Titelaufnahme

Titel
Aktuelle Entwicklungen der Wiener Wohnungslosenhilfe - Auf der Suche nach leistbarem und dauerhaftem Wohnraum
Weitere Titel
Latest developments in the Viennese support for the homeless - Searching for affordable and durable living room
VerfasserTaschner, Leonhard
Betreuer / BetreuerinMelinz, Gerhard
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuli 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Wiener Wohnungslosenhilfe / Wohnungslosigkeit in Österreich / Leistbarer und dauerhafter Wohnraum / Housing First
Schlagwörter (EN)Viennese support for the homeless / Homelessness in Austria / Affordable and durable living room / Housing First
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit widmet sich dem Themenkomplex Wohnungslosigkeit und Sozialarbeit in Österreich. Im Speziellen wird auf aktuelle Entwicklungen der Wiener Wohnungslosenhilfe eingegangen und die bisherigen und (möglichen zukünftigen) Schnittstellen zu dauerhaftem und leistbarem Wohnraum untersucht, wobei das Pilot-Projekt „Housing First“ in Wien besonders berücksichtigt wird. Mit dem neuen Ansatz „Housing First“ wird verfolgt, dass wohnungslose Menschen möglichst rasch eine normale mietvertraglich abgesicherte Wohnung erhalten. Die individuelle persönliche Unterstützung wird von der Wohnraumversorgung entkoppelt. Die Frage hierzu lautet: Gibt es überhaupt leistbaren und dauerhaften Wohnraum zu vermitteln? Die nähere Betrachtung zeigt, dass die Mietpreise in den einzelnen Segmenten des Wohnungsmarktes in Wien steigen. Der private Wohnungsmarkt kommt aus Kostengründen und Hochschwelligkeit nicht oder nur selten in Frage, der geförderte Wohnungsmarkt ebenfalls kaum. Darüberhinaus gibt es in diesen Marktsegmente kaum strukturell unterstützte Kooperationen mit der Wohnungslosenhilfe. Das Wiener Modell von „Housing First“ sieht einen breiten Zugang zu leistbarem Wohnraum durch Kooperationen mit allen Sektoren des Wohnungsmarktes vor. In Wien stellen die Gemeindewohnungen derzeit das günstigste Wohnungssegment dar. Wohnungslose Menschen können prinzipiell durch die Soziale Arbeit in diesen Wohnraum vermittelt werden. Jedoch ist eben dieser Zugang zu Gemeindewohnungen unzureichend strukturell verankert für diese Zielgruppe. Hierbei müsste entsprechende politische Verantwortung übernommen werden, um diesen Zugang zu Wohnraum rasch gewährleisten zu können. Unterstützend müsste Personen, die persönliche Hilfe benötigen, individuell abgestimmte Betreuung eingeräumt werden. Bei der Analyse der Thematik wird auch das vorgeschaltete Angebot der Wohnungslosenhilfe – die „Wohnungssicherung & Delogierungsprävention“ – in den Blick genommen. Dabei zeigt sich, dass Wohnungsverlust von vornherein nicht adäquat verhindert wird. Die Reduktion und Abschaffung von Wohnungslosigkeit wird, so die These, sowohl im Kontext der Wohnungspolitik als auch in den österreichischen Reformplänen zur Armutsbekämpfung vernachlässigt. Ein „Recht auf leistbares Wohnen“ gibt es in Österreich nicht.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis is devoted to the topic of homelessness and social work in Austria. In particular, up to date developments in the Viennese support for the homeless are as well examined as the current (and possibly future) interfaces to lasting and affordable living room. The pilot project “Housing First” in Vienna is a special matter to discuss. The new approach “Housing First“ follows that homeless people get a normal tenancy secured apartment as quickly as possible. The individual's personal support is detached from housing supply. The question is this: Is this mediated living room actually durable and affordable? Actually the prices on the different segments of the housing market in Vienna are rising. For reasons of cost and high thresholds the private housing market is rarely or never a realistic possibility to get a flat. The subsidized housing market also hardly ever. Moreover, in these market segments structurally supported cooperation with the homeless is very rare. “Housing First – The Vienna model” is about to point a finger to all of the market segments0. At the moment In Vienna, the council flats provide the most affortable residential segment. Homeless people can be mediated by social work in this flats. However, this access to public housing is inadequate structurally implemented for this target group. For this, the appropriate political responsibility would have to be taken to ensure quick access to affordable and permanent housing. At the same time persons in need of personal assistance would have to be provided with individualized care. In the analysis of the issue also the upstream supply of homeless support – "flat protection & prevention of eviction" – is examined. This shows that from the beginning homelessness is not adequately prevented in vienna. According to the thesis, the reduction and elimination of homelessness is neglected in both, the context of housing policy and in the Austrian reform plans to combat poverty. A "right for housing" does not exist in Austria.