Titelaufnahme

Titel
Resozialisierung von straffällig gewordenen Menschen
Weitere Titel
Social rehabilitation of delinquent people
VerfasserIgler, Annette
GutachterSchenk, Martin
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuli 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Justizanstalt / Resozialisierung / Soziale Arbeit / Haft / Verein NEUSTART / Suchterkrankung / Sozialer Dienst
Schlagwörter (EN)prison / rehabilitation / social work / detention / club NEUSTART / addiction / social service
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit geht es um die Soziale Arbeit und ihre Resozialisierungsmaßnahmen. Zuerst wird der Rahmen, in dem sich die Soziale Arbeit in einer Justizanstalt befindet, beschrieben. Die Rechtsgrundlagen österreichischer Justizanstalten sind das Strafvollzugsgesetz, die Strafprozess- und Vollzugsordnung. Justizanstalten sind hierarchisch organisiert, wobei die Anstaltsleitung die oberste Ebene ist.

Bei der Resozialisierung geht es um die Wiedereingliederung von straffällig gewordenen Menschen in die Gesellschaft. Sie kann als Ziel des Strafvollzuges bzw. als der Strafzweck gesehen werden. Es gibt verschiedene Personengruppen, bei denen Resozialisierung zur Anwendung kommt: Straffällig gewordene Frauen, StraftäterInnen mit einer psychischen Krankheit, Straftäter mit Gewalt- oder Sexualdelikten, StraftäterInnen mit anderer Nationalität und drogenabhängige Menschen in Haft.

Soziale Arbeit versucht durch eine ganzheitliche Betrachtung der Problemlagen von InsassInnen, diese dabei zu unterstützen die Probleme in den Griff zu bekommen. Dabei stehen ihr verschiedene Methoden und Angebote zur Verfügung. Speziell für Menschen mit einer Suchterkrankung gibt es die Möglichkeit Therapien in Anspruch zu nehmen und es werden Substitutionsprogramme in allen österreichischen Justizanstalten angeboten.

Der Verein NEUSTART betreut Menschen, die aus der Haft entlassen wurden. Er bietet u.a. Bewährungshilfe und Haftentlassenenhilfe an. Durch Angebote wie das Arbeitstraining oder die Wohnbetreuung sollen Menschen schrittweise auf ein selbständiges Leben vorbereitet werden und in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die Erfahrung des Vereins zeigt: „Wirkungsvolle Täterarbeit ist der beste Opferschutz“.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper deals with social work and its measures for social rehabilitation. First, the presence of social work in a prison is described. The legal bases of Austrian prisons are the Prison Act, followed by code of criminal procedure as well as executive rules. Furthermore, prisons are organised in a hierarchical manner, with the prison management being the top level.

Social rehabilitation means reintegration of delinquent people into society. This can be regarded as the main goal of the penal system or as purpose of the punishment. There are several groups of persons where social rehabilitation is applied: women who became offenders, criminals affected by a mental illness, offenders who carried out violent crime or sex crime, delinquents of other nationalities and drug-addicts in custody.

After holistic observation of the problems of inmates, social work tries to support them and helps them to regain control over their lives. To do so, the social workers have various methods and offers at their disposal. Especially for people who suffer from an addiction problem, there is the possibility to go into therapy. Furthermore, there are substitution programs offered in all Austrian prisons.

An association called NEUSTART (English meaning: restart) guides people who have been discharged from custody. It offers probationary service, help for people released from prison and other kinds of support. NEUSTART prepares those people for an independent life through job coaching or residential care, so that they can be incorporated into the employment market. The social workers at NEUSTART know from experience that the best way of victim protection is effective work with the offenders.