Titelaufnahme

Titel
Die Beschneidung von Buben
Weitere Titel
Circumcision of boys
VerfasserWolfschütz, Isabelle
GutachterHeinzl, Silke
Erschienen2015
Datum der AbgabeJanuar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Beschneidung / Zirkumzision / Penis / Vorhaut / Buben
Schlagwörter (EN)Circumcision / Penis / Foreskin / Boys
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in das Themengebiet der „Beschneidung von Buben“ zu geben, um bestmöglich und kompetent beraten zu können.

Die Forschungsfragen lauten „Welche Gründe gibt es für eine Beschneidung?“ und „Wie sollen Hebammen mit dieser Thematik umgehen?“.

Neben Studien aus den Datenbanken „CINAL“, „Maternity and Infant Care Database“ und „Pub Med“ und diverser Literatur wurde auch ein Expertengespräch mit dem Gemeinderabbiner der israelitischen Kultusgemeinde Wien und Beschneider Mag. Schlomo Hofmeister durchgeführt.

In der Bachelorarbeit zum Thema „Beschneidung von Buben“ wird nach der Erläuterung der grundsätzlichen Funktion des Penis, im speziellen der Vorhaut, auch ein Einblick in die geschichtlichen Hintergründe dieses Eingriffs gegeben.

Die medizinischen Indikationen der Beschneidung stellen einen Schwerpunkt dieser Arbeit dar. Des Weiteren werden unterschiedliche Beschneidungsmethoden und Beschneidungstypen definiert und näher beschrieben.

Mögliche unerwünschte medizinische Folgen werden ebenso erläutert wie die positiven Aspekte der Beschneidung.

Abschließend wird das Thema Beschneidung mit religiösem Hintergrund, im Speziellen im Judentum und Islam, behandelt. Auch die Beschneidung aus rechtlicher Sicht wird thematisiert.

Die Beschneidung von Buben wird bisher nicht als wesentlicher Aspekt der Hebammenarbeit gesehen und auch die Literatur geht kaum auf dieses Thema ein. Allerdings ist eine Sensibilisierung der Hebammen im Hinblick auf den religiösen und kulturellen Hintergrund von Schwangeren wünschenswert, um auf deren Fragen und Sorgen einfühlsam und kompetent eingehen und beraten zu können. Gerade im Hinblick auf zunehmende Mobilität der Menschen ist zu erwarten, dass Hebammen mit einer wachsenden Anzahl von Klientinnen aus anderen Kulturkreisen zusammentreffen als es bisher der Fall war. Es scheint daher angeraten, zukünftig mehr Augenmerk auf internationale Entwicklungen zu legen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this paper is to give an insight into the topic of circumcision of boys in order to advise pregnant women or young mothers competently and in the best possible way.

The research focused on the following questions: “What are the reasons for circumcision?” and “How should midwives deal with this topic?”.

The basis were studies from the databases “CINAL”, “Maternity and Infant Care Database” and “Pub Med” as well as literature and an interview with Mag. Schlomo Hofmeister, a rabbi and circumcisor of the Israelite community in Vienna.

The paper explains the basic function of the penis with special focus on the foreskin and gives an insight into the historical background of this procedure.

Medical indications, various methods and types of circumcision are explained in detail.

Possible adverse medical reactions as well as positive aspects are described.

Circumcision as a religious procedure in Judaism and Islam is discussed.

Another aspect of this paper is the legal situation in Austria and Germany.

The circumcision of boys has not been seen as a significant part of a midwife´s work so far. Even in literature there is hardly any mention of this.

It is, however, considered essential for a midwife to be informed about the religious and cultural background of pregnant women in order to deal with their questions and anxieties in a sensitive and competent way. Especially in view of the growing mobility of people it can be expected that midwives will meet more clients with different cultural backgrounds than has been the case so far. In this respect it seems to be advisable to keep an eye on international developments.