Titelaufnahme

Titel
Sexueller Kindesmissbrauch: Tatprävention ist der wirksamste Kinderschutz
Weitere Titel
Sexual child abuse: Crime prevention is the most effective child protection
VerfasserRiedmüller, Angelika
GutachterSchmölzer, Hiltrud
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuli 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Sexueller Kindesmissbrauch / Tatprävention / Pädophilie / SexualstraftäterInnen / Bewusstseinsbildung
Schlagwörter (EN)Sexual child abuse / Crime prevention / Pedophilia / Sexual offender / Awareness-raising
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Bachelorarbeit stellt eine Auseinandersetzung mit der Prävention von sexuellem

Kindesmissbrauch in Österreich dar. Es wird aufgezeigt, dass dieses Phänomen häufiger

vorkommt als öffentlich dargestellt wird und dass vorherrschende Präventionsmaßnahmen mit

Kindern unzureichend sind; um sexuellen Kindesmissbrauch langfristig eindämmen zu können.

Es soll ein ganzheitlicher Blickwinkel, der die TäterInnen und deren Motive für die Tat

miteinschließt, eingenommen werden. Dabei wird zwischen Personen, die eine sexuelle Präferenz

für Minderjährige, also pädophil veranlagt sind und welchen, die Kinder als Ersatzpersonen

benutzen, also keine sexuelle Präferenz für kindliche Körper aufweisen, unterschieden. Außerdem

wird differenziert, ob betroffene Personen ihre Präferenzen in die Tat umsetzen und einen

Missbrauch begehen oder ob sie es schaffen ihre Impulse auf die Fantasieebene zu beschränken.

Dies kann auch als Ziel von Präventionsangeboten gesehen werden. Prävention auf der Seite der

TäterInnen (im Dunkelfeld) oder potentieller TäterInnen scheint für Menschen mit pädophilen

Neigungen besser geeignet zu sein, da sie eher ein Bewusstsein darüber haben, dass sie sich zu

Kindern sexuell hingezogen fühlen und somit ein Risiko vorweisen einen Missbrauch zu begehen.

In Anlehnung an das deutsche Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ werden Möglichkeiten

aufgezeigt, potentielle TäterInnen oder reale DunkelfeldtäterInnen zu erreichen um somit Kinder

vor (weiteren) sexuellen Übergriffen zu schützen. Ferner soll die Wichtigkeit der objektiven

Aufklärung über diese Gruppe sowohl in der Ausbildung der Profession Sozialer Arbeit als auch auf

gesellschaftlicher Ebene herausgearbeitet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This bachelorwork is an analylis of the prevention of sexual child abuse in Austria. It will be

demonstrated that this phenomenon occures more often than officially represented and that

common prevention measures with children are not sufficient to curb sexual child abuse for a long

term. This work is meant to show a holistic angle of view which includes the offenders and their

reasons for the act. Here, a distinction will be made between offenders with sexual preferences for

children, which means they have a sexual preference in terms of pedophilia, and such without,

which means those who use children as a replacement for grown ups. Furthermore it will be

distinguished between people who act according to their preferences and those who manage to

resist their fantasies. This could also be seen as the primary goal of prevention offers. It seems

that people with sexual preferences for children (compared to those who use children as a

substitute) are more likely to seek help, because some of them know about their preferences and

so they are aware of their own risk to commit a crime in connection with sexual child abuse. On the

basis of the german Prevention Project „Kein Täter werden“ possibilities to reach potential

offenders or real offenders (of unreported cases) to protect children from (more) sexual attacks

shall be shown. Furthermore the importance of clarification of and information about this group

shall be illustrated, in education of the profession social work as well as on social levels.