Titelaufnahme

Titel
Adulter Pes Planus in Verbindung mit Patellofemoralem Schmerz - Zusammenhang & effektive physiotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten
Weitere Titel
Adult Pes Planus in combination with Patellofemoral Pain Syndrom - Relationship & effective physiotherapeutic treatments
VerfasserKasztner, Patrick
GutachterKundegraber, Manuela
Erschienen2013
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Problemaufriss

40% der Population leidet an Fußproblemen, 5% werden diesbezüglich operativ versorgt. Die Fußdeformität Pes Planus zeigt sich an einer Vielzahl an PatientInnen und stellt somit einen wichtigen Bestandteil in der physiotherapeutischen Behandlung dar. Durch die Insuffizienz des aktiven und passiven Halteapparates des Fußes, kommt es beim Stand und ebenso beim Gang zur Abflachung des Fußlängsgewölbes. Das Resultat ist u.a. eine Abweichung der gesamten Beinachse und führt zu pathologischen Mechanismen, wie beispielsweise dem „patellofemoralen Schmerzsyndrom“ (PFSS). Das Art.patellofemoralis erleidet so früh und so häufig degenerative Veränderungen wie wohl kaum ein anderes Gelenk. PFSS zählt zu den häufigsten Beschwerdebildern retropatellarer Knorpelveränderungen und anteriorer Knieschmerzen. Als Ursache wird ein funktionelles Malalignment gesehen, welches nicht im Kniegelenk, sondern u.a. durch Muskelschwächen im Bereich der Hüfte, fehlende Rumpfstabilität oder durch Fehlstellungen im Bereich des Fußes entsteht.

Zentrale Fragestellungen und Subfragen der BAC 1

Recherchen ergeben zwar eine Fülle an Forschungsarbeiten zu den Themen „Pes Planus“ und „PFSS“, allerdings gibt es keine konkrete Stellungnahme zu einer evidenz-basierten, effektiven physiotherapeutischen Behandlungsmöglichkeit. Somit steht im Mittelpunkt dieser wissenschaftlichen, nicht-empirischen Forschungsarbeit die Beantwortung folgender zentraler Fragen:

• „Gibt es eine Auswirkung von Pes Planus auf das PFSS?“ und

• „Welche effektiven physiotherapeutischen Behandlungsansätze gibt es bei adulten Pes Planus in Verbindung mit dem PFSS?“

In der Einleitung sollen folgende Fragen beantwortet werden:

• „Wie lauten die Definitionen der Begrifflichkeiten "Pes Planus" und "Patellofemoraler Schmerz"?“

• „Welche Ursachen gibt es für die jeweiligen Krankheitsbilder?“

• „Wie ist die Pathomechanik bei den jeweiligen Krankheitsbildern?“

PT-Relevanz

PhysiotherapeutInnen treffen in ihrer Tätigkeit sehr häufig auf PatientInnen mit dem Krankheitsbild „Pes Planus in Verbindung mit patellofemoralen Schmerz“. Da Literaturrecherchen keine Antwort auf eine effektive, zusammenhängende Behandlungsmöglichkeit bieten, wäre das Wissen um die Komplexität des oben beschriebenen Krankheitsbildes eine Bereicherung für die Physiotherapie, um eine wissenschaftlich fundierte, für den/die PatientIn adäquate und effiziente Therapie der Haltungsabweichung "Pes Planus in Verbindung mit PFSS" zu ermöglichen.

Beschreibung der Arbeitsschritte

Das Wissen über die Anatomie und Biomechanik des Fußes (Siehe Kapitel 1.4.) soll zur Grundlage dienen, um ein besseres Verständnis für die Pathomechanik des PP aus muskoskeletaler Sichtweise entwickeln zu können. Weiters wird das Krankheitsbild PP definiert und ein Bezug zur Ätiologie hergestellt. Anschließend wird mit gleicher Vorangehensweise auf die Pathologie PFSS eingegangen und dessen Definition, Ätiologie, sowie Pathomechanik folgen. Basierend auf den ersten Arbeitsschritten der BAC 1, soll nun in der BAC 2 der Zusammenhang zwischen PP und PFSS geschildert werden, ebenso soll die Vertiefung in jeweilige und kombinierte effektive physiotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten folgen.

Beschreibung der Suchkriterien und Limitationen

Bei dieser Bachelorarbeit handelt es sich um eine nicht-empirische Forschungsarbeit. Als Wissensgrundlage soll eine ausführliche Literaturrecherche in öffentlich zugänglichen Onlinedatenbänken im Internet dienen. Fachliteratur bezüglich der Anatomie und Biomechanik werden dann zur Hilfe genommen, falls die Literaturrecherche keine brauchbaren Ergebnisse liefert. Zur Erhebung der Informationen wurde in den Datenbanken nach den jeweilig benötigten Einzelbegriffen nach dem PICO – Modell geforscht. Danach wurden die einzeln gesuchten Begriffe in Verbindung gebracht und durch Limitationen beschränkt. Die daraus resultierenden Treffer mussten einzeln auf den Inhalt überprüft werden. An dieser Stelle wäre anzumerken, dass ein logischer Suchfilter nur bedingt funktioniert, da relevante Suchbegriffe in verschiedensten Synonymen oder Schreibweisen vorliegen. Die Informationen wurden aus den Datenbanken PubMed, Google Scholar, PEDro, CINAHL und COCHRANE LIBRARY (die letzten beiden Portale wurden über den FH-Zugang gewählt) entnommen. Damit die Qualität dieser wissenschaftlichen Forschungsarbeit hoch gehalten wird, werden ausschließlich RCTs und höherwertige Quellen gebraucht. Sollte die Suche in einem speziellen Themenfeld keine hochqualitativen bzw. kostenfreien Resultate erzielen, können minderwertigere Studien verwendet werden.