Titelaufnahme

Titel
Zervikogener Kopfschmerz und manuelle Therapie
Weitere Titel
Cervicogenic headache and manual therapy
VerfasserAlfons, Gwendolyn
Betreuer / BetreuerinEder, Angelika
Erschienen2013
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Background: Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten Erkrankungen in der westlichen Welt. Sie gehören zu den zehn wichtigsten Gründen für Arbeitsunfähigkeit und kommen in jedem Lebensalter vor. Die International Headache Society (IHS) hat mit ihrer Internatio-nal Classification of Headache Disorders (ICHD) die vielen verschiedenen Arten von Kopfschmerzen eingeteilt. Diese Klassifikation unterscheidet zwischen primären und se-kundären Kopfschmerzen. Primäre Kopfschmerzen gelten als eigenes Krankheitsbild und haben keine andere Erkrankung als Ursache. Sekundäre Kopfschmerzen sind im Gegen-satz dazu die Folge anderer Erkrankungen. Zu diesen sekundären Kopfschmerzformen zählt auch der zervikogene Kopfschmerz, der als Unterpunkt 11.2.1. in der Klassifikation aufgeführt ist. Die Prävalenz liegt bei ca. 2,5% und nimmt bei Personen mit regelmäßigen Kopfschmerzen zu. Auch wenn diese Kopfschmerzform deutlich seltener vorkommt als der Kopfschmerz vom Spannungstypus, zeigte sich bei Patientinnen und Patienten mit zervikogenem Kopfschmerz eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität im Ver-gleich zu Patientinnen und Patienten mit Migräne oder Kopfschmerz vom Spannungsty-pus. Die Pathophysiologie des zervikogenen Kopfschmerzes lässt sich mit dem Konver-genzmechanismus der spinalen und trigeminalen Afferenzen auf Höhe des oberen zervi-kalen Rückenmarks erklären. Demnach können alle Strukturen, die von den ersten drei Spinalnerven innerviert werden, potentielle Verursacher des Kopfschmerzes sein. Die meisten dieser Strukturen sind manualtherapeutisch behandelbar. Zur Behandlung des zervikogenen Kopfschmerzes wird in erster Linie manuelle Therapie allein oder in Kombi-nation mit Trainingstherapie und Injektionen empfohlen. Es stellt sich also folgende Frage: Kann durch manuelle Therapie wirklich Einfluss auf die Pathophysiologie des zervikoge-nen Kopfschmerzes genommen werden?

Methodik: Diese Literaturarbeit versucht, die gestellte Frage zu beantworten. Nach Stu-dien gesucht wurde in den Datenbanken Science Direct, The Cochrane Library, CINAHL, Academic Search Elite, SpringerLink, Medline (über OVID), PubMed und PEDro im Zeit-raum September 2012 bis Jänner 2013. Verwendete Schlüsselwörter waren cervicogenic headache, cervical headache, manual therapy, mobilisation, mobilization, soft tissue ther-apy, soft tissue techniques, neuromuscular therapy und neuromuscular techniques. Im Rahmen der Suche wurden vier Studien gefunden, welche die Ein- und Ausschlusskrite-rien erfüllen.

PT - Relevanz: Der zervikogene Kopfschmerz ist von allen Kopfschmerzarten der einzige, der eine klare Indikation für physiotherapeutische Maßnahmen aufweist, weil mechani-sche Störungen der HWS die Symptomatik verursachen.