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Title
Physiotherapeutische Assessments zur Untersuchung von radikulären Beschwerden des unteren Zervikalsyndroms
Additional Titles
Assessments for the examination of low cervical radiculopathies in the physiotherapy
AuthorFink, Franziska Elisabeth
Thesis advisorReicher, Eva
Published2013
Date of SubmissionMay 2013
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Ziel der Arbeit ist es, die physiotherapeutischen Assessments zur Untersuchung des unteren Zervikalsyndroms aufzeigen und sie auf ihre Sensitivität und Spezifität untersuchen. Daraus ergibt sich die Fragestellung: Welche physiotherapeutischen Assessments zur Untersuchung von radikulären Ursachen des unteren Zervikalsyndroms weisen die höste Sensivität und Spezifität auf?

Diese Fragestellung wird durch eine nicht-empirische Forschungsarbeit beantwortet. Für die Bachelorarbeit 1 wurde zunächst in der Bibliothek der FH Campus Wien und in der Landesbibliothek nach Literatur unter den Stichwörtern „radikuläres Zervikalsyndrom, Anatomie HWS, Klinische Tests, Diagnostik“ gesucht. Als ergänzende Literatur wurden vor allem Reviews aus der Online Datenbank Pubmed herangezogen. Suchbegriffe waren dabei “radicular, radiculopathy, neck pain, cervical, nerve root compression, diagnosis, tests”.

Die Bachelorarbeit 1 beinhaltet zunächst einen Überblick über die Thematik des radikulären unteren Zervikalsyndroms und dessen Assessments. Es wird der zentrale Begriff „radikuläres unteres Zervikalsyndrom“ definiert. Im Anschluss wird die Anatomie des Zervikalen Spinalkanals und der Nervenwurzel, zum besseren Verständnis der Entstehung einer zervikalen Radikulopathie, beschrieben. Durch Degenerative Veränderungen, im Sinne von Spondylosen und Diskushernien kommt es, aufgrund der anatomischen Begebenheiten, zur Einengung des Spinalkanals. Dies kann zu Kompressionen und/oder Irritationen der Nervenwurzeln führen.

Für die klinische Untersuchung von zervikalen Radikulopathien gibt es keinen Golden Standard, weshalb sie in der Literatur unterschiedliche Assessments beinhaltet.

Durch das Wissen über die Symptomlokalisation in den jeweiligen Versorgungsgebieten (Dermatome und Myotome), können oft bereits durch anamnestische Assessments Aussagen über die betroffenen Segmente gemacht werden. Die motorische und sensorische Untersuchung der Halswirbelsäule überprüft mögliche Auswirkungen einer Nervenwurzelkompression im Sinne von Muskelschwächen, Störungen der Muskeleigenreflexe, Schmerzen und Sensibilitätsstörungen. Einschränkungen der HWS Beweglichkeit können auf degenerative Veränderungen hinweisen.

Zusätzlich werden oft Provokationstests angewendet. Dabei werden der Spuling Test, der Schulterabduktionstest, der Valsalva-Test, der Upper Limb Tension Test und der HWS-Distraktionstest am häufigsten angegeben. Weitere Provokationstests zur Untersuchung von zervikalen Radikulopathien sind der Schulterkaudalisierungstest, der Jackson-Kompressionstest, der Foramina-intervertebralia-Kompressionstest, der Flexionskompressionstest, der Extensions(kompressions)test und das Lhermitte-Zeichen dar.

In weiterer Folge wird in der Bachelorarbeit 2 die Sensitivität und Spezifität der genannten Untersuchungsmöglichkeiten durch zusätzliche Literatur beschrieben, dargestellt und vergleicht.