Titelaufnahme

Titel
Dekompensierter Strabismus sursoadductorius : Ein Fallbericht
Weitere Titel
Decompensated strabismus sursoadductorius A case report
VerfasserSaurer, Alexandra
GutachterHirmann, Elisabeth
Erschienen2012
Datum der AbgabeNovember 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Dekompensation / Kopfzwangshaltung / Musculus obliquus inferior / Strabismus sursoadductorius / Trochlearisparese / Vertikaldeviation
Schlagwörter (EN)decompensation / abnormal head posture / inferior oblique muscle / strabismus sursoadductorius / fourth nerve palsy / vertical deviation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung

In dieser Arbeit wird die Krankengeschichte eines 30-jährigen Patienten mit einem einseitigen Strabismus sursoadductorius, welcher im Alter von 28 Jahren dekompensierte, beschrieben. Dieser zeigt sich in der Klinik in einer Abweichung des Auges nach oben, sobald dieses in die Adduktionsstellung gelangt.

Methodik

In diesem Abschnitt der Arbeit werden sämtliche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, welche am Patienten mit dekompensiertem Strabismus sursoadductorius durchgeführt wurden, aufgelistet und erklärt. Da der Schielwinkel beim Strabismus sursoadductorius nicht in allen Blickrichtungen vorhanden ist, ist es wichtig dessen Messung in allen Blickrichtungen durch zu führen. Deshalb ist ein besonderes Augenmerk auf die Harms-Wand und auf den Prismencovertest in allen neun Blickrichtungen zu legen. Auch die Messung mittels Lees-Screen ist bei diesem strabologischen Krankheitsbild von Bedeutung. Die unerlässlichste Untersuchung um einen Strabismus sursoadductorius auf zu decken ist jedoch die Motilitätsprüfung. Auch die Ausmessung einer Kopfzwangshaltung ist für die Dosierung bei einer eventuellen Operation nicht unbedeutend. Wie bei jeder Schielform bei der ein schräger Augenmuskel beteiligt ist, sollte auch hier der Bielschowsky-Kopfneigetest nicht im orthoptischen Status fehlen.

Im Rahmen der Behandlung wurden Prismenfolien angepasst, welche im Bedarfsfall vom Patienten getragen wurden, um die subjektiven Beschwerden zu lindern. Weiters wurden zwei Schieloperationen durchgeführt.

Ergebnisse

Dieses Kapitel beschreibt den Krankheitsverlauf eines Patienten mit dekompensiertem Strabismus sursoadductorius über den Beobachtungszeitraum von August 2009 bis Feber 2012. Die Befunde die in dieser Zeit erhoben wurden, werden in diesem Abschnitt genau beschrieben. Um Doppelbilder vorzubeugen wurden Prismenfolien angepasst und dem Patienten mitgegeben. Diese mussten mit der Zeit immer wieder verstärkt werden. Im Laufe der Behandlung wurde er schließlich zweimal operiert. Das erste Mal erfolgte eine Rücklagerung des musculus obliquus inferior des betroffenen Auges, das zweite Mal eine Rücklagerung des musculus rectus inferior des Gegenauges. Zum Zeitpunkt der letzten Untersuchung wies der Patient keinerlei Beschwerden oder Doppelbilder in seinem Gebrauchsblickfeld auf.

Diskussion

Dieser Teil der Arbeit enthält das klinische Bild des Strabismus sursoadductorius. Seine unterschiedlichen Erscheinungsformen werden beschrieben sowie verschiedene Äthiologiethesen gegenübergestellt. Kurz wird auf die Funktionen der beim Strabismus sursoadductorius betroffenen Muskeln eingegangen.

Außerdem enthält dieses Kapitel die wichtige Differentialdiagnose zur Trochlearisparese. Die Möglichkeiten der Schieloperation beim Strabismus sursoadductorius werden ebenfalls dargestellt.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction

The topic of this bachelor thesis is the case history of a 30-year-old patient suffering from unilateral strabismus sursoadductorius, which decompensated when the patient was 28 years old. This type of strabismus is defined by elevation in adduction.

Methods

This chapter describes all kinds of examination methods and treatment modalities which have been used. Strabismus sursoadductorius is not present in all directions of view. Therefore it is necessary to check all nine directions of vision. The prism cover test, the tangent screen test and the Lees-screen test in all nine viewing directions are apropriate.

In this kind of strabismus an ocular motility test is crucial. Since some patients have to undergo an operation, it is important to measure abnormal head postures for the calculation of the amount of surgery.

All types of strabismus involving an oblique muscle require a Bielschowsky head tilt test.

The patient in this case history needed a base down prism in his glasses in order to ease his subjective complaints. He also had to undergo two strabismus operations.

Results

This part describes the progression of the patient’s disease from August 2009 to February 2012. The results which were evaluated during this period are listed in this chapter. The patient was provided with a base down prism to avoid double vision. It was necessary to increase the prism diopters several times. He had to undergo two operations. During the first intervention, a recession of the inferior oblique muscle was performed in the affected eye and in the second a recession of the inferior rectus muscle was carried out in the fellow eye.

The last examination did not reveal any double vision or subjective complaints in the patient’s field of vision.

Discussion

This part of the study contains the clinical features of strabismus sursoadductorius. It describes its various manifestastions and compares different theories of etiology. Furthermore, the functions of the muscle affected by strabismus sursoadductorius are briefly discussed. This chapter also provides the important differential diagnosis to fourth nerve palsy.

The different aproaches for strabismus surgery in strabismus sursoadductorius are also mentioned.