midwives"
VerfasserGramann, Nina
Betreuer / BetreuerinRakos, Elisabeth
Erschienen2015
Datum der AbgabeJanuar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Genitalbeschneidung / Beschneidung / Hebamme
Schlagwörter (EN)Female genital mutilation / Female genital Cutting / Pregnancy / Childbirth / Outcome
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Hebammen eine Hilfestellung für die Betreuung von schwangeren Frauen mit Beschneidungshintergrund zu liefern. Weiterführend soll die Arbeit die Angst vor der Konfrontation mit diesem Thema nehmen und die speziellen Bedürfnisse beschnittener Frauen während Schwangerschaft und Geburt zeigen.

Es handelt sich hierbei um eine Literaturarbeit, wobei die Recherche größtenteils auf wissenschaftlicher Primärliteratur beruht. Anhand von Richtlinien aus verschiedenen Ländern für eine kompetente Betreuung von Frauen mit Genitalbeschneidung und mit Hilfe von aktuellen Studien soll gezeigt werden, dass Hebammen in der Entscheidungsfindung, ob das Kind per Kaiserschnitt oder normal geboren werden soll, eine entscheidende Schlüsselfunktion zukommt.

Die Recherche hat ergeben, dass die Beschneidung keine Indikation für einen primären Kaiserschnitt darstellt. Bedeutend dafür ist jedoch, dass Hebammen und Ärzt/Innen sich über das spezielle Geburtsmanagement bei beschnittenen Frauen informieren, um nicht aus Unsicherheit heraus den Kaiserschnitt als einzige Geburtsoption zu wählen. In vielen Stämmen des afrikanischen Kontinents bedeutet ein Kaiserschnitt für die Frau eine Demütigung und viele von ihnen haben große Angst vor dieser Operation. Es liegt daher vor allem an den Hebammen, sich das nötige Fachwissen zu beschaffen und sich über die speziellen Risiken in der Schwangerschafts- und Geburtsbetreuung von beschnittenen Frauen zu informieren.

Zusammenfassung (Englisch)

The objective of this work is to provide guidance to midwives who care for pregnant circumcised women. Specifically, this work aims to alleviate the fear experienced by many care providers confronting this issue and discuss the unique needs of circumcised women during pregnancy and childbirth.

This work is merely a literary analysis, based on primary sources within the scientific literature. Guidelines from multiple countries regarding competent care of circumcised women, as well as actual studies will demonstrate, that midwives play a crucial role in deciding whether a child should be born by caesarean section or naturally.

Research has shown that circumcision is not a medical indication for primary caesarean section. However, it is important that midwives and physicians read themselves up on the specific birth management in cisumcised women, to not view caesarean section as the only option for birth attendance.

In many African cultures, a caesarean section is viewed as a humiliation, and women from these cultures are often fearful of this operation. It is therefore important that midwives gain the expertise and knowledge to assess the specific risks of circumcised women during pregnancy and childbirth.