Titelaufnahme

Titel
Die Geburt zwischen Liebe und Gewalt. Neuanfang und/oder prägendes Ereignis?
Weitere Titel
The birth between love and violence. A new beginning and/or a defining event?
VerfasserTheimer, Olivia
Betreuer / BetreuerinHeinzl, Silke
Erschienen2015
Datum der AbgabeJanuar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)traumatische Geburt / perinatale Psychologie / Kaiserschnitt + Psychologie Kind / Geburt + psychologische Probleme / Geburt + emotionale Entwicklung
Schlagwörter (EN)traumatic birth / perintal psychology / cesarean section + psychology child / birth+psychological problems / birth+emotional development
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund & Ziel der Arbeit:

Obwohl uns die Nachwirkungen der Geburt in ihren unterschiedlichsten Formen durch unser gesamtes Leben begleiten, ist die Psychologie hinter diesem ‚Akt‘ bisher noch wenig erforscht. Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass dieser zuwenig Bedeutung und Interesse zugemessen wird. Ist es gleichgültig wie wir geboren werden? Hat der Geburtsakt psychische Folgen für das Kind und kann man sich überhaupt an die eigene Geburt erinnern? Die folgenden Seiten befassen sich mit Forschungsfrage „Können sich traumatische Geburtserlebnisse negativ auf die emotionale Entwicklung des Kindes auswirken?“. Ziel der Arbeit ist es, einen Anstoß zu geben um die Gesellschaft für diese Thematik zu sensibilisieren und den Horizont des medizinischen Personals hinsichtlich Interventionssetzung zu erweitern.

Methode:

Die Informationen zu der vorliegenden Arbeit konnten im Zuge einer Literaturrecherche gewonnen werden. Zur Sammlung wissenschaftlich relevanter Daten wurden Bücher, Studien, Fachzeitschriften, Fallbeispiele sowie das Internet herangezogen.

Ergebnisse:

Mehrere wissenschaftliche Beiträge bestätigen die Existenz von Geburtserinnerungen. Geburtserlebnisse werden in unserem Unterbewusstsein abgespeichert und können durch verschiedene Umstände immer wieder in das Bewusste gerufen werden um dort für eventuelle Ungleichgewichte zu sorgen. Studien belegen, dass bei 45% aller Kinder ein sehr starkes und bei 50% ein mäßiges bis leichtes Geburtstrauma vorliegt. Es ist möglich gewissen geburtshilflichen Interventionen und Maßnahmen spezielle Charaktereigenschaften im späteren Leben zuzuschreiben, wie beispielsweise das Fehlen von eigenem Kraftgefühl nach Geburtsbeendigung mit einer Saugglocke.

Schlussfolgerungen:

Medizinisches Personal sollte die seelischen Auswirkungen einer Geburt auf das Kind hinsichtlich Interventionssetzung reflektieren und Maßnahmen dahingehend abwägen. Es wird als dringend notwendig erachtet qualitative Langzeitstudien in diesem Zusammenhang durchzuführen um die bisher erforschten Erkenntnisse noch besser mit Zahlen und Fakten untermalen zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

Background and aim of the paper:

Although the aftereffects of childbirth accompany us in their various forms through our entire lives, the psychology behind this ‘act’ has been subject to little research until now. One possible reason for this could be that this area has not been attributed with enough significance and interest. Is it unimportant how we are born? Does the birth act have psychological consequences for the child and are we even able to remember our own birth? The following pages will deal with the research question “Can traumatic birth experiences have negative effects on a child’s emotional development?” The aim of this paper is to give an impetus to sensitize society for this issue and to extend the horizon of the medical personnel regarding interventions.

Method:

The information for the present paper was obtained on the basis of a literature research. For the collection of scientifically relevant data, books, studies, professional journals, case studies and the internet were used.

Results:

Several scientific contributions confirm the existence of reminiscences of delivery. Birth experiences are saved in our subconscious and can continually enter our conscious mind under various circumstances, causing possible imbalances. Studies show that 45% of all children have experienced a major birth trauma, while 50% have experienced a moderate or slight birth trauma. It is possible to ascribe distinct characteristics in later life to certain obstetric interventions and measures, such as the lack of an own sense of power after a birth completion with a suction cup.

Conclusions:

Medical personnel should reflect on the psychological effects of a birth on the child regarding an intervention and should assess measures to that effect. It is considered urgently necessary to perform qualitative long-term studies in this context, in order to be able to accentuate the knowledge investigated until now even better with facts and figures.