Titelaufnahme

Titel
Einfluss von Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) vor einer körperlichen Beanspruchung in Bezug auf die Kraftausdauer
Weitere Titel
Effect of Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) before physical load in matters of strength endurance
VerfasserKöhle, Patrick
GutachterHuemer, Klemens
Erschienen2013
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Medizinische Trainingstherapie ist unter anderem ein wesentlicher Bestandteil nach Operationen bei welchen eine Struktur bzw. Gelenk über einen längeren Zeitraum nicht belastet werden darf. Durch diese Immobilisation reduziert sich der Muskelfaserquerschnitt und dadurch die Muskelkraft.

Im Anschluss an die Ruhigstellung ist deswegen während der Rehabilitation ein Muskelaufbautraining von großer Bedeutung. Je öfter eine Übung, unter gleichbleibenden Übungsbedingungen, mit derselben Last ausgeübt werden kann, desto größer ist der Trainingsreiz bzw. der Trainingseffekt am Ende der Einheit für die betroffene Muskulatur. Die maximal erreichbare Wiederholungszahl ist unter anderem abhängig von: Last, Übungsgeschwindigkeit, Motivation, Trainingszustand, Stoffwechselaktivität in der Muskulatur, etc.

Versuche an lebenden Ratten und an speziell gezüchteten Mitochondrien im Reagenzglas zeigten, dass Low-Level-Laser Bestrahlung den Stoffwechsel, sprich die Funktion der Mitochondrien bzw. der mitochondrialen Atmungskette und deren ATP-Resynthese, erheblich verbessert. Deswegen gilt es zu klären ob die mittels Tierversuche gewonnenen Erkenntnisse zur Steigerung der Stoffwechselsituation im Muskel durch LLLT, sich auf den Menschen übertragen lassen.

Es gibt bereits mehrere RCT's über Low-Level-Laser-Therapie in den unterschiedlichen Einsatzgebieten wie: Wundheilung, Arthrosen, Tendopathien, Rückenschmerzen, peripheren Nervenverletzungen und Muskelermüdung. Diese Studien zeigen nicht immer positive Ergebnisse in Bezug auf den Erfolg bei der Behandlung von Patienten. Gründe dafür können inadäquate Dosierungen bzw. ungünstige Platzierung des Lasers oder Medikationen der Probanden welche Einfluss auf das Outcome haben.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage in wie weit sich LLLT, appliziert vor einer körperlichen Beanspruchung, auf die Wiederholungszahl auswirkt. Daraus ergibt sich die Hypothese, dass LLLT vor einer körperlichen Beanspruchung, appliziert auf den Muskelbauch, die Wiederholungszahl, im vergleich mit einer Placebobebehandlung steigern kann. Mittels Literaturrecherche soll geklärt werden ob die Frage mit dem heutigen Stand der Forschung beantwortet werden kann. Da der Laser in sehr vielen Physiotherapiepraxen oder physiotherapeutischen Abteilungen in Krankenhäuser für unterschiedlichsten Einsatzgebiete verwendet wird, wäre es ein zusätzlicher Benefit, wenn mehrere Studien, die auf die Steigerung der Wiederholungszahl mittels Laser Bezug nehmen, zu einem einheitlichen Ergebnis kommen würden und der Laser für ein weiteres Einsatzgebiet genutzt werden könnte.

Bei dieser Bachelorarbeit handelt es sich um eine hermeneutische Arbeit. Als Quellen dienen evidenzbasierte Studien und Fachbücher. Die Studien sind über die Suchbegriffe „low level laser“ „muscle“ "fatigue", "repetition" und Kombinationen davon in den Datenbanken "Pubmed", "PEDro" und "Googlescholar" zu finden. Weiters dienen Referenzen bereits verwendeter Studien zur Orientierung. Die Originalartikel stehen über die elektronische Zeitschriftenbibliothek der Universitätsbibliothek der medizinische Universität Wien, der Hauptbibliothek der Uni Wien sowie der FH-Campus Wien zum freien Download zur Verfügung. Durch folgende Faktoren wird die Suche gefiltert: englisch oder deutsche RCT's, PEDro score 5/10 und Erscheinungsjahr der Studien nicht älter als 2007.

Für einen groben Überblick über die Studien soll ersichtlich sein welches Ziel die Studie verfolgt, welche Probanden getestet, welche Intervention gemacht und welche Ergebnisse gemessen wurden. Für eine bessere Vergleichbarkeit der Studien untereinander wurde die Filterung der Ergebnisse durch die Suchbegriffe "biceps, humeri, brachii" und Kombinationen daraus, spezifiziert.

Die bereits gesammelten Ergebnisse in Form von fünf RCT's werden in dieser Arbeit einzeln zusammengefasst und dienen somit für die in der Bachelorarbeit 2 noch folgenden Kapiteln (Diskussion und Schlussfolgerung)