Titelaufnahme

Titel
Darstellung von ergotherapeutischen Interventionen bei PatientInnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung im Bereich Psychiatrie
Weitere Titel
Description of occupational therapy intervention with patients suffering from borderline personality disorder in psychiatry
VerfasserSchiefer, Michaela
GutachterMulzheim, Susanne
Erschienen2015
Datum der AbgabeFebruar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Borderline-Persönlichkeitsstörung / Ergotherapeutische Intervention / Alltagsbewältigung / Interdisziplinäre Grundprinzipien / Therapeutische Grundhaltung
Schlagwörter (EN)borderline personality disorder / occupational therapy intervention / coping with daily routine / interdisciplinary basic principles / therapeutic attitude
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Literaturarbeit beschäftigt sich mit ergotherapeutischen Interventionen bei PatientInnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung. Das Thema wurde aufgegriffen, da das Krankheitsbild der Borderline-Persönlichkeitsstörung immer häufiger auftritt und Betroffene große Schwierigkeiten haben, sich im gesellschaftlichen Leben zu integrieren. Die Ergotherapie soll die berufliche und soziale Integration der betroffenen Menschen wieder ermöglichen und fördern. Es stellt sich die Frage: Welche ergotherapeutischen Interventionen werden bei PatientInnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung in der Psychiatrie durchgeführt, um das selbstständige Handeln der Betroffenen im Alltag zu gewährleisten?

Zur Beantwortung dieser Frage wurde zu Beginn der Arbeit die Symptomatik des Krankheitsbildes genauer betrachtet. Borderline-KlientInnen denken in den Kategorien „gut“ und „böse“ und weisen eine Störung der eigenen Identität auf. Als Krankheitsentstehung werden zwei Ursachen beschrieben: Einerseits sexueller Missbrauch und andererseits eine Störung in der Kindheit, welche durch unzureichende Bestätigung des Handelns seitens der Bezugsperson entstanden sei. Anschließend werden in der Arbeit, die auftretenden Probleme von Borderline-KlientInnen im Alltag dargestellt. Es zeigt sich, dass in allen Lebensbereichen, wie Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit, Schwierigkeiten auftreten können.

Um die Selbstständigkeit im Alltag wieder zu erlangen, braucht es zu Beginn der Therapie eine therapeutische Beziehung zwischen KlientIn und TherapeutIn, welche durch klientenzentriertes Vorgehen aufgebaut werden kann. Wenn ein gegenseitiges Vertrauen besteht, werden durch verschiedene Therapieansätze in der Interventionsphase Strategien entwickelt, wie Betroffene wieder selbstständig im Alltag leben können. Bei den beschriebenen Therapieansätzen handelt es sich um die dialektisch-behaviorale Therapie, das Prozessmodell der AOTA Framework, das STEPPS-Programm und die kompetenz- und ausdruckszentrierte Methode.

Zusammenfassung (Englisch)

This literature review deals with occupational therapy interventions for patients with borderline personality disorder. The topic is worth being investigated, as the syndrome occurs more often and the people affected have difficulties to integrate in social life. Occupational therapy shall enable and foster professional and social integration of the people affected. The question is: Which occupational therapy interventions are used for patients with borderline personality disorder in psychiatry, to enable independent acting in daily routine?

To answer this question, at the beginning of the work the symptoms of the syndrome were investigated. Borderline-clients think in the categories of “good” and “bad” and show a disorder of identity. As origin of the disease, two reasons are described: sexual abuse and a disorder in childhood, which results from insufficient confirmation of acting by the attachment figure. Subsequently the problems of borderline-clients in daily routine are described. It turns out, that in every area of life, such as self-sufficiency, productivity and leisure time, difficulties can arise.

To achieve independence in daily routine, at the beginning of the therapy a therapeutical relationship between client and therapist is required, which can be built up by client-centered procedure. If there is mutual trust, through different approaches of therapy in the phase of intervention strategies are developed, how the clients can live independently in everyday life again. The described approaches of therapy are the dialectic-behavioral therapy, the process-model of the AOTA Framework, the STEPPS-program and the competence and expression centered-method.