Titelaufnahme

Titel
Mutter-Kind-Abteilungen in Justizanstalten - Chance für die Förderung der Mutter-Kind-Beziehung?
Weitere Titel
Mother-Child-Departments in Prison - Chance for the Encouragement of the Mother-Child-Relationship?
VerfasserMayerhofer-Sebera, Simona
Betreuer / BetreuerinLehr, Bernhard
Erschienen2013
Datum der AbgabeApril 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Justizanstalt / Frauenkriminalität / Mutter-Kind-Abteilung / Bindungstheorie
Schlagwörter (EN)Prison / female criminality / mother-child-department / attachment theory
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Etwa 15% aller Verurteilungen in Österreich entfallen auf Frauen. Darüber hinaus sind Frauen in bestimmten Deliktgruppen, z.B. Vermögensdelikte, überproportional repräsentiert. Die Gründe dafür können z.B. anhand von biologischen, psychologischen und soziologischen Ansätzen erklärt werden. Weiters ist zu beachten, dass viele der inhaftierten Frauen außerdem Mütter sind. Frauen, die das Obsorgerecht inne haben, dürfen ihre Haftzeit unter bestimmten Voraussetzungen mit ihren Kindern gemeinsam in Justizanstalten mit eigens eingerichteten Mutter-Kind-Abteilungen verbringen. Das Gefängnis wird so zu einem pädagogischen Setting, in welchem die Mutter-Kind-Beziehung eine Chance zur Förderung erhält. Bindungsforschungen zeigten, dass diese frühe Bindung, die zwischen einem Kind und seiner Mutter entsteht, jede weitere Bindung und jede Beziehung, die ein Kind im späteren Leben eingeht, beeinflusst. Daher ist es, trotz der Tatsache, dass eine Mutter-Kind-Abteilung keine optimale Umgebung für ein Kleinkind ist, von großer Bedeutung, der Mutter-Kind-Beziehung die Möglichkeit zu geben sich zu entwickeln und ihr dafür passende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Zusammenfassung (Englisch)

Women are responsible for about 15% of all convictions in Austria. Moreover, women are disproportionately represented in certain categories of crime, such as property offenses. The reasons for that can be explained by biological, psychological and sociological approaches. Furthermore, it is a fact that a lot of detained women are mothers. Women who have custody of their children may be able to spend their prison sentence - under certain conditions - together with their children in prisons with specially established mother-child-departments. The prison thus becomes an educational setting in which the mother-child relationship gets a chance to flourish. Researches showed that this early attachment which develops between children and their mothers influences every bond and relationship children have in their future life. Even though a mother-child-department is not the perfect environment for a child, it is important to create appropriate conditions to give the mother-child-relationship the chance to develop.