Titelaufnahme

Titel
Die Bedeutung der Physiotherapie vor und nach Aortokoronarer Bypass Operation (ACBP) bei Erwachsenen – eine Ist-Stand-Analyse
Weitere Titel
Significance of physiotherapy before and after coronary artery bypass graft surgery (CABG) for adults - an analysis of current status
VerfasserReiter, Maria
GutachterSynek-Strassnitzky, Alice Maria
Erschienen2013
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In den einleitenden Kapiteln konnte ein Überblick über die Thematik Koronarer Herzkrankheiten gewonnen werden. Dabei wurde aufgezeigt, welche Faktoren bereits im Vorfeld eine wesentliche Rolle spielen und spielen können, wie insbesondere die invasive Diagnostik in den Körper eingreift und welche Operationsmethoden heutzutage gängig sind. Die Operationsmethoden wurden in zwei Punkte unterteilt, da sich zeigte, dass im Falle eines Eingriffes unter Verwendung einer Herz-Lungen-Maschine einschneidende Nebenwirkungen auftreten können. Es zeigte sich auch, wie sich diese unterschiedlichen Vorbedingungen auf den Zustand von PatientInnen und somit in weiterer Folge auch auf Möglichkeiten für physiotherapeutische Maßnahmen auswirken. So konnte etwa festgehalten werden, dass die Technik des MIDCAB eine Physiotherapie früher zulässt, aber nur bei einem eingeschränkten PatientInnenkreis möglich ist. Die Vorgeschichte von PatientInnen floss ebenso in diese Arbeit ein, da sich zeigte, dass häufig ähnliche Krankheiten bereits im Vorfeld bestehen und PhysiotherapeutInnen hier Beiträge leisten können. Auch das Bewusstsein über häufig auftretende postoperative Komplikationen kann gezielte präventive Maßnahmen herbeiführen, die im Zuge dieser Arbeit noch näher betrachtet werden sollen.

Im Kapitel „Geschichte der Physiotherapie in Bezug auf Bypass-Operationen“ wurde die dahingehende Entwicklung nachgezeichnet und der Ist-Stand beleuchtet. Es zeigte sich, wie selbstverständlich Physiotherapie in gewissen Bereichen Einzug genommen hat und wie kontrovers sie in anderen Punkten noch ist. Auch konnte herausgearbeitet werden, wie wenig Literatur in diesem Feld existiert, was wiederum Rückschlüsse zulässt.

Im darauffolgenden Kapitel über die präoperativen Ziele einer Physiotherapie wurden zahlreiche Punkte wieder aufgenommen, die zu Beginn erläutert wurden. Da sich zuvor zeigte, wie die Vorgeschichte von PatientInnen Einfluss auf den weiteren Verlauf sowohl von Eingriff als auch von Genesung nehmen kann, können PhysiotherapeutInnen hier gezielt vorbereiten, informieren und bereits Maßnahmen einleiten. Auch kann dies im Zuge einer Prävention gegen postoperative Komplikationen erfolgen, wie an einigen Beispielen wie etwa dem Lungenvolumen gezeigt wurde. Welche Methoden und Techniken genau dazu angewendet werden können, wie erfolgreich solche Maßnahmen sein können und ob es qualitative Unterschiede gibt, soll daher in den weiteren Teil dieser Arbeit einfließen.

Auch bei den postoperativen Zielen einer Physiotherapie wurden die Punkte, die zuvor bei den Zentralen Begriffen herausgearbeitet wurden, wieder aufgegriffen. Es wurden sowohl allgemeine Ziele erläutert, wie auch einzelne detaillierter herausgearbeitet. Es zeigte sich hierbei, dass physiotherapeutische Maßnahmen sowohl die Genesungszeit verkürzen können wie auch die Lebensqualität von PatientInnen wieder verbessert werden kann. Im Unterpunkt Mobilisation etwa geht deutlich hervor, wie in diesem Bereich daran gearbeitet werden kann, die Eigen- und Selbstständigkeit von PatientInnen wiederherzustellen. Da Möglichkeiten herausgearbeitet wurden, die die physiotherapeutischen Ziele unterstützen können, sollen auch diese in weiterer Folge noch näher betrachtet werden.

Sekundärprävention stellte sich als ein wesentlicher Teil einer ganzheitlichen Therapie heraus. Da zuvor festgehalten wurde, dass PatientInnnen Koronarer Herzkrankheiten oftmals bereits im Vorfeld über einen schlechten gesundheitlichen Allgemeinzustand ver-fügen, wurde in diesem Kapitel beleuchtet, wie eine Lebensstiländerung – unter Anleitung von PhysiotherapeutInnen – das Risiko einer neuerlichen Stenosierung reduzieren kann und Riskiofaktoren minimiert werden können.

Zum Abschluss wurden noch einige Methoden zur Überprüfung der Wirksamkeit von physiotherapeutischen Maßnahmen erörtert, um im weiteren Teil der Arbeit Ergebnisse kritisch beurteilen zu können sowie um PhysiotherapeutInnen Methoden aufzuzeigen, Erfolg zu bemessen.