Titelaufnahme

Titel
"Und wenn du raus kommst, stehst du vor dem Nichts" - Stigmatisierung und Arbeitsmarktintegration von Haftentlassenen
Weitere Titel
"And when you come out, you're left with nothing" - Stigmatisation and labour market integration of ex-convicts
VerfasserMatzinger, Birgit
GutachterKolland, Franz
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Stigmatisierung / Haftentlassene / Gefängnis / Arbeitsmarkt / Integration / Kriminalität
Schlagwörter (EN)stigmatisation / ex-convicts / prison / labour market / integration / crime
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

KlientInnen der Sozialen Arbeit sind vor allem jene, die Randgruppen angehören und daher

aus der Gesellschaft ausgeschlossen sind. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich speziell

mit der Randgruppe der Haftentlassenen und dem Stigma, welches jenen zugeschrieben

wird und mit welchem sie täglich zu kämpfen haben. Um einen theoretischen Einblick zu

geben, wird das Gefängnis als totale Institution nach Goffman beschrieben und im Anschluss

die Entstehung und der Umgang mit Stigma mit Hilfe von Goffmans Konzept diskutiert. Auch

auf die Etikettierung durch die Soziale Arbeit und den dadurch entstehenden sozialen

Ausschluss wird eingegangen. Danach wird die Diskriminierung von Haftentlassenen am

Arbeitsmarkt aufgrund des Stigmas „haftentlassen“ diskutiert um dann auch auf

nachfolgende Probleme im Bereich der materiellen Grundsicherung einzugehen. Der Fokus

der Arbeitsmarktintegration wurde gewählt weil dieser einen wesentlichen Einfluss auf die

Eingliederung in die heutige Leistungsgesellschaft hat und somit eine hohe Bedeutung, unter

anderem auch bei der Rückfallvermeidung und der Schaffung einer Struktur im täglichen

Leben, hat. Neben den Problemen, die Haftentlassene zu bewältigen haben, sollen auch die

Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich der Straffälligenhilfe und der materiellen

Grundsicherung, die von der Sozialen Arbeit angeboten werden, aufgezeigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In Social Work, clients are mostly a marginalized group and are therefore excluded from

society. This thesis focuses on ex-convicts specifically, and the stigma they have to deal with

in their daily lives, which can lead to exclusion. To provide a theoretical basis for this paper,

Goffman’s description of the total institution and his stigma concept are used. Furthermore,

the labelling and the exclusion which also can result out of being a client of Social Work are

discussed. The focus of this thesis however is on the exclusion of ex-convicts of the labour

market and the material problems which can result out of this issue. This was chosen

because the integration into the labour market is one of the main factors that determines an

individuals’ ability to become an active participant in today‘s meritocratic society. Additionally

it plays an important role in matters of preventing re-offences and (re)gaining a structured

daily life. Besides the problems which can occur from being an ex-convict, an account of the

ways in which Social Work can support offenders and their ability to re(gain) material security

is presented.