Titelaufnahme

Titel
Physiotherapeutische Assessments zur Verifizierung betroffener Strukturen bei KraulschwimmerInnen mit Schulterimpingement
Weitere Titel
physiotherapy assessments for verification of affected structures at crawl swimmers with shoulder impingement
AutorInnenWohlgemuth, Mario
GutachterReicher, Eva
Erschienen2013
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Schwimmen kann kaum wie eine andere Bewegungsaktivität mit ihren komplexen, positiven Wirkungen auf den Körper, wie z.B. Kräftigung der Atemmuskulatur, Verbesserung der Blutzirkulation und Kräftigung der Skelettmuskulatur, hervorstechen. 1 (S. 134 -136) Aus orthopädischer Sicht ist Schwimmen bzw. der Schwimmsport als insgesamt wenig belastender Sport zu bezeichnen. 2 (S. 52) Durch den Auftrieb im Wasser wird die Schwerkraft reduziert und die Belastung für Gelenke im Körper verringert. Somit können von degenerativen Gelenkserkrankungen betroffene Gelenke und auch eingeschränkte Gelenke wie z.B. das Schultergelenk mobilisiert und aktiviert werden. 1 (S. 135) Im Leistungssport hingegen kann Schwimmen auch eine große Belastung für den Körper darstellen. Immer wieder kommt es zu Schmerzen im stark beanspruchten Schultergelenk. Mehr als die Hälfte der AthletInnen gibt an, zumindest einmal Schmerzen in der Schulter verspürt zu haben. Diese Schmerzen können vor allem durch lange, kontrollierte und repetitive Bewegungen, wie es beim Kraulschwimmen der Fall ist, zustande kommen. Durch muskuläre Dysbalancen im Bereich des Schultergelenks kommt es vor allem zu einer gestörten Schultergelenksmechanik, die letztlich nicht selten für die Diagnose „Schwimmerschulter“ verantwortlich ist. Eine unökonomische Technik beim Kraulschwimmen bzw. der Einsatz von Paddles (Trainingsgerät für die Hände durch das der Wasserwiderstand erhöht wird) über entschieden zu lange Strecken beim Training, gelten neben der gestörten Schultergelenksmechanik, als zusätzliche Beschwerdeauslöser. Der Begriff der „Schwimmerschulter“ wird heutzutage immer häufiger zur Bezeichnung von diversen Schulterproblematiken von SchwimmerInnen verwendet, letztlich steht der Begriff aber als Synonym für ein subakromiales Impingement. 2 (S. 52)

Bei Vorliegen eines Schulterimpingements bei KraulschwimmerInnen muss dieses aus physiotherapeutischer Sicht weiter differenziert und befundet werden, um zwischen den einzelnen betroffenen Strukturen zu unterscheiden. Aufgrund der Tatsache, dass LeistungschwimmerInnen zum Patientenklientel von PhysiotherapeutInnen zählen ist es für diese essentiell, Assessments zu kennen, die speziell auf KraulschwimmerInnen und deren Pathomechanik bzw. Bewegungshintergrund abgestimmt sind.

Da der Pathomechanismus bei Kraulschwimmern genau bekannt ist und der Schwimmsport vor allem im angloamerikanischen Raum, der Schwimmsport eine gut beforschte Sportart ist, sind hier Vorraussetzungen für eine Literaturarbeit gegeben. Diese macht es sich zum Ziel, den derzeitigen Wissensstand über physiotherapeutische Assessments im Bereich des Schultergelenks zu beleuchten und in Bezug zur Diagnose „Schwimmerschulter“ bzw. dem Schulterimpingement zu setzen. Weiters soll diese Arbeit PhysiotherapeutInnen bei der Auswahl von Assessments im Schulterbereich unterstützen und aufzeigen, welche besonders für KraulschwimmerInnen aussagekräftig sind. Eine mögliche Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse auf andere Sportarten bzw. Berufsgruppen mit repetitiven Bewegungshintergrund soll abschließend beleuchtet werden. Somit ergibt sich die zentrale Fragestellung, welche physiotherapeutischen Assessments können bei KraulschwimmerInnen mit Schulterimpingement, zur Verifizierung betroffener Strukturen, eingesetzt werden?

In den folgenden Kapiteln werden einführend zentrale Begriffe dieser Arbeit, die Methodik, der aktuelle Wissensstand sowie ein vorübergehendes Inhaltsverzeichnis der Bachelorarbeit 2 behandelt. Die Bachelorarbeit 2 wird auf den derzeitigen Unterfragen, welche für die Beantwortung der zentralen Fragestellung notwendig sind, aufgebaut.

In der Bachelorarbeit 2 wird hauptsächlich darauf eingegangen werden, welche Pathologien es bei KraulschwimmerInnen im Schultergelenk im Allgemeinen gibt und ob womöglich Zusammenhänge zwischen den einzelnen Pathologien und dem Schulterimpingement bestehen. Des Weiteren wird analysiert, welche Rolle der Scapula und ihrer umgebenden Muskulatur bei KraulschwimmerInnen mit Schulerimpingement zu teil wird. Aufgrund der Tatsache, dass Kraulschwimmen die schnellste Art ist, um sich ohne Hilfsmittel im Wasser fortzubewegen, wird verständlich warum vor allem LeistungsschwimmerInnen viele Trainingskilometer kraulend zurücklegen und dadurch ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines subakromialen Impingements besteht. 1 (S. 13) Aufgrund dessen sollen sich die physiotherapeutischen Assessments auf KraulschwimmerInnen und nicht auf SportlerInnen andere Schwimmstile beziehen, da diese einen ähnlichen aber nicht identen Bewegungshintergrund haben. Resultierend daraus wird der Hauptfokus der Bachelorarbeit 2 darauf liegen, welche physiotherapeutischen Assessments es zur Befundung des Schultergelenks gibt und ob diese spezifisch in der Anwendung bei dieser Personengruppe sind.

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