Titelaufnahme

Titel
Vergleich der experimentellen Belastung bei Superovulation und Verpaarung von juvenilen und adulten Mäuseweibchen
Weitere Titel
Impact of superovulation and mating in juvenile C57BL/6 mice
AutorInnenSheety, Sarjoun
Erschienen2012
Datum der AbgabeOktober 2012
SpracheEnglisch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)C57BL/6N Mäuse / Superovulation / Corticosteroidmetaboliten / Stress / Tierschutz
Schlagwörter (EN)C57BL/6N Mice / Superovulation / Corticosteroid Metabolites / Distress / Animal Welfare
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzfassung Deutsch

Einleitung: C57BL/6 Mäuse sind ein weit verbreiteter Inzuchtstamm, die oft als Basis für genetische Modifikation genutzt werden. Es können durch Superovulation viel mehr Zygoten aus einem Weibchen gewonnen werden. Da sich die sexuelle Reife der Tiere negativ auf die Anzahl der, durch Superovulierung gewonnenen, Zygoten auswirkt, werden bevorzugt präpubertäre Mäuse verwendet. Ziel dieser Arbeit ist es, festzustellen, ob eine solche Behandlung den Jungtieren schaden würde und ob es eine nicht vertretbare Erhöhung des Stresses verursacht.

Methoden: Zwei Gruppen zu je 22 C57BL/6 Mäusen werden nach Gewicht und Alter sortiert (3-4 Wochen, etwa 10g; 7-8 Wochen, etwa 18g) werden nach der Ankunft in Einzelhaltung gesetzt. Ab Ankuft werden täglich Fäkalien gesammelt. Von den 22 Mäusen einer Alters-, bzw. Gewichtsklasse werden 6 als Kontrollmäuse gehalten, welche nicht behandelt oder superovuliert werden. Am sechsten Tag nach Ankunft werden den 16 verbliebenen Mäusen i.p. 5 IU PMSG injiziert und nach 48 Stunden 5 IU hCG. Anschließend werden die Weibchen für 2 Stunden mit deckerfahrenen Böcken verpaart. Das Deckverhalten wird beobachtet. Am nächsten Tag werden die Weibchen euthanasiert und auf vaginal plug geprüft. Der Oviduktus wird gespült und die Zygoten gezählt. Die Vagina wurde herausoperiert und auf histologische Schäden untersucht.

Ergebnisse: Die Anzahl an Zygoten signifikant höher bei juvenilen als bei adulten. Die Messwerte der Corticosteroid Metabolite im Kot (als Indikator für Stress) zeigte keinen Unterschied zwischen sowohl den adulten als auch juvenilen, Kontroll- und Versuchsgruppen. Es wurden auch keine vaginalen Verletzungen oder Lesionen entdeckt.Obwohl es im Paarverhalten Unterschiede zwischen den Gruppen gibt gab es keine versuchsbedingte Erhöhung des Stresses.

Diskussion: Daher zeigen unsere Ergebnisse keine tierschutzbezogenen Probleme auf, juvenile Mäuse für eine Superovulation zu verwenden. Aufgrund der höheren Ausbeute an Zygoten ist es für C57BL/6 empfehlenswert juvenile Tiere zu verwenden, um die Anzahl an benötigten Spendertieren zu reduzieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Kurzfassung Englisch

Introduction: C57BL/6 inbreed mice are widely used as the background for genetically modified rodents. Through superovulation one can harvest significantly more zygotes from a single female. Because of the negative impact of sexual maturation on the number of oocytes, harvested by means of superovulation, B6 females are preferentially used during their prepubescent stage of development. Aim of the thesis was to evaluate the ethical viability and safety of using juvenile animals as opposed to adults.

Methods: Two groups of 22 C57BL/6NCrl mice, sorted by age and weight (3-4 weeks, approx. 10g; 7-8 weeks and approx. 18g) were separated at delivery into single cages. Voided feces were collected every day starting from the day of arrival. Out of 22 mice per age group, there were 6 control mice which were not treated nor mated. On day 6 after arrival, the remaining 16 mice per group were superovulated by i.p. injection of 5 iU PMSG and 48h later of hCG, and then mated with experienced males for 2 hours. The mating behavior was assessed. Next day, the mice were euthanized and checked for a vaginal plug. After flushing the oviduct ova and zygotes were counted. The vagina was excised for further histological examination.

Results: The experiment showed, the number of zygotes was significantly higher in juveniles as compared to adults. The level of corticosteroid metabolites (an indicator for distress induced by the procedure) was not different between, both adult and juvenile, control and experimental groups. Histological investigations showed no vaginal injury or lesion in either group. Although there are differences in behavior between the adult and juvenile B6 females, there was no test-related increase in the level of stress metabolites excreted during superovulation and mating in either group.

Conclusion: Therefore, our results reveal no animal welfare problem with using juvenile mice for superovulation and mating. Considering the higher yield of zygotes, it is therefore advisable for C57BL/6 to use juvenile mice in order to reduce the number of required donor animals.

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