Titelaufnahme

Titel
Zentrale Aspekte in der Rehabilitation nach Implantation einer Hüfttotalendoprothese auf Grund von Hüftdysplasie
Weitere Titel
Central aspects of rehabilitation after implantation of a total hip arthroplasty due to hip dysplasia
VerfasserStumpner, Barbara
Betreuer / BetreuerinGruber, Silke
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuli 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Titel:

Zentrale Aspekte in der Rehabilitation nach Implantation einer Hüfttotalendoprothese auf Grund von Hüftdysplasie

Zentrale Forschungsfrage:

„Ist das klassische Nachbehandlungsschema nach Implantation einer Hüfttotalendoprothese auch für Patienten und Patientinnen mit Hüfttotalendoprothese auf Grund von Hüftdysplasie passend oder besteht die Notwendigkeit die Therapie anzupassen?“

Ziel der Arbeit:

Ziel dieser Arbeit ist es, Aspekte aufzuzeigen, die nach einer Hüfttotalendoprothese auf Grund von Hüftdysplasie eine Rolle in der physiotherapeutischen Behandlung und Therapie spielen können und, die mögliche Anpassungen an das klassische Nachbehandlungsschema nach Hüfttotalendoprothesen als notwendig erscheinen lassen.

Geplanter Inhalt der Arbeit:

Es sollen Aspekte wie die präoperative Situation vor Implantation einer Hüfttotalendoprothese bei Patienten und Patientinnen mit Hüftdysplasie, die Operationstechnik, die Prothesenwahl, der Zugangsweg, die Operationsdauer, das Alter der Patienten und Patientinnen, die Haltbarkeit der Prothesen und postoperative Ergebnisse hinsichtlich Beweglichkeit, Muskelkraft, Lebensqualität und Revisionsrate beschrieben werden und die Ergebnisse mit den Daten von Patienten und Patientinnen, die eine Hüfttotalendoprothese nicht auf Grund einer Hüftdysplasie erhalten haben, verglichen werden. Mögliche Unterschiede sollen dann Anlass geben, Überlegungen anzustellen, ob und in welcher Form die Therapie in der Rehabilitation nach Hüfttotalendoprothesen auf Grund von Hüftdysplasie angepasst werden sollte.

Forschungsart und Methoden

Die zentrale Forschungsfrage soll im Rahmen einer Nicht – Empirischen Forschungsarbeit bearbeitet und beantwortet werden. Unter Verwendung von aktuellen Fachbüchern und Studien sollen relevante Informationen und Ergebnisse gesammelt und zusammengefasst werden. Die Suche nach Studien wurde in den Datenbanken „Science Direct“, „The Cochrane Library“, „CINAHL“, „PEDRO“ und „Pubmed“ durchgeführt. Bei der Suche wurden die Suchbegriffe „hip dysplasia“, „developmental dysplasia“, „total hip arthroplasty“, „total hip replacement“ und Kombinationen daraus verwendet. Der Suchzeitraum wurde auf das Jahr 2005 bis heute beschränkt. Zusätzlich wurde in Literaturverzeichnissen von relevanten Fachbüchern und Studien nach geeigneter Literatur gesucht. Bei der Suche nach relevanten Informationen und Ergebnissen wurde immer nur deutsch- und englischsprachige Literatur berücksichtigt. Im Anschluss an die Literatursuche sollen nun die Studien, die relevante Informationen zu dem Thema dieser Arbeit enthalten, vertiefend bearbeitet und die Ergebnisse dann zusammengefasst und zur Beantwortung der zentralen Forschungsfrage herangezogen werden.

Zusammenfassung erster Ergebnisse:

Es wurden im Laufe der Recherche einige Studien über Hüfttotalendoprothesen bei Hüftdysplasie gefunden. Besonders über die verschiedenen Operationstechniken, die teilweise bei Patienten und Patientinnen bei der Implantation einer Hüfttotalendoprothese notwendig sind, und deren Ergebnisse, gibt es einige Fachliteratur. Studien, die sich speziell auf die physiotherapeutische Behandlung nach der Implantation einer Hüfttotalendoprothese auf Grund von Hüftdysplasie beziehen, konnten kaum gefunden werden.

Zusammenfassend kann nach einer ersten Bearbeitung der bisher zusammengetragenen Informationen festgestellt werden, dass sich bei Patienten und Patientinnen mit Hüftdysplasie vor der Implantation einer Hüfttotalendoprothese komplexe anatomische Veränderungen im Bereich des Hüftgelenkes und Kraftdefizite der hüftgelenksumgebenden Muskulatur zeigen. Diese Veränderungen erfordern eine individuell an den Patienten oder die Patientin angepasste Operationstechnik. Die Operationsdauer ist meist länger als bei der Implantation von Hüfttotalendoprothesen bei idiopathischer Coxarthrose und die Patienten und Patientinnen mit Hüftdysplasie sind zum Zeitpunkt der Operation meist deutlich jünger. Einige Studien weisen teilweise ähnliche postoperative Ergebnisse nach Implantation einer Hüfttotalendoprothese bei Hüftdysplasie wie bei idiopathischer Coxarthrose auf. Andere Studien beschreiben Kraftdefizite, eine niedrigere Lebensqualität und höhere Revisionsraten bei Hüftdysplasie, die eine an das Krankheitsbild angepasste Therapie als notwendig erscheinen lassen.