Titelaufnahme

Titel
Flucht aus Pakistan. Herausforderungen für die Soziale Arbeit in Österreich
Weitere Titel
Escape from Pakistan. Challenges for social work in Austria
VerfasserSchreck, Jennifer
GutachterDiebäcker, Marc
Erschienen2013
Datum der AbgabeNovember 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Flucht / Asyl / Pakistan / Vienna Refugee Camp / Migration / Asylpolitik / EU / Schutz / Augrenzung / Entrechtung / Exklusion / Prinzipien / Soziale Arbeit / Gerechtigkeit / Menschenrechte / Gleichheit / Instrumentalisierung / Rückkehrberatung
Schlagwörter (EN)Refugee / Migration / Pakistan / Vienna Refugee Camp / Asylum / Politics / Exclution / Disfranchisement / Social Work / Principles / Human rights / Equality / Exploitation / Retourn counseling
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In Auseinandersetzung mit der Frage, was einen Flüchtling ausmacht und inwieweit sich Flucht- von Arbeitsmigration unterscheidet, zeigen sich verschwimmende Grenzen, die zu Gunsten der Flüchtlinge ausgelegt werden. Anhand verschiedener Faktoren, die laut ExpertInnen in Verdacht stehen Flüchtlinge zu produzieren, wird die Situation in Pakistan analysiert. In den fünf Abschnitten; sozialökonomische Situation, politisches System, Gewalt, Diskriminierung und strukturelle Gewalt; offenbart sich ein hohes Flucht-auslösendes Potential. Trotzdem erhalten pakistanische Flüchtlinge kaum eine Anerkennung gemäß Genfer Flüchtlingskonvention. Auch die miserable Sicherheitslage führt nicht dazu, dass pakistanische Flüchtlinge einen Schutzstatus erhalten. Zum Einen liegt es daran, dass die Glaubwürdigkeit, wie auch bei anderen Flüchtlingen, unter kultureller Kommunikationsdifferenzen leidet. Zum Anderen wird die Sicherheitslage zum Nachteil der pakistanischen Flüchtlinge ausgelegt. Paradox, und im Sinne der Menschenrechte bedenklich, ist es, dass Abschiebungen und Rückkehrförderungen durchgeführt werden, während das Außenministerium davor warnt nach Pakistan zu reisen. Ihre Flüchtlingseigenschaft und ihr Schutzbedürfnis wird ihnen abgestritten - somit sind sie ausgegrenzt und entrechtet. Die Prinzipien Sozialer Arbeit sind gefragt, doch sie befindet sich selbst in einer prekären Situation zwischen staatlicher Abhängigkeit und Marktlogik. Es ist fraglich ob unter den Bedingungen die pakistanischen Flüchtlinge in ihren Rechten gefördert werden können. Abschließend eröffnet sich der Blick auf die Rückkehrberatung von pakistanischen Flüchtlingen äußerst problematisch. Die Instrumentalisierung durch die Politik ist bei einigen Dienstleistern nahezu sicher. Dort wo Soziale Arbeit vermutlich noch im Sinne ihrer Prinzipien und Standards tätig sein kann, stellen sich Fragen nach der Instrumentalisierung und Einhaltung ihrer Grundlagen.

Zusammenfassung (Englisch)

In dealing with the question of what constitutes a refugee and how labor migration differs from flight, blurred boundaries are shown which will be interpreted for benefit of refugees. Based on various factors that, according to experts, are suspected to produce refugees the situation in Pakistan is analyzed. The five sections; socio-economic situation, political system, violence, discrimination and structural violence; showes a high potential for production of flight. Nevertheless Pakistani refugees hardly receive recognition under the Geneva Refugee Convention. Even the miserable security situation does not mean that Pakistani refugees get a protection status. Firstly, it is because the credibility suffers based on cultural communication differences. Secondly, the security situation is interpreted to the detriment of Pakistani refugees. Paradoxical, and alarming in terms of human rights concern, deportation and return grant are performed while the Foreign Ministry warns against travel to Pakistan. Pakistani refugees are denied their refugee status and their need for protection - thus they are excluded and disenfranchised. The principles of social work are in demand, but is itself in a precarious situation between state dependence and market logic. It is questionable whether, under these conditions, the Pakistani refugees can be promoted in their rights. Finally retourn counseling of Pakistani refugees seems extremely problematic. The exploitation by politics is almost certainly at some service providers. Where social work can probably still work in terms of their principles and standards, the questions of exploitation and compliance with its principles remains.