Bibliographic Metadata

Title
„Das Management der Inkontinenz in der Rehabilitation von Menschen mit Querschnittlähmung -Ein internationaler Vergleich Österreich-USA“
Additional Titles
The bladdermanagement in rehabilitation of spinal cord injury patients- an international comparison of Austria and the US
AuthorFurtmüller, Anna Katharina
Thesis advisorSadovnik, Katarina
Published2013
Date of SubmissionMay 2013
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Gerade die oft bestehende Inkontinenz stellt Menschen mit einer Querschnittlähmung vor enorme Herausforderungen, beeinflusst diese doch maßgeblich die Lebensqualität durch ihre Auswirkungen auf den gesundheitlichen Allgemeinzustand, die Selbständigkeit bezüglich körperlicher Aktivität aber auch auf die Teilhabe am täglichen bzw. sozialen Leben. In der Rehabilitation von QuerschnittpatientInnen werden die besonderen Bedingungen behandelt, die aus der jeweiligen Rückenmarksverletzung resultieren – so ist auch die Aufklärung über Behandlungsmöglichkeiten und die Behandlung bzw. das Management der Blasenproblematik Teil des Therapieprozesses. Interessant ist dabei ein internationaler Vergleich von Rehabilitationseinrichtungen, da beispielsweise in den USA in der Physiotherapie hohes Augenmerk auf die Inkontinenz und das Blasenmanagement gelegt wird. Die PatientInnen in den USA erhalten nach der allgemeinen Anamnese bereits in der ersten Therapieeinheit eine Aufklärung über das Blasen und Darmmanagement. Anhand von Unterlagen mit bildhaften Vorstellungen werden die Querschnittgelähmten zu verschiedenen, häufig auftretenden Fragestellungen aufgeklärt. So werden den Betroffenen z.B. Anatomie und Physiologie des Entleerungssystems sowie dessen Störungen und ihre Auswirkungen erklärt, mögliche Untersuchungsmehoden und Behandlungsformen erläutert, der Umgang mit Blasenvolumen bzw. –Druck geschult und die Vermeidung von Folgeschäden wie Infektionen etc. erläutert.

Im Hinblick auf die amerikanische Herangehensweise soll in dieser Arbeit eruiert werden, inwieweit die querschnittgelähmten PatientInnen in österreichischen Institutionen bezüglich der Behandlungsmöglichkeiten und des Blasenmanagements aufgeklärt werden bzw. ob und inwiefern es Handlungsbedarf für die österreichische Physiotherapie gibt. Es soll herausgefiltert werden, welche Rolle und welchen Stellenwert die Physiotherapie in der interdisziplinären Rehabilitation von Menschen mit querschnittbedingter Inkontinenz hat.

Aufgrund der Epidemiologie werden in dieser Arbeit nur Männer mit einer traumatischen, inkompletten cervicalen Querschnittläsion (C5-7) behandelt, welche ihren Unfall im Alter von 20-40 Jahren hatten.

Daher ergibt sich folgende Forschungsfrage:

Welche Therapieinhalte bezüglich des Inkontinenzmanagements bei Männern mit hoher Querschnittlähmung ergeben sich für die österreichische Physiotherapie durch einen internationalen Vergleich österreichischer und amerikanischer Rehabilitationseinrichtungen?

Um die wissenschaftliche Fragestellung zu diesem Thema beantworten zu können, wird empirisch gearbeitet. Es werden Fragebögen formuliert, die an PhysiotherapeutInnen und Patienten in zwei österreichischen Rehabilitationszentren (AUVA Rehabilitationszentren Weißer Hof und Tobelbad) geschickt werden. Die Fragebögen werden auf Englisch über-setzt und an zwei Ambulatorien in Baltimore/USA per E-Mail versendet. Die Patienten und TherapeutInnen haben nach Erhalt der Fragebögen drei Wochen Zeit, diesen korrekt und sorgfältig auszufüllen.

Zu Beginn der Studie wird das Themenfeld der Harninkontinenz bei QuerschnittpatientIn-nen durch eine nicht-experimentelle Inhaltsanalyse untersucht, Hintergrundinformationen gesammelt und der derzeitige Forschungsstand erhoben. Weiters werden Informationen über das Erstellen wissenschaftlich korrekt formulierter und formatierter Fragebögen ge-sucht.

Für die nicht-experimentelle Inhaltsanalyse wird eine ausführliche Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed, Pedro, Google Scholar, SpringerLink, Cochrane Collaboration, sowie in der Bibliothek des FH Campus Wien durchgeführt. Es wird darauf geachtet, dass aktuelle Literatur verwendet wird. Die Studien werden vorrangig zur Aussagebestätigung verwendet.

Die Schlüsselbegriffe zur Suche der Studien sind: „Blasenmanagement bei Querschnitt-lähmung Physiotherapie“, „urinary incontinence spinal cord injury“, „bladdermanagement“, „neurogenic bladder dysfunction and spinal cord injury“, „spinal cord medicine“, „urinary tract dysfunction“, „therapeutic concepts“

Studiendesign

Die empirische Studie läuft über einen Zeitraum von drei Wochen. In dieser Zeit werden die TeilnehmerInnen angehalten einen definierten, wissenschaftlich formulierten und for-matierten Fragebogen auszufüllen. Dieser beinhaltet einerseits Fragen zum Management der Harninkontinenz bei QuerschnittpatientInnen in der Physiotherapie, als auch welche Behandlungsformen es dazu gibt, andererseits die Aufklärung über das Blasenmanage-ment, wie die PatientInnen diesbezüglich aufgeklärt werden, wer dafür verantwortlich ist und welche Rolle die Physiotherapie im Blasenmanagement spielt, aber auch welchen Stellenwert sie dabei hat.

Die Fragebögen werden an PhysiotherapeutInnen und PatientInnen in zwei österreichi-schen Rehabilitationszentren (AUVA Rehabilitationszentren Weißer Hof und Tobelbad) geschickt. Sie werden zugleich in englischer Sprache übersetzt per Mail nach Amerika geschickt.