Titelaufnahme

Titel
Unbezahlt aber nicht umsonst- : Ehrenamtliche Arbeit als Betätigung für Menschen mit psychischen Krankheiten
Weitere Titel
Unpaid but beneficial- Voluntary work as an occupation for people with problems of mental health
AutorInnenRedl, Stefanie
GutachterAugust-Feicht, Hermine
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Ehrenamtliche Arbeit / Psychische Krankheiten
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / volunteering / mental health
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzfassung

Diese Arbeit befasst sich mit ehrenamtlichem Engagement als Betätigung für Menschen mit psychischen Krankheiten. Dabei geht es darum, wie Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen Unterstützung bieten können, welche Maßnahmen sie dabei einsetzen, und aus welchen Gründen ehrenamtliche Arbeit für Klientinnen und Klienten angedacht wird.

Die Literaturrecherche ergab, dass ein großer Teil der österreichischen Bevölkerung ehrenamtlich tätig ist, und ehrenamtliches Engagement häufig, aber nicht immer, positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit hat. Bei Studien und Projekten mit psychisch kranken Personen, die ehrenamtlich arbeiteten, wurde diese Tätigkeit ebenfalls oft hilfreich und förderlich wahrgenommen. Es wurde aber auch von Stress und Überforderung und von negativer Wirkung von Vorurteilen und Unwissen von anderen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen berichtet. Darüber, wie Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen Unterstützung bieten können, gibt es keine Studien.

Für den empirischen Teil der Arbeit wurden drei qualitative Interviews mit vier Ergotherapeutinnen, die im Fachbereich Psychiatrie tätig sind und mit der Thematik Erfahrung haben, durchgeführt.

Die Klienten und Klientinnen hatten sehr unterschiedliche Krankheitsbilder. Ziele, die durch die ehrenamtlichen Tätigkeiten erreicht werden sollten, waren vor allem das Schaffen einer Tagesstruktur durch eine sinnvolle Betätigung und die soziale Integration. Im Rahmen der Ergotherapie wurden die Personen dabei unterstützt, eine Stelle zu finden, indem Interessen, Umfang und Art der Tätigkeit abgeklärt wurden, und die Kontaktaufnahme durch Gespräche und Rollenspiele vor- und nachbereitet wurde. Während der Ausübung von ehrenamtlichen Tätigkeiten wurden aufkommende Probleme in der Therapie besprochen.

Während der Ausübung von ehrenamtlichen Tätigkeiten kam es zu einigen Problemen, und manche Personen brachen die Arbeit ab. Andere schöpften aus dieser Betätigung aber großen Gewinn und konnten sich positiv weiter entwickeln.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with voluntary work as an occupation for people with problems of mental health. The main topics are how occupational therapists can support them in this activity, which means they apply and what are the reasons for trying to enable clients to do voluntary work.

A research of the literature showed that a big part of Austria´s population is doing voluntary work and that this kind of occupation brings often but not always benefits to mental health. In projects and studies concerning volunteers with problems of mental health this activity was also often found to be beneficial. But stress through the amount of work and prejudices and lack of knowledge of colleagues was also reported. There are no studies about how occupational therapists can support people with problems of mental health doing voluntary work.

Four occupational therapists who worked in psychiatric settings and had experience with this topic participated in three qualitative interviews. Clients suffered from very different problems of mental health. Aims of voluntary work were mainly creating a structure of the day through a meaningful occupation and social integration. Occupational therapists supported clients to find a voluntary placement finding out about interests, extent and kind of activity and preparing the first contact through conversations and role plays. During the activity problems were discussed in therapy sessions.

Several problems came up when clients did voluntary work and some of them stopped doing it. For others volunteering was very beneficial and helped them to develop in a very positive way.

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