Titelaufnahme

Titel
Therapie von Ischämie- und Reperfusionsschäden in einem Kardiomyozyten-Zellkulturmodell durch den Edelweißwirkstoff 5‘-Methoxyleoligin
Weitere Titel
Treatment of ischemia and reperfusion injury with the Edelweiss agent 5'-Methoxyleoligin in a cardiomyocyte cell culture model
VerfasserMimler, Teresa
Betreuer / BetreuerinBauer-Rupprecht, Susanne
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Edelweiß / Leoligin / 5’-Methoxyleoligin / Herzinfarkt
Schlagwörter (EN)Edelweiss / Leoligin / 5’-Methoxyleoligin / heart attack
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit war es Kardiomyozyten vor dem Absterben beim Herzinfarkt zu schützen. Derzeit gelingt es nur durch eine Stammzelltherapie eine Angiogenese sowie eine Myogenese des Herzens zu erzielen und den Herzmuskel dadurch teilweise wieder zu regenerieren. Daher wurde der Edelweißwirkstoff, 5’-Methoxyleoligin (LAG2), nachdem dieser in einem in vivo Herzinfarktmodell mit Ratten getestet wurde und vermutlich für die verbesserte Funktionsleistung des Herzens verantwortlich ist, in einem in vitro Kardiomyozytenmodell mit HL-1 Zellen untersucht, um zu sehen ob der Wirkstoff die Zellen schützen kann und wenn ja, wann LAG2 die beste Wirkung erzielt. Dafür wurde LAG2 in vier verschiedenen Inkubationsschemata, bei denen die Zellen einer Hypoxie und norm-oxischen Bedingungen ausgesetzt waren, getestet. Die verwendeten Analysen waren AnnexinV/PI FACS, XTT Proliferationstest und ein Western Blot für den Nachweis des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF). Beim Inkubationsschema, bei dem die HL-1 Zellen mit LAG2 in der Reperfusion für vier Stunden inkubiert wurden, konnte im AnnexinV/PI FACS mit der LAG2 Inkubation 50 µM ein signifikanter Unterschied der lebenden Zellen im Vergleich zur Kontrolle mit DMSO erzielt werden, aber im XTT Proliferationstest konnte LAG2 keine vermehrte Proliferation der Zellen bewirken. Beim Western Blot wurde bei diesem Schema das Protein VEGF nachgewiesen, das vermutlich durch LAG2 auch in der Hypoxie verstärkt exprimiert wird. Anhand der ermittelten Ergebnisse zeigt sich, dass LAG2 die Kardiomyozyten vor dem Zelltod schützen kann.

Zusammenfassung (Englisch)

This work was conducted to protect cardiomyocytes from dying during myocardial infarction. Currently, it is only possible to induce angiogenesis as well as myogenesis of the heart by stem cell therapy, leading to a partial regeneration of the heart muscle. Therefore, the Edelweiss agent, 5'-Methoxyleoligin (LAG2), which was previously tested in an in vivo myocardial infarction model may be responsible for the improved function of the heart. Accordingly, LAG2 was examined in an in vitro cardiomyocyte model with HL-1 cells to see whether the drug may protect the cells and if so, to define the best treatment regime. LAG2 was tested in four different incubation schemes, in which cells were exposed to hypoxic and normoxic conditions. The analyses used were AnnexinV/PI FACS, XTT proliferation assay and Western blot analysis for the detection of vascular endothelial growth factor (VEGF). During the incubation scheme, in which the HL-1 cells were incubated with LAG2 in the reperfusion for four hours, LAG2 incubation (50 µM) achieved a significant increase in living cells in comparison to controls (DMSO) in the AnnexinV/PI FACS, but in the XTT proliferation assay LAG2 did not cause increased cell proliferation. In Western blot analysis of this scheme, the protein VEGF has been detected. Increased VEGF expression is probably caused by LAG2 under hypoxia. Based on the results, it can be shown that LAG2 can protect the cardiomyocytes from cell death.