Titelaufnahme

Titel
Lebensqualität bei PatientInnen mit Parkinson. : Kann diese durch Training mit dem Wii-Balance-Board beeinflusst werden?
Weitere Titel
Quality of life in patients with parkinson's disease. Could it be affected by training with the wii-balance-board?
VerfasserSimon, Dominik
GutachterPilsl, Elisabeth
Erschienen2013
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung

Videospiele erlangen eine immer größer werdende Beliebtheit in der heutigen Zeit. Dies ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen ersichtlich, jedoch beschäftigen sich auch noch Erwachsene mit diesem Unterhaltungsmedium.

Übermäßiger Konsum kann jedoch zu Bewegungsmangel und Übergewicht führen. Im Gegensatz dazu erschienen in den letzten Jahren viele Konsolen und Spiele, welche über die eigene Bewegung gesteuert werden können (Motion Control). Einer der Vorreiter hierbei war Nintendo mit der Konsole namens Wii, welche einen Controller mit eingebautem Bewegungssensor besitzt. Außerdem entwickelte Nintendo ein Trainingsspiel namens Wii Fit und das dazugehörige Wii-Balance-Board, welches das Gleichgewicht, der darauf stehenden Person, ins Spiel einbezieht. Nun wird überprüft, ob dieser technologische Fortschritt in der Therapie von neurologischen PatientInnen genützt werden kann. Im Falle dieser Studie: Anhand eines Patienten mit Parkinson.

Problemaufriss/Hintergrund

Weltweit, sind etwa 6.3 Millionen Menschen von der Parkinson Erkrankung betroffen ohne Abhängigkeit einer bestimmten Rasse oder Kultur. Typischerweise tritt die Krankheit im Alter von über 60 Jahren auf, aber es wurde festgestellt, dass einer von zehn Menschen vor dem 50ten Lebensjahr betroffen ist. In Europa sind etwa 1,2 Millionen Menschen erkrankt. Das bedeutet: Einer von tausend Menschen in Europa leidet an Parkinson. Dies macht Parkinson zu der zweithäufigsten neurodegenerativen Krankheit.

Der progrediente Verlust der posturalen Stabilität, der eingeschränkte Gang und das Auftreten der Freezing Episoden aufgrund der Parkinson Erkrankung wirkt sich negativ auf die Balancefähigkeit und somit auch auf die Aktivitäten des täglichen Lebens aus.

Das Sturzrisko steigt durch die körperlichen Einschränkungen und die eigene Unabhängigkeit nimmt ab. Studien belegen, dass durch Einsetzen externer Cues, Balance-/Krafttraining und Training mit virtueller Realität in der Physiotherapie die Balancefähigkeit bei PatientInnen mit Parkinson verbessert werden konnte.

Bisher wurden auch einige Studien zum Training mit dem WiiFit Spiel in Kombination des Wii-Balance-Boards durchgeführt. Diese beweisen, dass das Training mit dem Wii-Balance-Board einen guten und effektiven Ausgleich zu herkömmlichen Balancetrainings bei PatientInnen mit Parkinson darstellt, um besonders das Gleichgewicht und die Mobilität zu verbessern.

Auch zeigte sich, dass das Training mit dem Wii-Balance-Board eine Steigerung des persönlichen Befindens bei PatientInnen mit Parkinson mit sich bringt. Jedoch, was sagt diese Erkenntnis über die Lebensqualität von ParkinsionpatientInnen aus? Nur wenige Studien befassten sich bisher mit der Verbesserung der Partizipation, der Aktivität und des emotionalen Befindens dieser PatientInnengruppe. Der PDQ-39 ist hierfür ein kurzes, aber dennoch aussagekräftiges Assessment zur Überprüfung der Lebensqualität eines/einer PatientIn mit Parkinson und sollte daher in eine Studie eingebunden werden.

Zentrale Fragestellung

Dies leitet nun zur zentralen Fragestellung dieser Studie:

Wie beeinflusst das Training mit dem Wii-Balance-Board die Lebensqualität bezogen auf die Aktivität, die Partizipation und das emotionale Befinden eines/einer PatientIn mit Parkinson?

Methodik

Für die Literaturrecherche wurden hauptsächlich die Datenbanken Pubmed, PEDro und Google Scholar benützt. Gesucht wurde nach Begriffen wie:

-Parkinson, Wii, postural control, physiotherapy, life quality, balance, pdq-39, therapy, balance-board

Die Studie wird empirisch, mittels dem PDQ-39, an einem/einer PatientIn mit Parkinson durchgeführt (Einzelfallstudie). Es wird ein zeitlicher Rahmen (Abb.5) von drei Monaten gegeben sein. Der PDQ-39 wird einen Monat vor Interventionsbeginn, vor Beginn der Intervention, am Ende der Intervention und einen Monat nach der Intervention durchgeführt.

Die erste Messung zeigt den Ist-Zustand des/der ProbandIn. Durch die erneute Aufnahme der Daten nach einem Monat, ohne Intervention, sollte ersichtlich sein ob es auch hier schon zu Veränderungen kam. Falls ja, sollte diese am Ende der Studie berücksichtigt werden. Danach folgt ein Monat der Intervention. Diese wird mit der Nintendo Wii, dem Wii-Balance-Board und dem Spiel WiiFit Plus durchgeführt. Die Intervention wird einmal pro Woche, unter Beobachtung und Anleitung des selben Physiotherapeuten, durchgeführt. In der ersten Einheit wird es eine kurze Einführung der zu benützenden Therapiemittel (Nintendo Wii, Wii-Balance-Board) und der im Programm beinhaltenden Spiele geben. Auch wird es bei der ersten Einheit die Möglichkeit geben die Spiele anzutesten um damit vertraut zu werden.

Am Ende des Monats wird es eine erneute Messung geben, um zu überprüfen, ob es durch die Intervention zu einer Veränderung kam. Außerdem gibt es nach einem erneuten Monat ohne Intervention eine Messung, um die Nachhaltigkeit der Intervention zu überprüfen.