Titelaufnahme

Titel
Die unspezifischen Wirkmechanismen der Traktionen in der Behandlung von chronisch unspezifischem low back pain
Weitere Titel
Nonspecific mechanism of traction in management of chronic nonspecific low back pain
AutorInnenMarchsteiner, Katharina
GutachterEder, Gerhard
Erschienen2013
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Etwa elf bis zwölf Prozent der Bevölkerung leiden an chronisch unspezifischem low back pain, der oft mit einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit und der Lebensqualität einhergeht. In der Physiotherapie gibt es verschiedenste Behandlungsmethoden, wie z.B. die Traktion aus dem Bereich der Manuellen Therapie, deren Wirkung und Effektivität das Thema dieser Bachelorarbeit sind. Die Europäischen Leitlinien für das Management von chronisch unspezifischem low back pain1 beschreiben bedingte Evidenz für die Effektivität von Traktionen im Vergleich zu Schein-Traktionen und keine Evidenz für die Effektivität im Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden. Auch Clarke et al. stellen im Review „Traction for low-back pain with or without sciatica“ keinen statistisch signifikanten Unterschied in den Outcomes zwischen Traktion und Placebo oder Scheintraktionen fest. Trotzdem beschreiben PatientInnen eine Verbesserung der Symptome nach Traktionsbehandlungen.

Eine Studie von Bormann et al.3, welche die Effektivität von Traktionen der Lendenwirbelsäule bei PatientInnen mit low back pain untersucht, wurde mittels Vergleich zweier Gruppen (Versuchs- und Kontrollgruppe) durchgeführt. Diese beschreibt beispielsweise eine Verbesserung von Schmerz und Reduktion der Arbeitsunfähigkeit in beiden Gruppen. Demzufolge kann zwar keine Signifikanz im Vergleich der beiden Gruppen, aber trotzdem eine Verbesserung der Symptome erwiesen werden.

Der Inhalt dieser Arbeit ist nun zu recherchieren, warum trotz fehlender Evidenz für die Traktionsbehandlung eine Verbesserung der Symptome zu verzeichnen ist.

Dies führt zu folgender zentralen Fragestellung: „Warum führen Traktionen zur Besserung in der Behandlung von chronisch unspezifischem low back pain, obwohl die Europäischen Leitlinien keine oder nur geringe Effektivität dieser Technik zeigen?“

Das Ziel dieser Arbeit ist, zu klären, wie die Traktionen auf die Strukturen des Körpers wirken und welche Reize sie hervorrufen, um festzustellen, ob die Behandlungstechnik selbst oder andere, unspezifische Wirkmechanismen zur Verbesserung der Symptome führen. Je nach den Ergebnissen der Arbeit sollen diese die TherapeutInnen, die Traktionen in der Behandlung von chronisch unspezifischem low back pain einsetzen, entweder in ihrem Behandlungsansatz bestätigen oder sie über negative Erkenntnisse zu dieser Thematik informieren, um die Behandlung gegebenenfalls zu adaptieren und andere Maßnahmen einzusetzen.

Diese Bachelorarbeit basiert auf einer nicht empirischen Forschungsarbeit.

Die zentrale Fragestellung wird mittels Fachliteratur und Literaturrecherche in den Datenbanken Cochrane und PubMed beantwortet. Als Suchbegriffe werden “physiotherapy”, “manual therapy”, “placebo”, “traction”, “chronic non-specific low back pain”, “effects of traction” kombiniert über den Booleschen Operator AND verwendet.

Ausgeschlossen werden Studien bzw. Artikel, die nicht in deutscher oder englischer Sprache verfasst wurden sowie Studien, die spezifischen oder akuten low back pain behandeln. Die Literaturrecherche wird durch das Kriterium „only human“ limitiert.

Einige Studien werden den Referenzen der Studien „Traction for low-back pain with or without sciatica (Review)“ und „Manual therapy followed by specific active exercises versus a placebo followed by specific active exercise on the improvement of functional disability in patients with chronic non specific low back pain: a randomised controlled trail“ entnommen oder durch die Funktion der Related Articles aus PubMed gefunden. Mit Hilfe der elektronischen Zeitschriftenbibliotheken der FH Campus Wien wird auf Volltexte zugegriffen. Zusätzlich wird für die Aufarbeitung der theoretischen Inhalte der Arbeit Fachliteratur hinzugezogen.

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