Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss des österreichischen Wohlfahrtsstaates auf das Geschlechterverhältnis
Weitere Titel
The influence of the austrian welfare state on the gender ratio
VerfasserJesse, Seraina
GutachterKlawatsch-Treitl, Eva
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuli 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Wohlfahrtsstaat nach Esping Anderson / Produktion und Reproduktion / Klassen- und Geschlechterverhältnisse / Arbeitszeitflexibilisierung und Familienleben / Gleichbehandlungspolitik / feministische soziale Arbeit
Schlagwörter (EN)Welfare-state Esping Anderson / Production and reproduction / class- and gender ratio / implementation of flexible working times and family life / politics of equal treatment / feministic social work
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit thematisiert den Einfluss des österreichischen Wohlfahrtstaates in das Erwerbsleben der Frauen und die damit einhergehende geschlechterspezifische Rollenzuweisung. Im korporatistischen Wohlfahrtsstaat Österreicht, in welchem immer noch die traditionellen Familienfromen existieren, werden Frauen durch Eigentums- , Familien-, und Arbeitsrecht, welche von der Wirtschafts-, Sozial-, und Familienpolitik bestimmt werden, dazu ermutigt die Mutterschaft anzunehmen. Da das Normalarbeitsverhältnis sich an der Biographie des Mannes orientiert und durch den kapitalischen Einflusses die Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse und Arbeitszeiten aufgrund des Arbeitsplatzmangels eingeführt wurde und gleichzeitig ein mangelhaftes Kinderbetreuungsangebot den Müttern zur Verfügung steht, ist es Frauen kaum möglich sich durch ihre Doppelbelastung unabhängig von ihrem Mann ein existenzsicherndes und eigenständiges Leben zu führen. Trotz vieler Vorschlägen zur Geschlechtergleichheit, die mehr oder wengiger verbindlich sind, auf der EU-Ebene, lässt der Neoliberalismus, der sich österreich- und EU-weit ausbreitet, kaum eine Chance zur Gerechtigkeit, wenn sie nicht ökonomisch verwertbar ist. Deshalb muss sich die soziale Arbeit als Menschenrechtprofession für diese Problematik einsetzen und sowohl aus der feministischen Perspektive als auch geschlechtersensibel die Vor- und Nachteile gegenüber den Geschlechtern erarbeiten und durch Einmischeung in politische Aktivitäten entgegenzusteuern und versuchen auszugleichen.

Zusammenfassung (Englisch)

The topic of this thesis is the influence of the Austrian welfare state on the waged work of women and the automatically role compulsion in the society. Containing the traditional type of family in the corporatist welfare state Austria, property-, family and industrial law, which are established by the economic-, social- and family policy, encourages women to accept their motherhood instead of working. Adapting the normal working conditions to the biography of men, including the flexibility of work conditions and work times and at the same time not offering sufficient public child care, the possibility of working in good conditions and guarantee of a continued existence for women with the double burden abates and the dependence on their husbands increases. In spite of many proposals of the European Union, which are in parts binding, the neo-liberalism in Austria and EU does not give a chance to develop justice, if it does not contribute to economy. Therefore social work as a profession of human rights has the responsibility of advocate the problematic and transforming a feministic and gender sensitive type of social work in political activities for reaching the justice between genders.