Titelaufnahme

Titel
Transgenerationale Weitergabe von Bindungsmustern im Bereich der Fremdunterbringung als Herausforderung für die Soziale Arbeit
Weitere Titel
Transgenerational transmission of attachment patterns in the field of home child care as a challenge for social work
VerfasserDlabaja, Christl
GutachterVasik, Irene
Erschienen2013
Datum der AbgabeApril 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Bindungstheorie / transgenerationale Weitergabe / Bindungsmuster / AAI
Schlagwörter (EN)Attachment theory / transgenerational transmission / binding patterns / AAI
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Eltern, die als Kinder in schwierigen Verhältnissen aufwuchsen, in denen sich die Bindung zu den eigenen Eltern als problematisch erwiesen hat, konnten dadurch vielleicht nie lernen, später selbst stabile Bindungen zu den eigenen Kindern aufzubauen. Die legitimen Ansprüche der Kinder der nächsten Generation auf eine Bindung zu Mutter und Vater berühren möglicherweise diesen früh erlebten Mangel und führen zur Überforderung bei den jetzigen Eltern.

Bei meinem Praktikum am Jugendamt habe ich bei einigen Fallgeschichten entdeckt, dass die Eltern der Kinder, die beim Jugendamt in Betreuung waren und/ oder bei denen Fremd-unterbringung geplant oder angedacht war, ebenfalls nicht zu Hause aufgewachsen sind. Bei mir drängte sich alsbald die Frage auf, ob diese Eltern durch ihre Erfahrungen in der Kindheit derart verletzt sein könnten, dass ihnen der Aufbau einer sicheren Bindung zu ihren eigenen Kindern schwer bis gar nicht möglich ist.

Anhand der Bindungstheorie möchte ich zuerst die entwicklungspsychologische Sicht und danach die Sichtweise in der Systemtheorie erläutern. Im Weiteren möchte ich möglichen Auswirkungen früher Trennungen aufzeigen sowie die Bedeutung einer stabile Bindung zwischen Eltern und Kindern für die weitere lebenslange Entwicklung eines Menschen und seiner Fähigkeit, stabile Bindungen zu anderen Menschen aufzubauen unterstreichen. Im letzten Teil gehe ich auf die Bedeutung der transgenerationalen Weitergabe von Bindungsstörungen auf menschlichen Beziehungen sowie auf die Herausforderungen, die sich daraus für die Soziale Arbeit im Bereich Kinder und Jugendwohlfahrt ergeben können, ein.

Zusammenfassung (Englisch)

Parents who grew up in difficult circumstances, in which the bond to their own parents was problematic, could perhaps never learn to build up strong bonds to their own children. The legitimate aspirations of these children of the next generation to bind to mother and father might affect these early experienced deficiency and lead to excessive overtaxing from the current parents.

During my internship at the youth welfare office, I found in some case stories in which the parents of the children who were in care at the Youth Office and/ or for whom foster care was planned or being considered, also were not raised at home. For me, the question forced itself whether these parents could be hurt by their childhood experiences in such a way that the building of a secure attachment to their own children is difficult or impossible to manage for them.

Based on attachment theory, I would first like to explain the developmental psychology point of view and then the view of the system theory. Furthermore, I would like to point out the possible consequences of early separation and underline the importance of a stable bond between parents and children for the further development of a human being and its ability to build strong bonds with other people. In the final part I am going to the importance of trans- generational transmission of attachment disorders on human relationships and the challenges that can arise for social work in the field of child and youth welfare one.