Titelaufnahme

Titel
Humor in der Palliativpflege
Weitere Titel
Humour in palliative care
AutorInnenLatschenberger, Thomas
GutachterEngel, Roswitha
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Humor / Palliativpflege / Gesundheitswesen / Humorinterventionen
Schlagwörter (EN)humour / palliative care / health care / humour-interventions
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung

Palliativ zu pflegen ist eine große Herausforderung und verlangt Feinfühligkeit. Um die Lebensqualität der Betroffenen aufrecht zu erhalten ist eine gute zwischenmenschliche Beziehung von PatientInnen und Pflegepersonal, die oft Fremde für sie sind, wichtig. Sie schafft Vertrauen und kann für die Findung von Bewältigungsstrategien, um mit ihren Verlusten leben zu lernen, hilfreich sein.

Zur richtigen Zeit angewandter Humor ist ein gutes Mittel um das Eis zu brechen. Er erleichtert die Kommunikation mit PatientInnen sowie den Angehörigen und hilft Botschaften, die oft sehr gewichtig und emotionsgeladen sind, zu vermitteln. Durch die mit Humor oft hervorgerufene starke soziale Bindung bleibt, in diesen Situationen, eine gewisse Harmonie aufrecht. Psychologisch gesehen kann Humor dazu beitragen Spannungen und Ängste abzubauen und dient als Ventil für Wut und Ärger, welche zu einem heilsamen Ausbruch aus der Realität befähigen und der lebensbedrohlichen Krankheit und dem Sterben ein wenig den Schrecken nehmen.

Weiters hat Humor eine große Bedeutung für die Teamarbeit, das emotionale Management sowie zur Aufrechterhaltung der menschlichen Beziehung. Er fördert die Kooperation und entwickelt emotionale Flexibilität.

Ein gelungener Einsatz von Humor kann die drei Komponenten des Kohärenzgefühles (Verstehbarkeit, Bewältigbarkeit, Sinnhaftigkeit) stark positiv beeinflussen, und der betroffene Mensch kann besser auf die, trotz einer Krankheit, vorhandene Gesundheit aufmerksam gemacht werden sowie diese auch verstehen und einsetzen lernen

Die Konzeptualisierung und bewusste Wertschätzung von Humor als menschliches Phänomen ist in Gange und wird als Pflegekonzept weiterentwickelt. Hierbei geht es darum, Aspekte von Humor zu benennen, Interventionen zu planen und durchzuführen sowie Wirkungen zu überprüfen.

Um Humor gewinnbringend einsetzen zu können, sollte sich das Pflegepersonal selbst im Klaren sein, über was er/sie selbst lacht und was als humorvoll empfunden wird. Was der/die PatientIn als humorvoll empfindet, kann anhand einer Humoranamnese herausgefunden werden.

Pflegepersonen sollten den Mut haben Humor anzuwenden, denn im sterben liegende PatientInnen fühlen sich durch gemeinsames Scherzen und Lachen wahrgenommen und hilft die verbleibende Zeit so gut als möglich zu genießen.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

Caring in a palliative way is a big challenge and requires tactfulness. To keep up the patient’s quality of life, a good interpersonal correlation between patient and nurses, who are often stranger to themselves, is important. It creates confidence and can help finding coping strategies for learning to live with their difficulties.

Using humour at the right time is a helpful method of breaking the ice. Humour is good for the communication with patients and their relatives and makes it easier delivering messages which are often heavy and emotionally charged. In this situation, a strong social commitment instigated by humour helps to preserve harmony. Observing it in a psychological way, humour can contribute reducing stress and fear. This can help to brake out of the reality and take a little the fright of the threatening illness and death.

Humour has also significance for the teamwork, the emotional management and to maintain the human relations. It promotes the cooperation and develops flexibility. A succeeded raise of humour can influence the three components of being coherent (to understand, to cope with something, to see a sense). It can draw concerned people to despite an illness, their existence of health, also learn to understand and fit health.

Humour will get developed as a care draft. This includes aspects of naming, planning interventions and carrying out humour as well as checking the effect.

For fitting humour profitable, nurses should know about what they are laughing themselves and what they feel amusing about. What patients are feeling humorous can get checked out with a humour-anamnesis.

Nurses should have the courage of using humour, because palliative patients feel more noticed when they have fun with nurses together and are able to laugh with them. This helps to enjoy the rest of their life as good as possible.

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